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Marius Morck, Trainee der NZ-Geschäftsführung zeigt einen Gutschein, den man bei Heimatpräsent erwerben kann.

Marius Morck, Trainee der NZ-Geschäftsführung zeigt einen Gutschein, den man bei Heimatpräsent erwerben kann.

Foto: Arnd Hartmann

Heute

HEIMATPRÄSENT - Wir wollen lokale Läden in der Krise erhalten

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Corona zwingt zurzeit viele Einzelhändler zur Schließung ihres Geschäfts oder zum radikalen Umdenken. Viele Inhaber sind in ihrer Existenz bedroht. Diese Krise hat aber auch eine positive Seite. Sie stärkt das Solidaritäts- und Gemeinschaftsgefühl. In den vergangenen Tagen erreichten uns zahlreiche Meldungen von Bürgern, die ihr Lieblingsgeschäft gerne unterstützen möchten. Dafür haben NORD|ERLESEN, NORDSEE-ZEITUNG, KREISZEITUNG WESERMARSCH und ZEVENER ZEITUNG mit Partnern eine schnelle Lösung entwickelt – um Kunden und lokale Händler, Dienstleister, Gastronomie- und Kulturbetriebe zusammenzubringen. Ab sofort bieten wir unter der Initiative „Heimatpräsent“ ein digitales Gutscheinheft zur Unterstützung der regionalen Geschäfte, um die Vielfalt des Handels erhalten zu können. Jeder, der mitmacht, sorgt jetzt mit den Gutscheinen für Liquidität bei notleidenden Betrieben, auch wenn der Wert erst später eingelöst werden kann.

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Kapitel in diesem Artikel

Wir machen mit

Marc Niemann, Generalmusikdirektor in Bremerhaven: „Die Idee mit dem Gutschein finde ich großartig. Weil es mir immer wichtig war, den örtlichen Einzelhandel zu stärken und nicht gleich bei Amazon zu bestellen, fallen mir gleich eine ganze Reihe Fachhändler ein, die ich mit einem Gutschein unterstützen könnte. Elektroartikel kaufe ich immer regional, wie auch Bücher für meine Tochter. Und zum Essengehen fällt mir sofort das türkische Restaurant ein, in das ich gerne gehe. Am kommenden Sonnabend habe ich Geburtstag, eigentlich wollte ich dort feiern – jetzt könnte ich mir vorstellen, das in zwei, drei Monaten nachzuholen und dann den Gutschein einzulösen. Ich hoffe, das Restaurant beteiligt sich. Auch das marokkanische Restaurant Tajine in der „Bürger“, das bereits mitmacht, wollte ich schon immer mal ausprobieren.“

Stadttheater-Generalmusikdirektor Marc Niemann (von links) mit Tochter Noria (9) und Restaurantinhaber Kenneth Natusch-van Kesteren freuen sich über die Gutscheinaktion der Nordsee-Zeitung.

Stadttheater-Generalmusikdirektor Marc Niemann (von links) mit Tochter Noria (9) und Restaurantinhaber Kenneth Natusch-van Kesteren freuen sich über die Gutscheinaktion der Nordsee-Zeitung.

Foto: Arnd Hartmann

Marjatte Enne.

Marjatte Enne.

Foto: Andreas Schoener

Marjatte Enne (74) aus Bad Bederkesa: „Mein Friseur im Ort ist geschlossen. Da gehe ich immer gerne hin, weil der so gut schneidet. Deshalb würde ich auf dem Portal gern für diesen Friseur einen Gutschein kaufen, um ihn dann einzulösen, sobald das Geschäft wieder geöffnet ist. Es ist ein toller Gedanke, mit einem solchen regionalen Portal alle jene lokalen Händler zu stärken, die derzeit keine Einnahmen haben. Auf diese Weise können wir was Gutes tun.“

Heino Breitlauch.

Heino Breitlauch.

Foto: Andreas Schoener

Heino Breitlauch (75) aus Langen: „Gerade die kleinen Unternehmen haben es in diesen Tagen besonders schwer. Da wird – trotz angekündigtem Hilfsprogramm – sicherlich der eine oder andere in arge Schwierigkeiten geraten. Deshalb finde ich das prima, wenn man als Bürger von hier denen helfen kann, die auch von hier sind. Natürlich kaufe ich auch online ein. Doch ich versuche, die regionalen Anbieter zu stärken. Wenn ich Gutscheine bestellen könnte, wäre das prima. Dann würde ich einen kaufen für meine Buchhandlung und für meine Physiotherapie-Praxis. Denn hier habe ich die Gebrechen eines 75-Jährigen bisher am besten behandeln lassen können.“

Heike Klasen aus Nordholz.

Heike Klasen aus Nordholz.

Foto: privat

Heike Klasen (55) aus Nordholz: „Die Gutschein-Idee für Händler aus unserer Region ist toll. Ich würde mich freuen, wenn meine Geschäfte vor Ort mitmachen. Für meinen Sohn Dominik würde ich beispielsweise einen Gutschein beim Friseur bestellen – quasi als Ostergeschenk. Ist doch schöner als ein Osterei. Für mich würde ich einen Gutschein bestellen bei meinem Bekleidungsgeschäft. Die haben immer so eine tolle Fundgrube. Da findet man bestimmt einen dicken Pullover oder einen Rock für schöne Frühlingstage. Ich finde es grundsätzlich gut, regional einzukaufen, um so die Händler vor Ort zu unterstützen.

Monika Barbi.

Monika Barbi.

Monika Barbi (66) aus Bremerhaven: Ich liebe Innenstädte mit einer abwechslungsreichen und vielfältigen Geschäftsstruktur. Deshalb finde ich es wichtig, die kleinen Unternehmen zu unterstützen. Ich gehe sehr gerne bummeln und ohne die kleinen inhabergeführten Geschäfte würde mir etwas fehlen. Dort entdecke ich immer wieder etwas Besonderes. Meine Bücher kaufe ich sehr gerne in einer kleinen Buchhandlung in Lehe und meine Kosmetik bekomme ich in einem Fachgeschäft für Naturkosmetik. In diesen Geschäften kennt man mich und geht auf mich ein. Die Inhaber haben sich etwas aufgebaut und sind mit Herzblut bei der Sache. Es wäre doch schade, wenn all diese individuellen Läden verschwinden würden. Ich denke, wenn man es sich leisten kann, sollte man diese Geschäfte momentan unterstützen. Ich hoffe, viele Geschäfte machen mit.

Peter Bast.

Peter Bast.

Foto: privat

Peter Bast (69) aus Bremerhaven: Im Laufe der Jahre habe ich viele Inhaber von Cafés und kleinen Geschäften kennengelernt. Das sind alles nette, symphatische Leute, die sich durch harte Arbeit etwas aufgebaut haben. Daher liegt es mir sehr am Herzen, dass sie die Krise überstehen. Wir sollten ihnen in der heutigen Zeit ein Gefühl der Wertschätzung vermitteln und deutlich machen, dass wir an sie glauben. Wenn ich heute einen Gutschein kaufe, unterstütze ich den Laden und mache deutlich, dass ich überzeugt bin, dass er die Krise überstehen wird. Die kleinen Läden bereichern den Alltag und jede Stadt und sie müssen unbedingt erhalten bleiben. Mir persönlich würde im Alltag etwas fehlen. Ohne das „Caspar David“ zum Beispiel könnte ich mir den Theodor-Heuss-Platz nicht vorstellen.

Peter Klett, Vorstandsvorsitzender der Weser-Elbe Sparkasse, unterstützt die Initiative: „Ich gehe jeden Morgen durchs Columbus-Center zur Sparkasse, es ist gespenstisch, die Läden sind zu, Gastronomen haben zu leiden, die Lage ist wirklich ernst.. Jeder Einzelne kann etwas für die Region tun, wenn er zum Beispiel nicht im Versandhandel einkauft, sondern versucht, seinen Bedarf bei regionalen Händlern und Dienstleistern zu decken. Als wir von der Initiative Heimatpräsent hörten, waren wir begeistert, tolle Idee, aus einem einfachen Grund: Wir als Sparkasse sind in der Region verwurzelt, wir haben fast 150.000 Girokunden im Landkreis und in der Seestadt. Ohne unsere Kunden in der Region würde es auch uns als Sparkasse nicht geben. Deswegen ist es ein logischer Schritt, dass wir uns an der Aktion von NORD|ERLESEN und vieler anderer gerne beteiligen.“

Alexandra Wölbling.

Alexandra Wölbling.

Foto: Archiv

Alexandra Wölbling (45) aus Nordenham: „Ich finde es klasse, dass es so eine Plattform in dieser schweren Zeit gibt. Ich habe schon Gutscheine für das Stadtcafé, die Bücherei und ein Modegeschäft gekauft. Gerade zu Ostern ist es toll, dass man Gutscheine für den lokalen Handel kaufen kann. Auch das verschicken per Whatsapp an Verwandte und Freunde, die man nicht besuchen sollte, klappt prima, um ihnen eine Freude zu machen.“

Nele Göckemeyer.

Nele Göckemeyer.

Nele Göckemeyer (24) aus Nordenham: „Ich habe mich sehr auf die Eröffnung des Stadtcafés gefreut. Nun hat die Coronavirus-Pandemie der neuen Betreiberin einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mit den Gutscheinen kann man sie trotzdem unterstützen, das finde ich gut. Auch andere Geschäfte stehen vor einer harten Zeit. Es wäre schade, wenn einige Läden verschwinden würden.“

Adrian Dettmers.

Adrian Dettmers.

Foto: Archiv

Adrian Dettmers (27) aus Nordenham: „Die Idee mit den Gutscheinen finde ich super. So kann man den örtlichen Einzelhandel in der schweren Zeit unterstützen. Wer jetzt schon weiß, dass er neue Kleidung oder ein neues Elektrogerät benötigt, kann jetzt den Gutschein kaufen und ihn einlösen, sobald die Geschäfte wieder öffnen.“

Frank Meyer.

Frank Meyer.

Foto: Archiv

Frank Meyer aus Abbehausen: „Unsere lokale Wirtschaft muss in diesen Tagen und Wochen dringend angekurbelt werden. Ich unterstütze alle Aktionen diesbezüglich. Vor allem die Freiberufler brauchen jetzt jede erdenkliche Hilfe. Aber auch mittelgroße Firmen darf man im Moment nicht im Stich lassen. Ich hoffe, dass die Aktion Heimatpräsent einen Beitrag dazu leisten kann.“

Jürgen Kubenk.

Jürgen Kubenk.

Foto: Archiv

Jürgen Kubenk aus Zeven: „Nicht nur in Corona-Krisenzeiten bedeutet mir der regionale Einkauf sehr, sehr viel. Ein Einkauf vor Ort ist wie ein Besuch bei Nachbarn und Freunden. Es begegnen mir bekannte Gesichter, mit denen man gerne das eine oder andere Wort wechselt. Wer kann den Kunden besser verstehen, als jemand der weiß, was ich wünsche, weil er die meisten seiner Kunden persönlich kennt, weil er dort lebt, wo wir leben. Die regionale Geschäftswelt unterstützt Veranstaltungen, Vereine und regionale Initiativen mit sehr viel Engagement. Unser Vereinsleben braucht die örtlichen Geschäfte. Mit jedem Einkauf und jedem Gaststättenbesuch vor Ort unterstützen wir Bürger auch Brauchtum und Bürgerengagement in unserer Heimat.“

Marco Salomon.

Marco Salomon.

Foto: Salomon

Marco Salomon aus Zeven: „Ich finde, das ist eine sehr schöne und sinnvolle Aktion, um die lokalen Geschäfte in dieser schweren Zeit zu unterstützen. Wie sonst sollen sie diese Zeit ohne Kunden überstehen? Warum nicht jetzt schon an anstehende Geburtstage oder sogar Weihnachten denken und bereits jetzt Gutscheine besorgen – dann hätte man das auch schon einmal erledigt und die Zeit dazu hätte man jetzt“, sagt Marco Salomon, Sportlehrer am Zevener St.-Viti-Gymnasium. Wenn es gewollt sei, dass das Stadtbild mit Restaurants und Fachgeschäften auch nach der Krise so aussieht wie eigentlich gewohnt, sollten nach seiner Auffassung alle Bürger diese Aktion unterstützen. „Meine Frau und ich haben auch schon vorher das Essensabholangebot beispielsweise bei Paulsen wahrgenommen.“

Bernd Siewert.

Bernd Siewert.

Foto: Archiv

Bernd Siewert aus Tarmstedt: Der Vorsitzende des TuS Tarmstedt findet es wichtig, dass die örtlichen Unternehmen unterstützt werden. „Viele Geschäfte mussten jetzt wegen der Coronakrise schließen. Wenn man jetzt Gutscheine von ihnen kaufen kann, um ihnen in dieser schweren Zeit zu helfen, dann ist das eine gute Sache.“ Die Gutscheine können dann ja eingelöst werden, wenn das öffentliche Leben nach und nach wieder in Gang gekommen ist. „Generell ist es ja unabhängig von Corona sehr wichtig, die regionale Wirtschaft zu unterstützen und weiter vor Ort zu kaufen“, so Sievert.

Steffen Brinkmann.

Steffen Brinkmann.

Foto: Brinkmann

Steffen Brinkmann aus Heeslingen: „Diese Aktion finde ich richtig klasse. Es ist eine hervorragende Idee, damit wir insgesamt wieder lokaler denken, und auch lokaler einkaufen“, sagt Steffen Brinkmann, Geschäftsführer von Heimdecor Brinkmann in Heeslingen. „Es ist doch wirklich besorgniserregend, dass bei Amazon aktuell die Umsätze durch die Decke gehen, und die Firmen vor Ort gehen auf der anderen Seite kaputt.“ Die Gesetzgebung zur Unterstützung der Wirtschaft ist in Brinkmanns Augen eine Katastrophe. „Da wird vollmundig versprochen, den Mittelstand zu unterstützen, und dreiviertel der Hilfsanträge wird von den Banken abgelehnt.“

Was ist Heimatpräsent?

Heimatpräsent ist ein digitales Gutscheinheft zur Unterstützung der regionalen Geschäfte, Gastronomen und Dienstleister. Das Portal wächst täglich um neue Geschäfte, die sich beteiligen. Als Kunde können Sie jederzeit, 24 Stunden am Tag, einen digitalen Gutschein für ein dort vertretenes Unternehmen kaufen, auch wenn es zurzeit geschlossen ist oder aufgrund der Corona-Krise unter erheblichem Kundenrückgang und Einnahmeverlusten leidet.

Wie erhält der Händler den Gutscheinwert? Der Gutscheinwert wird den Geschäften binnen kürzester Zeit gutgeschrieben. Somit schafft Heimatpräsent kurzfristig Liquidität bei den Händlern, damit diese noch über Einnahmequellen verfügen und laufende Kosten decken können.

Was muss ich tun? Rufen Sie die Internetseite www.Heimatpräsent.de auf. Entscheiden Sie sich für ein Lieblingsgeschäft, das Sie unterstützen möchten, und wählen Sie einen Gutscheinwert zwischen 10 und 250 Euro aus. Bezahlen Sie einfach und sicher per PayPal oder Kreditkarte. Im Anschluss können Sie den Gutschein per Mail versenden oder ausdrucken. Der Gutschein kann dann, wenn die Geschäfte wieder öffnen, eingelöst werden.

Wie kann ich als Händler bei Heimatpräsent mitmachen? Händler können sich auf der oben genannten Internetseite kostenfrei registrieren und erhalten zeitgleich eine Online-Plattform, die Sie so vielleicht noch gar nicht haben. Und das Wichtigste: Sie bekommen 100 Prozent der Erlöse ausgezahlt –NORDSEE-ZEITUNG, KREISZEITUNG WESERMARSCH und ZEVENER ZEITUNG selbst verdienen damit also kein Geld, sondern wir unterstützen unsererseits die Geschäfte. Den Rücken stärken uns bei der Aktion die Erlebnis Bremerhaven und die Weser-Elbe Sparkasse, denen die Wirtschaft in unserer Heimat genauso am Herzen liegt.

Eine Übersicht der teilnehmenden Geschäfte gibt es hier.

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