Bremerhaven war schon für einige Künstler eine Inspiration. Hier hat Fotograf Arnd Hartmann den Charme der Seestadt in einem analogen Foto eingefangen. Aber auch Musiker haben sich immer wieder mit der Stadt beschäftigt.

Bremerhaven war schon für einige Künstler eine Inspiration. Hier hat Fotograf Arnd Hartmann den Charme der Seestadt in einem analogen Foto eingefangen. Aber auch Musiker haben sich immer wieder mit der Stadt beschäftigt.

Foto: Arnd Hartmann

Bremerhaven war schon für einige Künstler eine Inspiration. Hier hat Fotograf Arnd Hartmann den Charme der Seestadt in einem analogen Foto eingefangen. Aber auch Musiker haben sich immer wieder mit der Stadt beschäftigt.

Erleben

Die fünf besten Bremerhaven-Songs

Über den Norden gibt es viele Lieder: Ob „Nordisch by nature“ von Fettes Brot, „Nordlichter“ von Kaya Laß oder Hamburg-Hymnen wie „Reeperbahn“ von Udo Lindenberg. Doch nicht nur über die großen Metropolen des Nordens, auch über Bremerhaven gibt es mehr kultige Lieder, als man denken würde. NORD|ERLESEN hat fünf unterschiedliche Bremerhaven-Songs für euch herausgesucht - von Hip-Hop bis Schlager.

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Hein & Mück – Viva la Bremerhaven

Von jetzt auf gleich eroberten Hein und Mück 2011 die Stadt mit einem Song: In „Viva la Bremerhaven“ feiern die beiden Studenten ihre vorläufige Wahlheimat. „In der Stadt tut sich so viel, bloß für junge Leute nichts. Dann muss man eben selbst etwas machen“, erklärten sie damals. Gesagt, getan: Sie gründeten die Produktionsfirma „One Tree Three“ und veröffentlichten Videos über YouTube.

Um nicht erkannt zu werden, traten sie ausschließlich verkleidet und unter den Pseudonymen „Hein“ und „Mück“ auf – angelehnt an die bekannte Bremerhavener Figur Hein Mück. Es folgte ein zweites, erfolgreiches Lied („Watt’n Buch“), dann verabschiedete sich das Rap-Duo aus Bremerhaven – ihr Studium war beendet.

Mob.Inc. – Hometown

Das rappende Brüderpaar aus Bremerhaven Elias „E.ZY“ und Hariss „Brasco“ Naeb gründeten 2002 die Gruppe Mob.Inc. Die beiden Deutsch-Afghanen pflegten anfänglich das Image der Gangsterrapper, doch mit den Jahren wurde es ihnen zunehmend wichtiger, eine sozialkritische Botschaft zu vermitteln. „Auch unsere früheren Texte waren sozialkritisch, nur eben nicht richtig verpackt und sprachlich abschreckend“, sagt E.ZY inzwischen.

Bis zu dieser Erkenntnis dauerte es einige Jahre. Von den ersten Demoaufnahmen „Symbiose des Bösen“ bis zur Veröffentlichung des Debüt-Albums „Gomorra“ 2012 gingen zehn Jahre ins Land. Mit der Singleauskopplung „Hometown“, einer Liebeserklärung an ihre Heimat, landeten die Rap-Brüder dann aber nicht nur einen lokalen Radiohit, sondern begeisterten auch Fans außerhalb von Bremerhaven.

Moe Mitchell – Meine Stadt

Der Soul-Sänger und Rapper Moe Mitchell wurde vor allem durch seine Zusammenarbeit mit prominenten, deutschen Hip-Hoppern wie Kool Savas und Fler bekannt. Als englischsprachiger Rapper tritt er außerdem unter dem Namen Sizzlac auf. Aufgewachsen ist er im Bremerhavener Goethequartier und schon mit elf Jahren hatte er dort seinen ersten Auftritt in einem Nachtclub.

Als er 2003 bei einer Show in Saarbrücken Kool Savas kennenlernte, kam der Wendepunkt seiner musikalischen Laufbahn. Obwohl es noch zwei Jahre dauern sollte, bis es tatsächlich zu einer Zusammenarbeit kam. Doch auch als es für Moe Mitchells Musikkarriere endlich bergauf ging, vergaß er seine Wurzeln nicht: In „MMS“, dem ersten Soloalbum, veröffentlichte er 2013 auch eine Single über seine Heimatstadt Bremerhaven.

Manni Müller – Wenn es Nacht wird in Bremehraven

Manni Müller war Schlagersänger, Weltenbummler und ein waschechtes Bremerhavener Original. Mit seiner Ente „Difty“, einem Citroën 2CV, reiste er unter anderem durch Afrika, Amerika und Asien. 1985 kehrte er schließlich in seine geliebte Heimat Bremerhaven zurück, eröffnete das Szenelokal „Sanssouci“ und betrieb es bis 1991. Seiner Heimatstadt und seinem Lokal widmete er das Lied „Wenn es Nacht wird in Bremerhaven“. Im Jahr 2018 verstarb Manni Müller mit 78 Jahren.

Nematoden – Bremerhaven

Für eingefleischte Bremerhavener sind die „Nematoden“ Kult. 1992 veröffentlichten Carsten Heusmann (Keyboard) und Stefan Kolk (Gesang) ihr Debütalbum „Zuckerbrot“. Danach zog es die Musiker nach Hamburg und Berlin. Eine offizielle Trennung gab es zwar nie, aber lange Zeit hörte man nichts mehr von der Spaß-Band aus Bremerhaven. 15 Jahre lang mussten die Fans warten, dann kam 2007 das zweite und letzte Album „Elite der Idioten“ auf den Markt. Darauf ist auch das Lied „Bremerhaven“ zu finden.

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