Die Technik der „MOSAiC“-Expedition

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Wasserschöpfen einmal anders: Die CTD-Rosette besteht aus einem zylinderförmigen...
Wasserschöpfen einmal anders: Die CTD-Rosette besteht aus einem zylinderförmigen Gestell, das mit einem Kranz aus Wasserschöpfern bestückt ist. Beim Heraufziehen der CTD-Rosette werden die Wasserschöpfer einzeln in verschiedenen Wassertiefen geschlossen. Dadurch können Wassersproben aus unterschiedlichen Wassertiefen zum Beispiel auf Spurenstoffe oder kleine Lebewesen untersucht werden. Im Zentrum sind zudem Messinstrumente angebracht, die physikalische Größen wie Leitfähigkeit, Temperatur und Tiefe erfassen. Sie werden mit weiteren Geräten kombiniert, um zum Beispiel den Sauerstoffgehalt oder die Trübung des Wassers zu erfassen.

© Michael Gutsche

Die Wissenschaftler des AWI haben ihn BEAST getauft, ihren Tauchroboter. Er wohn...
Die Wissenschaftler des AWI haben ihn BEAST getauft, ihren Tauchroboter. Er wohnt in einem Zelt auf dem Eis und wird durch ein Loch ins Wasser abgelassen. Von dort bringt er Filmaufnahmen, Messparameter und Proben mit. Es geht unter anderem um Eiseigenschaften. Wie sieht die Unterseite des Eises aus? Ist sie glatt, uneben oder mit Höhlen durchsetzt? Wie viel Sonnenlicht dringt durch Schnee und Eis in die oberen Wasserschichten vor? Was lebt direkt unter dem Eis. Der Tauchroboter ist mit Kameras und Messinstrumenten bestückt. Manchmal zieht er Netze hinter sich her. Gesteuert wird das 140-Kilo-Paket von einer Kommandozentrale auf dem Eis. Mitten im Winter hat BEAST bei „MOSAiC“ erstmals eine Robbe unter dem Eis aufgespürt, die dort offentlich auf Nahrungssuche war.

© Marcel Nicolaus

Neben der „Polarstern“ haben die Biologen ein Loch im Eis angelegt, um feine Net...
Neben der „Polarstern“ haben die Biologen ein Loch im Eis angelegt, um feine Netze ins Wasser abzulassen. Sie sind unterschiedlich groß und fangen auch kleine, im Wasser schwebende Planktonwesen. Unter anderem tauchten winzige Ruderfußkrebse in den Fängen auf, die bläulich funkelten. Ähnliche Entdeckungen hatte Fridtjof Nansen rund 125 Jahre bei seiner Arktis-Drift mit der „Fram“ beschrieben.

© Mehrtens/AWI

Jedes Ding braucht einen Namen: Hippie ist ein kleines, „rothaariges“ Messgerät,...
Jedes Ding braucht einen Namen: Hippie ist ein kleines, „rothaariges“ Messgerät, das in bis zu 400 Metern Tiefe im Ozean abtaucht. Dank seiner Sensoren kann Hippie feststellen, ob und wie stark das Wasser vertikal vermischt wird. Damit konnten die Wissenschaftler zum Beispiel beobachten, wie sehr ein Sturm das Wasser unter dem Meereis durchquirlt.

© Janin Schaffer

Dieses Teil hätte optisch in einen Star-Wars-Film von Georg Lukas gepasst. Doch ...
Dieses Teil hätte optisch in einen Star-Wars-Film von Georg Lukas gepasst. Doch das futuristisch anmutende Radargerät hat ganz friedliche Aufgaben. Es soll kontinuierlich Schneedicken auf dem Meereis messen. Die Forscher wollen wissen, wie die weiße Auflage Wachstum und Schmelzen des Meereises beeinflusst.

© Stefan Hendricks

Dass Plastikmüll in der Tiefsee zwischen Grönland und Spitzbergen auftaucht, hab...
Dass Plastikmüll in der Tiefsee zwischen Grönland und Spitzbergen auftaucht, haben AWI-Wissenschaftler unlängst gezeigt. Doch werden winzige Kunststoffteilchen noch viel weiter in den Norden verfrachtet? Um das festzustellen, werden einmal pro Woche 500 Liter Meerwasser durch Filter gepumpt. Was hängen bleibt, wird später im Heimatlabor analysiert.

© Esther Horvath

Der Mast am Bug war Fans des Forschungsschiffs „Polarstern“ bereits in der „MOSA...
Der Mast am Bug war Fans des Forschungsschiffs „Polarstern“ bereits in der „MOSAiC“-App aufgefallen. Mit den dort installierten Geräten werden unter anderem Treibhaus- und Spurengase in der Atmosphäre gemessen. Vergleichbare Programme laufen in der sogenannten „Met-City“ auf dem Eis.

© Lukas Piotrowski

Eisbohrkerne sind begehrt. Verschiedene Forscherteams brauchen sie für ihre Unte...
Eisbohrkerne sind begehrt. Verschiedene Forscherteams brauchen sie für ihre Untersuchungen – auch das Biogeochemie-Team. Es arbeitet vor allem zu klimaaktiven Spurengasen. Sie haben festgestellt, dass es selbst im dunklen arktischen Winter recht aktive Mikroorganismen gibt, die diese Spurengase erzeugen.

© Esther Horvath

Wie dick das Meereis in der zentralen Arktis ist und wie es sich im Laufe eines ...
Wie dick das Meereis in der zentralen Arktis ist und wie es sich im Laufe eines Jahres verändert, ist eine der entscheidenden Fragen bei der „MOSAiC“-Expedition. Gemessen wird mit unterschiedlichen Methoden – auch aus der Luft. Ein Helikopter schleppt dicht über dem Eis ein torpedoförmiges Spezialgerät, den EM-Bird. Es erfasst, wie weit die Ober- und Unterseite von ihm entfernt sind. Daraus lässt sich die Dicke des Eispanzers ableiten.

© Christian Rohleder

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