Die Betten in den Bremerhavener Modellwohnungen bleiben derzeit leer.

Die Betten in den Bremerhavener Modellwohnungen bleiben derzeit leer.

Foto: privat

Die Betten in den Bremerhavener Modellwohnungen bleiben derzeit leer.

Heute

Illegale Liebesdienste

„Social Distancing“ gilt seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie auch nach Aufhebung des Lockdown. Geschäfte und Massagepraxen sind wieder geöffnet, Kontaktsportarten wie Judo oder Ringen sind seit Anfang Juli wieder erlaubt, doch das Geschäft mit der käuflichen Liebe in den behördlich konzessionierten Betriebsstätten wie Modellwohnungen oder Bordellen ist noch untersagt. „Ein klarer Verstoß gegen das Gleichheitsgebot im Grundgesetz“, findet Holger Rettig, Vorsitzender des Unternehmerverbandes Erotikgewerbe Deutschland (UEDG). Er macht sich Sorgen, denn viele Prostituierte arbeiten derzeit illegal und ohne Schutz, um über die Runden zu kommen.

Kreis-Icon-Nordstern
„Wir haben bereits Mitte Mai an sämtliche Landesregierungen als Dialogangebot unser Infektionsschutzkonzept übergeben, das eine stufenweise Lockerung des Prostitutionsverbotes vorsieht. Aber die politischen Spitzen tun sich schwer, weil mit dem Thema keine Blumentöpfe zu gewinnen sind. Unsere Branche wird vielmehr wie ein Schwarzer Peter von einem Ministerium zum nächsten weitergereicht, weil keine Landesregierung die erste sein will, die Bordelle wieder öffnet“, ist Rettig überzeugt. „Es droht ein dramatischer Schwund legaler Arbeitsplätze, die den räumlichen, hygienischen, gesundheitlichen sowie Sicherheitsstandards des seit drei Jahren gültigen Prostituiertenschutzgesetzes entsprechen. Viele Frauen gehen ihrem Gewerbe jetzt illegal nach. Mehr und mehr übernimmt das kriminelle Milieu die Organisation. Der Bremer Senat muss endlich seiner sozialpolitischen Verantwortung gerecht werden. Die Betriebe können Hygiene, und die Einhaltung der Regeln kann jederzeit behördlich überprüft werden.“ Diesen Aspekt verneint auch Ronny Möckel, Leiter des Gesundheitsamtes in Bremerhaven, nicht. „Zurzeit sind die Damen vom Radar verschwunden, aber sobald wir eine politische Freigabe erhalten, können wir aktiv werden und prüfen, ob die Vorgaben aus dem vorliegenden Hygienekonzept von den Betreibern erfüllt werden. Bis dahin sind uns die Hände gebunden.“

#WirFürDenNorden

Gemeinsam durch die Krise - mit Fakten statt Fake

Seit 125 Jahren sind wir für die Region da.
Wir informieren über neueste Nachrichten und lokale Ereignisse.

Mit NORD|ERLESEN bieten wir ein Digital-Magazin für Lokales, Land, Leute und Lifestyle. Tauche ein in hochwertige Reportagen, regionale Ereignisse, hilfreiche Ratgeber u. v. m.

Sichere Dir den Zugang zu den exklusiven NORD|ERLESEN-Premium-Inhalten.

Du willst gratis weiterlesen ?

Gib einfach deine E-Mail-Adresse ein und lies einmalig kostenlos.

Der Nutzung Deiner Daten kannst Du jederzeit widersprechen. Weitere Hinweise findest Du unter Datenschutz.
30 Tage-Test*
kostenlos
  • Icon Haken Zugriff auf alle exklusiven NORD|ERLESEN-Inhalte
  • Icon Haken Nutzung auf allen Geräten - Mobil, Web, Tablet
* Nach der 30-tägigen Testphase endet das Abonnement. Auf Wunsch kann in das Einzelabo übergegangen werden.
Einzelabo*
7,90€ / Mnt. statt 14,90€
  • Zugriff auf alle exklusiven NORD|ERLESEN-Inhalte
  • Nutzung auf allen Geräten - Mobil, Web, Tablet
  • jederzeit monatlich kündbar
* Wird jeden Monat automatisch verlängert. Jederzeit monatlich kündbar. Ab dem 1.10.2020 14,90 € / Monat.
Print- & ePaper-Abonnenten*
kostenlos
  • Icon Haken Zugriff auf alle exklusiven NORD|ERLESEN-Inhalte
  • Icon Haken Nutzung auf allen Geräten - Mobil, Web, Tablet
* Für Abonnenten der NORDSEE-ZEITUNG, der KREISZEITUNG WESERMARSCH & der ZEVENER-ZEITUNG.
nach Oben
Du schaust dir gerade an.
  • Autor kontaktieren