Dressurreiterin Helen Langehanenberg auf Vayron.

Dressurreiterin Helen Langehanenberg auf Vayron.

Foto: Arnd Hartmann

Dressurreiterin Helen Langehanenberg auf Vayron.

Heute

Ein tanzender Riese in Elmlohe

„Das ist mal ein Wort für die erste Inter II“, platzte es aus Helen Langehanenberg heraus, als sie ihr Ergebnis für die Dressurprüfung Klasse S*** erfahren hatte. Was für ein Auftakt in die Elmloher Dressurtage für die Silbermedaillengewinnerin mit der Mannschaft bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Denn die 74,026 Prozent mit Vayron in der Intermedaire II, der Einlaufprüfung für die Louisdor-Qualifikation am Sonntag, konnten sich wahrlich sehen lassen. Der braune Wallach war die Überraschung am Starttag. Denn bis vor zwei Jahren war der 1,87 Meter große Riese noch gar nicht im Sport aktiv, sondern genoss das Leben unterm Sattel von Hobbysportlern. Doch in nur zwei Jahren lernte Vayron selbst die schwersten Dressur-Lektionen wie Passage und Piaffe und könnte der zukünftige Star von Helen Langehanenberg werden.

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Im Sommer 2018 sprach Besitzer Rudolf Spiekermann die zierliche Reiterin an. Er hätte da ein Pferd, dass sie sich mal angucken könnte. Gesagt getan. „Er hat Vayron wirklich sehr gelobt. Aber nach dem ersten Besuch konnte ich ihm nur sagen, dass er mir nicht zu viel versprochen hat“, berichtet die Reiterin, die für den RV St. Georg Münster antritt. So zog der Vayron in den Stall von Helen Langehanenberg nach Billerbeck. „Zunächst übernahm mein Bereiter ihn, weil ich noch schwanger war“, berichtet sie. Doch nur wenige Wochen nach der Geburt ihrer zweiten Tochter schwang sich die Dressurreiterin wieder selbst in den Sattel - und kommt seitdem nicht mehr aus dem Schwärmen raus. „Er ist wirklich ein Rohdiamant. Er hat alles, was ein Dressurpferd haben muss. Überragende Grundgangarten, eine Topeinstellung und Leistungsbereitschaft sowie sehr viel Talent“, erklärt sie und strahlt dabei über das ganze Gesicht. „Nur die Routine fehlt noch, die müssen wir uns jetzt holen.“ Denn: Das Duo holte zwar über 74 Prozent und wurde Zweiter. Doch es war die allererste Prüfung auf diesem Niveau für den Wallach. Das zeigt, wieviel Potenzial in dem Spätzünder noch steckt. „Aber er hat einfach unglaublich gut mitgemacht und zugehört. Er kann jetzt alles, hat alles, was er benötigt - und wir bauen noch Kraft auf“, frohlockt die 38-Jährige, die mit nur 1,65 Meter fast ein bisschen verloren auf dem Riesen wirkt, ihn aber unter totaler Kontrolle hat.

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