Auf internationaler Ebene sind Fußballmannschaften aus Spielern mit Behinderung schon etabliert – wie hier bei den Paralympics in London 2012.

Auf internationaler Ebene sind Fußballmannschaften aus Spielern mit Behinderung schon etabliert – wie hier bei den Paralympics in London 2012.

Foto: picture alliance / dpa

Auf internationaler Ebene sind Fußballmannschaften aus Spielern mit Behinderung schon etabliert – wie hier bei den Paralympics in London 2012.

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Bremer Fußball-Verband will Integrationsliga gründen

Im Land Bremen gibt es viele Fußballerinnen und Fußballer mit Behinderung, allerdings gibt es keinen Ligabetrieb. Aus diesem Grund möchte der Bremer Fußball-Verband (BFV) in Kooperation mit dem SV Werder Bremen die Bunte Liga gründen und ab 2021 starten.

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Es gibt bereits einige Vereine, die sich geöffnet haben und Training für Kinder und Jugendliche mit Behinderung anbieten, allerdings möchte der BFV durch die Bunte Liga weitere Vereine motivieren, das Angebot im Bereich Inklusion in den nächsten Jahren auszuweiten.

Siegerehrung einmal im Jahr

„Das Ziel der Liga besteht darin, einen Jahreskalender zu entwickeln, dass die Sportler regelmäßige Spieltage (Turniere) haben und somit die Möglichkeit sich im Wettkampf zu messen“, erläutert BFV-Sprecher Oliver Baumgart. Im Dezember jedes Jahres werde der erreichte Punktedurchschnitt des Vereins errechnet (ein Wert zwischen 0 und 3) und der Sieger dementsprechend geehrt.

Neben dem Leistungsgedanken steht ein zweiter wichtiger Faktor im Mittelpunkt, wie Baumgart betont: „Es sollen der soziale Zusammenhalt und die damit verbundenen Werte Teamfähigkeit und Fairness zum Tragen kommen. Die Sportler erfahren somit diese Werte und können diese unter Wettkampfbedingungen erproben.“

Schiedsrichter mit Behinderung sollen geschult werden

In Verbindung mit der Bunten Liga werden auch Schiedsrichter mit Behinderung extra für die Liga geschult, um Menschen mit Behinderung auch zusätzliche Möglichkeiten der Partizipation zu ermöglichen. Diese Schulungen sollen halbjährlich stattfinden und von erfahrenen Schiedsrichtern geleitet werden, sodass die Teilnehmer ihrem Niveau entsprechend ausgebildet werden. An den Turnierspieltagen arbeiten die Schiedsrichter in Tandems und helfen sich somit gegenseitig, das Spiel zu leiten.

„Fußball verbindet, unser Lieblingssport bringt Menschen mit und ohne Behinderung auf unkomplizierte Art und Weise zusammen. Mit dem jetzt aufgelegten Programm für 2021 werden wir noch mehr behinderte Menschen in unsere große BFV-Fußballerfamilie integrieren“, ist sich BFV-Vizepräsident Holger Franz sicher.

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