Auf der Baustelle für das neue Wohnprojekt der Lebenshilfe Bremervörde/Zeven wird auch in Zeiten der Corona-Krise fleißig weitergearbeitet. Die Wände für die Wohnhäuser wachsen stetig in die Höhe.

Auf der Baustelle für das neue Wohnprojekt der Lebenshilfe Bremervörde/Zeven wird auch in Zeiten der Corona-Krise fleißig weitergearbeitet. Die Wände für die Wohnhäuser wachsen stetig in die Höhe.

Foto: Kurth

Auf der Baustelle für das neue Wohnprojekt der Lebenshilfe Bremervörde/Zeven wird auch in Zeiten der Corona-Krise fleißig weitergearbeitet. Die Wände für die Wohnhäuser wachsen stetig in die Höhe.

Heute

In Zeven gibt es keine
Baupause in der Corona-Krise

In den Unternehmen in und um Zeven dominiert derzeit die Arbeit im sogenannten Homeoffice. Ganz anders sieht es auf den großen Baustellen im Stadtgebiet aus. Dort wird an frischer Luft fleißig weitergearbeitet. Einige der neuen Wohngebäude stehen bereits kurz vor der Fertigstellung und werden noch in diesem Jahr bezugsfertig sein. Bei anderen ist zumindest das Ende der Rohbau-Phase in Sicht. Wir haben uns mal umgehört.

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Im Blickpunkt steht für viele Zevener das Groß-Projekt der Lebenshilfe Bremervörde/Zeven an der Straße Auf dem Quabben. Schließlich soll dort Ende April mit der Sanierung der Fahrbahn und der Kanalisation begonnen werden. „Durch die intensiven Regenfälle im Januar und Februar hängen wir im Zeitplan etwas hinterher. Insgesamt bin ich mit der Entwicklung auf der Baustelle aber durchaus zufrieden“, sagte Lebenshilfe-Geschäftsführer Volker Wahlers gegenüber NORD|ERLESEN.

Vor allem mit dem Informationsfluss aus dem Zevener Rathaus ist Wahlers bislang sehr zufrieden. „Wir gehen davon aus, dass die getroffenen Vereinbarungen auch eingehalten werden. Dann wird unsere Baustelle durch den Beginn der Sanierungsarbeiten nicht beeinträchtigt werden. Wenn es damit losgeht, soll es ja auch wöchentliche Baubesprechungen geben, dann wird das schon alles reibungslos verlaufen.“

Zwischen Molkereistraße und Mückenburg werden unter dem Projektnamen „Wohnen am Klostergang“ drei große Mehrfamilienhäuser gebaut. Das erste Gebäude dürfte im zweiten Quartal bezugsfertig sein, die zwei weiteren folgen möglicherweise noch in diesem Jahr.

Zwischen Molkereistraße und Mückenburg werden unter dem Projektnamen „Wohnen am Klostergang“ drei große Mehrfamilienhäuser gebaut. Das erste Gebäude dürfte im zweiten Quartal bezugsfertig sein, die zwei weiteren folgen möglicherweise noch in diesem Jahr.

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26 neue Wohnungen und vier Wohngruppen

Auf dem 5500 Quadratmeter großen Grundstück am Quabben realisiert die Lebenshilfe Bremervörde/Zeven ihr erstes Wohnprojekt in der Stadt. In etwa eineinhalb Jahren – Volker Wahlers spricht vom Sommer 2021 – werden dort 26 Bewohner auf jeweils 17 Quadratmetern ihr neues Zuhause finden. Hinzu kommen noch vier Wohngruppen. Darüber hinaus sind Räume für die Tagesbetreuung von bis zu 20 Personen, ein Werkstattladen an der Straßenfront und Büros für Mitarbeiter der Lebenshilfe vorgesehen. Die Gebäude werden über rund 3000 Quadratmeter Nutzfläche verfügen.

„Wir hoffen natürlich, dass es im Zuge der Corona-Krise keine großen Verwerfungen im Zusammenhang mit diesem Großprojekt gibt. Aber wir sind da aktuell eher optimistisch, auf der Baustelle geht es noch zügig voran“, so der Lebenshilfe-Geschäftsführer abschließend.

Gebäude am Kattrepel zum 1. Dezember fertig?

Deutlich weiter ist die Firma Riepshoff mit ihrem neuen Gebäude am Kattrepel im Herzen der Stadt Zeven. Auf dem direkt an der Aue gelegenen Gelände der früheren Alten Gerberei werden derzeit auf drei Etagen 18 neue Einheiten errichtet. Die neuen Wohnungen sind zwischen 55 und 94 Quadratmeter groß und über einen Fahrstuhl komplett barrierefrei zu erreichen.

Nach Angaben des Bauherren ist bereits über die Hälfte der Wohnungen verkauft, die zum 1. Dezember bezugsfertig sein sollen – nach aktueller Planung. Allerdings hätten Käufer und Interessenten bereits Verständnis dafür signalisiert, dass es möglicherweise noch zu Verzögerungen kommen könnte, die derzeit noch nicht absehbar seien.

„Wohnen am Klostergang“ fast fertig

Das erste von drei Gebäuden des Projekts „Wohnen am Klostergang“, zwischen Molkereistraße und Mückenburg gelegen, ist kurz vor der Fertigstellung. Wie Volksbank-Mitarbeiter Jürgen Bredehöft berichtet, ist das erste von drei Häusern fast fertig. Es wird sechs Wohnungen umfassen, die noch folgenden zwei weiteren Gebäude sind auf jeweils sieben Wohneinheiten ausgelegt.

Die Bauarbeiten für das imposante Wohnhaus am Kattrepel – unser Bild zeigt eine Ecke des Gebäudes aus der Perspektive vom Regenrückhaltebecken gesehen – sind bereits in der Endphase. Auch dieses 18-Parteien-Haus soll in Kürze bezugsfertig sein.

Die Bauarbeiten für das imposante Wohnhaus am Kattrepel – unser Bild zeigt eine Ecke des Gebäudes aus der Perspektive vom Regenrückhaltebecken gesehen – sind bereits in der Endphase. Auch dieses 18-Parteien-Haus soll in Kürze bezugsfertig sein.

Foto: Kurth

„Haus 1 kann im Sommer auf jeden Fall bezogen werden, für Haus 2 wurde bereits der Grundstein gelegt. Und auch das dritte Gebäude soll noch in diesem Jahr fertig werden“, sagte Bredehöft im Gespräch mit NORD|ERLESEN. Auch diese attraktive Wohnlage in der Nähe des Stadtparks zieht offenbar schnell Käufer an, laut Bredehöft ist ein erheblicher Teil der Wohnungen bereits verkauft worden.

Corona trifft auch den Bau

Selbstverständlich ist es offenbar nicht, dass hier in Zeven so einfach weitergebaut wird. „Corona trifft auch den Bau hart. Das Abstandhalten macht die Hand-in-Hand-Arbeit nicht leichter, ist aber ein Muss. Trotzdem zeigt sich die Bauwirtschaft bislang insgesamt deutlich immuner gegen die Krise als viele andere Branchen“, erzählt Inge Bogatzki von der IG BAU.

Die Gewerkschafterin appelliert aber auch an die Arbeitgeber, die strikte Einhaltung der Hygiene-Regeln sicherzustellen. Frühstücksrunden im Baucontainer seien aktuell ebenso tabu wie die Fahrt zur Baustelle im voll besetzten Wagen. Jedes Unternehmen müsse hier seinen eigenen Pandemie-Plan erstellen.

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