Projektleiter Dr. Reinhard Saborowski füttert Geißelgarnelen mit Futterpellets, die aus Krabbenschalen gewonnen wurden.

Projektleiter Dr. Reinhard Saborowski füttert Geißelgarnelen mit Futterpellets, die aus Krabbenschalen gewonnen wurden.

Foto: Lothar Scheschonka

Heute

In Krabbenpulresten steckt großes Potential

In der Nordsee gefangen, werden die meisten Krabben nach einer langen Reise im afrikanischen Marokko gepult. Doch das beliebte Fleisch, das auf dem Brötchen landet oder das Rührei krönt, macht nur ein Drittel der Tierchen aus. Die Pulreste werden nicht weiter verwertet. Ressourcenverschwendung, dachte sich Dr. Reinhard Saborowski und entwickelte ein Forschungsprojekt. Daraus könnte eine Nachhaltigkeitsgeschichte werden – samt neuer Perspektiven für Fischer.

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Bis zu 40.000 Tonnen Krabben würden pro Jahr an der Nordsee-Küste zwischen den Niederlanden und Dänemark gefangen, gekocht und angelandet. Ein Großteil davon würde anschließend per Lastwagen bis nach Marokko gekarrt, wo die Krabben von Hand gepult werden. Die Ausbeute von etwa 12.000 Tonnen Krabbenfleisch würde dann wieder zurücktransportiert, alles andere als Abfall entsorgt. Für den Hin- und Rücktransport legten hochgerechnet pro Woche bis zu 40 Lkw jeweils rund 6.000 Kilometer zurück.

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