Sie sind froh, die Post-historische Sammlung Hartwig Wiest für Bremerhaven im Ganzen bewahren zu können (v. li.) Kulturdezernent Michael Frost, Marc Bergmann Ingeborg Kirchner von der Dieckell-Stiftung, Stadtarchivarin Dr. Julia Kahleyß und Historiker Dr. Dieter Riemer.

Sie sind froh, die Post-historische Sammlung Hartwig Wiest für Bremerhaven im Ganzen bewahren zu können (v. li.) Kulturdezernent Michael Frost, Marc Bergmann Ingeborg Kirchner von der Dieckell-Stiftung, Stadtarchivarin Dr. Julia Kahleyß und Historiker Dr. Dieter Riemer.

Foto: Scheer

Sie sind froh, die Post-historische Sammlung Hartwig Wiest für Bremerhaven im Ganzen bewahren zu können (v. li.) Kulturdezernent Michael Frost, Marc Bergmann Ingeborg Kirchner von der Dieckell-Stiftung, Stadtarchivarin Dr. Julia Kahleyß und Historiker Dr. Dieter Riemer.

Heute

Des Kaisers Post und
Briefe aus der Luft

Des Kaisers eigene Handschrift, in preußisch gestochen akkuraten deutschen Lettern zu Papier gesetzt und dem Kurier übergeben - in Bremerhaven. Im Hafen, an Bord der kaiserlichen Yacht „Hohenzollern“, am 26. Juli 1900, dem Vorabend zur legendären „Hunnenrede“ Wilhelms II . Ein postalisches Schätzchen ist dieser Brief – und ab sofort in Obhut des Stadtarchivs. Samt zwei Kartons voll Post-Raritäten, Stempeln, Siegeln, Briefmarken, die Historiker-Augen leuchten lassen. Die private, über 40 Jahre ersteigerte Sammlung des einstigen Scholl-Studiendirektors und verstorbenen Hartwig Wiest hat die Friedrich-Dieckell-Stiftung für die Stadt zu Forschungszwecken angekauft.

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Wie das historische Postwesen in Bremerhaven und den Gemeinden der Unterweserregion funktionierte – das sei ein noch unbeackertes Forschungsfeld, betont Stadtarchivarin Dr. Julia Kahleyß. „Wir haben zur Entwicklung der Post-Geschichte hier kaum Dokumente.“ Postwertzeichen tauchten im Land Bremen und in der Stadt erst ab 1855 auf, zuvor wurden Briefe gestempelt und gesiegelt. „Jedes Hoheitsgebiet hatte eigene Stempel. Anhand derer den Briefverkehr in der Region zurückzuverfolgen, ist sehr spannend“, sagt Kulturdezernent Michael Frost zur Übergabe der Sammlung von Dieckell ans Stadtarchiv, „Lokalgeschichte und Forschung lebt vom privaten Enthusiasmus solcher Sammler.“ Fasziniert hält Frost das vergilbte, wohl älteste Pergament-Couvert Bremerhavens just von 1855 mit der ersten Briefmarke der Stadt in der Hand. „Für diesen Brief hat Hartwig Wiest kurz vor seinem Tod 2019 noch über 6000 Euro in einer Auktion bezahlt“, erklärt Dr. Dieter Riemer. Der Jurist und passionierte Hobbyhistoriker ist der „Drahtzieher“– oder besser: Postillon – der neuen Liaison des Stadtarchivs mit der Dieckell-Stiftung. „Ich war mit Hartwig über 50 Jahre befreundet, er plante noch mit mir gemeinsam ein Buch über diese lebenslange Sammlung und die regionale Post-Historie.“

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