Die Brandruine in Drangstedt zeugt von den schrecklichen Vorfällen in der Neujahrsnacht. 24.000 Euro sind bei der Spendensammlung der Stadt Geestland für die Hinterbliebenen zusammengekommen.

Die Brandruine in Drangstedt zeugt von den schrecklichen Vorfällen in der Neujahrsnacht. 24.000 Euro sind bei der Spendensammlung der Stadt Geestland für die Hinterbliebenen zusammengekommen.

Foto: Andreas Schoener

Die Brandruine in Drangstedt zeugt von den schrecklichen Vorfällen in der Neujahrsnacht. 24.000 Euro sind bei der Spendensammlung der Stadt Geestland für die Hinterbliebenen zusammengekommen.

Heute

Große Hilfsbereitschaft, doch der Schmerz wird bleiben

Yvonne Bahr kämpft mit den Tränen. Allzu präsent sind noch die Bilder von wütenden Flammen und beißendem Rauch, die ihren Mann in der Neujahrsnacht das Leben kosteten und die Familie in Drangstedt aus dem Haus trieb. Immer wieder schlägt sie die Hände vors schmale Gesicht. Als Geestlands Bürgermeister Thorsten Krüger ihr den Scheck in Höhe von 24.000 Euro überreicht, „die gesammelt wurden, weil sich eine ganze Stadt als große Gemeinschaft begreift“, weint die 44-Jährige. „Ich bin so dankbar“, sagt die zierliche Frau leise.

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Es ist einer dieser Augenblicke, die alle still werden lässt, die sich im Büro des Bürgermeisters im Rathaus von Bad Bederkesa eingefunden haben: Sohn Dominik (16), der zur Brandzeit bei Freundin Lilly Hermann in Neuenwalde übernachtet hat, sein kleiner Bruder Peer (7), der mit seiner Mutter in letzter Sekunde aus dem Obergeschoss des Einfamilienhauses in Drangstedt sprang und so dem Flammentod entging. „Es war viel zu heiß geworden“, sagt Yvonne Bahr, die ihren tiefschlafenden Mann nach eigenen Angaben verzweifelt wachzurütteln versuchte. „,Schatz, steh auf, steh auf‘, habe ich geschrien. Aber wir hatten dann einfach keine Zeit mehr.“ Die 44-Jährige senkt den Kopf, schlägt die Hände vors Gesicht. Ihre Eltern, die über den Jahreswechsel zu Besuch waren, konnten aus dem Erdgeschoss ins Freie flüchten – Erinnerungen, die sich für immer einbrennen werden.

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