Die ehemalige Chefin der Nordsee-Pflege ist wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. Unklar ist, ob sie nun erneut die Haft antreten muss. Foto: Mündelein

Die ehemalige Chefin der Nordsee-Pflege ist wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. Unklar ist, ob sie nun erneut die Haft antreten muss. Foto: Mündelein

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Heute

Haftstrafe für ehemalige Chefin der Nordsee-Pflege um elf Monate erhöht

Die ehemalige Chefin der Nordsee-Pflege ist wegen Steuerhinterziehung in fünf Fällen vom Landgericht Bremen verurteilt worden. Das bisherige Strafmaß von fünf Jahren Haft für Abrechnungsbetrug aus dem Jahr 2016 wurde erhöht auf fünf Jahre und elf Monate. Unklar ist derzeit noch, ob die Angeklagte nun tatsächlich wieder in Haft muss. Ihre bisherige Reststrafe von zwei Jahren war erst im Juli auf Bewährung ausgesetzt worden.

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Wir sehen das selten, dass in einem Steuerverkürzungsverfahren alles vollständig bezahlt wird.
Richterin Monika Schaefer
Für das Strafmaß wurden am Mittwoch mehrere Einzelstrafen zusammengezogen. Und zwar die aus dem Betrugsverfahren aus dem Jahr 2016 und die aus dem aktuellen Verfahren wegen Steuerhinterziehung. Zur Erinnerung: 2016 war die Angeklagte wegen Abrechnungsbetrugs in 918 Fällen zu fünf Jahren Haft, fünf Jahren Berufsverbot und 300.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Jetzt ging es noch um Einkommensteuerhinterziehung in Höhe von 1,44 Millionen Euro aus den Jahren 2011 bis 2015, die die Angeklagte eingeräumt hatte. Weitere Vorwürfe bezüglich der Hinterziehung von Umsatzsteuer und Lohnsteuer in Höhe von rund 50.000 Euro wurden jetzt eingestellt, weil die Strafe – gemessen am Strafmaß für die anderen Vorwürfe – nicht ins Gewicht fallen würde, wie Richterin Monika Schaefer erläuterte.

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