Dieter Rehrbehn ist neuer Vorsitzender der Eigentümerstandortgemeinschaft Lehe.

Dieter Rehrbehn ist neuer Vorsitzender der Eigentümerstandortgemeinschaft Lehe.

Foto: Christian Heske

Dieter Rehrbehn ist neuer Vorsitzender der Eigentümerstandortgemeinschaft Lehe.

Heute

Altbau-Eigentümer mit Sinn für das Mikroklima in Lehe

Im Verein Eigentümerstandortgemeinschaft (ESG) Lehe vereinigen sich Hauseigentümer, um das Goethequartier aufzuwerten und dessen Image zu verbessern. „Mit einem Showroom wollen wir sichtbarer werden“, kündigt der neue Vorsitzende Dieter Rehrbehn an. Zudem will die ESG ihre Altstadtführungen über die Tourismusgesellschaft Erlebnis Bremerhaven vermarkten. Sobald es die Corona-Situation erlaubt, sollen auch die ESG-Info-Abende wieder aufleben. Ein Thema: „Wir brauchen mehr Grün im Straßenraum“, betont Rehrbehn. Dies nutze dem Mikroklima.

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Dieter Rehrbehn, seit dem Jahr 2016 stellvertretender Vorsitzender, hat während der Jahreshauptversammlung die Nachfolge von Heiko Janßen angetreten. Janßen hatte den Vorsitz der ESG Lehe 2013 nach dem Tod des Gründungsvorsitzenden Hans-Richard Wenzel übernommen.

Der neue Vorsitzende bringt einige Erfahrung für das Amt mit. Rehrbehn war von 2013 bis 2019 für das Stadtplanungsamt als Moderator und Kümmerer im Bereich Problemimmobilien im Goethequartier tätig. Außerdem befasste er sich im Rahmen eines Projekts des Stadtplanungsamtes und der Quartiersmeisterei Lehe mit der Leerstandsermittlung und der Gewerbebelebung im Quartier. „Seit Mitte 2019 bin ich im Ruhestand“, berichtet der 66-Jährige, der selbst Immobilien im Quartier besitzt. Zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählten die ESG-Mitglieder das Gründungsmitglied Birgit Börresen.

Mit Abroll-Bannern und Fensterbildern, deren Anschaffung das Stadtplanungsamt mit Mitteln der Städtebauförderung unterstützt hatte, will die ESG ab Anfang November in den ehemaligen Räumen von Kuddels Musikkneipe an der Ecke Potsdamer und Heinrichstraße für ihre Aktivitäten werben. Das Gebäude gehöre der Goethequartier Wohnungsbau GmbH des Altbau-Sanierers Rolf Thörner, sagt Rehrbehn. „Die Immobilie wird noch saniert, und wir können uns in dem ehemaligen Ecklokal als Zwischennutzer zunächst für ein Jahr präsentieren, wobei wir nur die Nebenkosten zahlen müssen“, freut sich der ESG-Vorsitzende.

Der Showroom soll gleichzeitig als Begegnungsstätte für weitere Akteure aus dem Quartier dienen. „Denkbar sind zum Beispiel Nachbarschaftstreffen“, sagt Rehrbehn. Die ESG können die Räume ohnehin nicht 24 Stunden am Tag bespielen. „Wir werden zunächst immer mittwochs vor Ort sein.“

Idee eines Aue-Parks

Da die ESG bereits Anmeldungen von externen Gruppen zu Führungen über den Altstadtrundweg hatte, will der Verein die Rundgänge breiter bewerben lassen. „Dazu ist mit der Erlebnis Bremerhaven besprochen, dass die das vermitteln“, sagt Rehrbehn. Geleitet werden die Führungen durch das Gründerzeitquartier von Mitgliedern unter der Federführung des bisherigen Vorsitzenden Heiko Janssen.

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Die ESG zählt aktuell mehr als 60 Mitglieder, Eigentümer von insgesamt rund 100 Immobilien aus dem Goethequartier. Die Info-Abende mit Experten als Referenten seien durch Corona etwas ins Hintertreffen geraten. Themen wie „Fernwärme“, „Schimmel“, „Müllbehälter“ sowie „Grün im Straßenraum“ sollen jedoch wieder auf die Tagesordnung, sobald die Pandemie dies zulasse. „Um angesichts der wärmer werdenden Sommer die Temperaturen in den Häusern und in den Straßen herunterzubekommen, müssen wir auch als Klimastadt bei der Begrünung etwas tun“, ist Rehrbehn überzeugt. Als „Glücksfall“ lobt Rehrbehn in diesem Zusammenhang das Gartenbauamt. „Wie die sich mit Wassersäcken im Sommer um die Bäume kümmern, ist wirklich vorbildlich.“

Fortführen will die ESG das Projekt Streetart-Gallery, in dem Eigentümer Fassaden – befristet auf drei Jahre – für die Gestaltung durch Künstler zur Verfügung stellen. „Eine öffentliche Förderung wäre da natürlich hilfreich“, sagt Rehrbehn. Unterstützung durch die Stadt erhofft sich die ESG zudem für ihre Idee eines öffentlich begehbaren Aue-Parks, der gegenüber dem Lehe-Treff beginnen und in Richtung Frenssenstraße verlaufen könnte. „Allerdings handelt es sich bei den Flächen um Privatgrundstücke“, sagt Rehrbehn.

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