Beutel mit gespendetem Plasma mit Antikörpern gegen das Corona-Virus.

Patienten, die sich nach einer Erkrankung mit dem Coronavirus erholt haben, wird nach der Genesung Blut abgenommen. In ihrem Blut befinden sich nach der Erkrankung Antikörper gegen das Virus.

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Patienten, die sich nach einer Erkrankung mit dem Coronavirus erholt haben, wird nach der Genesung Blut abgenommen. In ihrem Blut befinden sich nach der Erkrankung Antikörper gegen das Virus.

Heute

Corona-Patienten können mit Plasmaspende anderen helfen

Im Kampf um das Überleben von Covid-19-Patienten ist sie einer von mehreren Therapieansätzen. Mit der Gabe einer Plasmaspende von Menschen, die bereits eine Corona-Infektion durchgemacht haben, bekommen erkrankte Personen deren Antikörper. Die sollen ihnen helfen, das Virus zu bekämpfen. Der DRK-Blutspendedienst NSTOB im niedersächsischen Springe sucht nach Spendern. Wer darüber nachdenkt, muss nach Oldenburg.

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„Wir merken, dass die Nachfrage zunimmt“, sagt Markus Baulke, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes NSTOB. In den Bremerhavener Raum sei seines Wissens noch keine solche Plasmaspende geliefert worden, aber an andere Krankenhäuser. Bereits am Ende der ersten Corona-Welle gab es hoffnungsvolle Meldungen. Es laufen medizinische Studien, um den Therapieansatz abzusichern. „Auch wenn noch nicht erwiesen ist, unter welchen Bedingungen das sogenannte Covid-19-Rekonvaleszentenplasma hilft, stellt es eine weltweit genutzte Therapiemöglichkeit dar“, so das DRK.

Wer kommt als Spender infrage?

Erwachsene zwischen 18 und 60 Jahren, die eine Covid-19-Infektion mit stärkeren Symptomen durchgemacht haben. Eine Spende ist vier Wochen nach Ende der Symptome möglich. Spendewillige müssen mit einem PCR-Verfahren positiv getestet worden sein und einen entsprechenden Nachweis mitbringen. Dazu kommen einige andere Zulassungsbedingungen. Potentielle Spender dürfen zum Beispiel in den letzten vier Wochen keine anderen Infektionserkrankungen gehabt haben. Das alles wird in einem Aufklärungsgespräch besprochen.

Wie wird die Plasmaspende gewonnen?

Mit einer sogenannten Plasmapherese. Die Antikörper befinden sich im Blutplasma, dem flüssigen Anteil des Blutes. Das Blut wird den Spendern aus einem Arm entnommen. In einer Zentrifuge werden dann die Blutbestandteile voneinander getrennt. Ein Teil des Plasmas wird dem Blut entzogen, die übrigen Bestandteile werden dem Spender wieder zugeführt.

An wen müssen sich die Spender wenden?

An Zentren, die eine Plasmaspende für Covid-19-Patienten abnehmen. In der hiesigen Region ist das zur Zeit das Institut für Transfusionsmedizin des DRK in Oldenburg, Brandenburger Straße 21, 26133 Oldenburg, Telefon: 0441/94401-18, E-Mail: plasma@bsd-nstob.de. Bei einem Plasmacenter in der Stadt Bremen gibt es diese Möglichkeit aktuell nicht. Das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide mit seinem Blutspendedienst führt die Plasmapherese nicht durch. Das DRK weist darauf hin, dass die Plasmapherese nur in stationären Einrichtungen und nicht bei mobilen Blutspendeterminen erfolgen kann.

Wie geht es weiter?

Die Spender müssen mit zwei Terminen in Oldenburg rechnen. Beim ersten wird die Eignung für eine Spende geprüft und Blut abgenommen, um zu bestimmen, ob der Spender auch genügend Antikörper im Blut hat. Je stärker er selbst erkrankt war, desto mehr Antikörper wurden gebildet, ist die Erfahrung beim DRK. Doch mit der Zeit nehmen die Antikörper ab. Wenn auch sonst alle Bedingungen erfüllt sind, erfolgt beim zweiten Termin die Plasmapherese. „Das Ganze dauert etwa eine Stunde“, sagt Baulke.

Schadet eine Plasmaspende dem eigenen Immunschutz?

Nein, der Spender sei durch das Abgeben der Antikörper nicht gefährdet, heißt es beim DRK. Zum einen werde nur eine kleine Menge entnommen und schnell vom Körper ersetzt, zum anderen besitzt der Körper ein immunologisches Gedächtnis und produziere bei Bedarf genügend Antikörper, um sich vor einer weiteren Infektion zu schützen.

Was noch wichtig ist:

Auch wer nicht als Plasmaspender infrage kommt, kann helfen, zum Beispiel mit einer normalen Blutspende. Auch die wird in Corona-Zeiten dringend gebraucht. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Deutschen Roten Kreuzes.

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