Fünf Jahre seines Lebens hat der Bremerhavener Karlheinz Schlüsing als junger Mann in einem russischen Kriegsgefangenenlager verbracht. Erst im Oktober 1949 durfte er in seine Heimat zurück. Die Erlebnisse haben Schlüsing sein ganzes Leben lang begleitet.

Fünf Jahre seines Lebens hat der Bremerhavener Karlheinz Schlüsing als junger Mann in einem russischen Kriegsgefangenenlager verbracht. Erst im Oktober 1949 durfte er in seine Heimat zurück. Die Erlebnisse haben Schlüsing sein ganzes Leben lang begleitet.

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Fünf Jahre seines Lebens hat der Bremerhavener Karlheinz Schlüsing als junger Mann in einem russischen Kriegsgefangenenlager verbracht. Erst im Oktober 1949 durfte er in seine Heimat zurück. Die Erlebnisse haben Schlüsing sein ganzes Leben lang begleitet.

Heute

„Die gestohlene Jugend“: Erlebte Geschichte zum Nachlesen

Sieben Tage vor seinem 22. Geburtstag ist Karlheinz Schlüsing im Mai 1944 auf der Krim in russische Kriegsgefangenschaft gekommen. Erst im Oktober 1949 kehrte er als 27-Jähriger in seine Heimatstadt zurück. Die Erlebnisse in der Gefangenschaft haben den gelernten Textilkaufmann geprägt und nie wieder losgelassen. In den 1990er Jahren schrieb Schlüsing seine Erinnerungen auf. Eine sehr persönliche Geschichte, die jetzt unter dem Titel „Die gestohlene Jugend“ als Buch erschienen ist.

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Karlheinz Schlüsing hat seine Erlebnisse während der Kriegsgefangenschaft aufgeschrieben. Seine Söhne Jens und Jürgen Schlüsing haben den Zeitzeugenbericht des 2008 verstorbenen Geestemünders jetzt als Buch herausgegeben.

Karlheinz Schlüsing hat seine Erlebnisse während der Kriegsgefangenschaft aufgeschrieben. Seine Söhne Jens und Jürgen Schlüsing haben den Zeitzeugenbericht des 2008 verstorbenen Geestemünders jetzt als Buch herausgegeben.

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Herausgebracht haben das Buch Jens (60) und Jürgen Schlüsing (65), die beiden Söhne des im Dezember 2008 verstorbenen Autors. „Wir haben lange überlegt und viel diskutiert“, sagt Jens Schlüsing, denn eigentlich habe ihr Vater seine Geschichte nur für die Familie aufgeschrieben und für sich vielleicht auch ein Stück Vergangenheitsbewältigung betrieben. Denn die fünfjährige Kriegsgefangenschaft habe ihn sein ganzes Leben lang nie wirklich losgelassen, ergänzt Jürgen Schlüsing. „Er hat immer wieder davon erzählt, vor allen Dingen dann, wenn wir als Kinder unseren Teller nicht leer essen wollten.“ Denn das habe er überhaupt nicht nachvollziehen können, „bei den Entbehrungen, die ihn geprägt haben“.

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