Eine Frau sitzt mit Astrologie-Karten an einem Tisch.

Inge Sandelmann-Krämmer ist als Bremerhavener Kartenlegerin und Astrologie-Kundige bekannt.

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Inge Sandelmann-Krämmer ist als Bremerhavener Kartenlegerin und Astrologie-Kundige bekannt.

Heute

Kartenlegerin: Das bringt das nächste Jahr

In fröhlicher Runde Blei gießen und herumorakeln – die Frage, was die Zukunft bringt, hat Silvester Konjunktur. Wegen der Pandemie dürfte der Party-Spaß indes weitgehend ausfallen. Inge Sandelmann-Krämmer einen Blick in die Sterne und in die Karten geworfen. „Es wird anstrengend“, sagt die Bremerhavener Kartenlegerin und Astrologie-Kundige über das neue Jahr. „Aber es lohnt sich.“

Kreis-Icon-Nordstern

Zwar hält nicht jeder Mensch Planeten- oder Kartenkonstellationen für geeignete Werkzeuge, um daraus die Zukunft abzulesen. Für Inge Sandelmann-Krämmer stehe das Jahr 2021 jedoch unter der Regentschaft von Saturn.

Eigentlich beginnt das Jahr aus astrologischer Sicht erst im März. Aber: „Saturn wirkt vor und später auch noch nach.“ Deswegen bekomme der Mensch seine Auswirkungen auch bereits jetzt zu spüren: „Saturnjahre werden schon seit ewigen Zeiten als Prüfungsjahre bezeichnet“, erläutert Inge Sandelmann-Krämmer, was es mit so einem Saturn-Jahr auf sich habe. „Alles gerät auf den Prüfstand. Was nicht tragfähig ist, zerbricht.“

Wer also bislang noch in einer unglücklichen Partnerschaft vor sich hin dümpelt, darf 2021 darauf hoffen, diesen Ballast loszuwerden. Wer in seinem Job unzufrieden ist, bekommt vielleicht den entscheidenden Stups, sich etwas Neues zu suchen – wenn es nach Saturn geht jedenfalls.

Ein neues Wertesystem

Hinzu komme, dass Saturn und Jupiter beide im Sternzeichen Wassermann stünden: „Diese Konstellation hatten wir ewig nicht“, sagt Inge Sandelmann-Krämmer und verrät, dass etliche Astrologen mit dieser Kombination den Beginn einer neuen Ära verbinden. „Diese Entwicklung beginnt jetzt und wird sich wohl bis zum Jahr 2030 hinziehen.“ Wenn sie abgeschlossen sei, werde das Werte-System der Menschen ein völlig anderes sein.

„Corona ist hier so etwas wie ein Brandbeschleuniger“, sagt die Frau, die Menschen in Bremerhaven seit mehr als 40 Jahren die Zukunft aus den Karten liest. Sie kommt dabei zu deutlich konkreteren Voraussagen, als sie vom Bleigießen zu erwarten wären. „Das zwischenmenschliche Miteinander, Wertschätzung der Natur und Ressourcen werden die maßgeblichen Werte. Materialismus und unreflektierte Technologie-Gläubigkeit werden der Vergangenheit angehören“, ist Sandelmann-Krämmer überzeugt. „Das Thema Eigenverantwortlichkeit wird immer wichtiger.“

Schlachtruf für die Zukunft

Die Menschen würden auch in gesundheitlichen Belangen viel mehr darauf achten, sich gesund und nachhaltig zu ernähren und zu verhalten. „Bleiben Sie gesund, geben sich momentan viele Menschen mit auf den Weg. Das könnte man fast einen Schlachtruf nennen, der für die Zukunft gilt“, sagt Inge Sandelmann-Krämmer. „Immer mehr Menschen werden wieder selber Obst und Gemüse anbauen wollen oder aber auf Erzeugnisse aus der heimischen Natur zurückgreifen.“ Vor allem die jüngeren Generationen werden diesen Lebensstil für sich wählen. „Und vorantreiben.“

Coronabedingte Isolation

Die Innenstädte würden sich grundlegend wandeln und ein wenig an den Charakter der Marktplätze im Mittelalter erinnern, meint Sandelmann-Krämmer. „Es wird viele mobile Künstler und Händler geben, die ihre Erzeugnisse anbieten. Die Innenstädte werden wieder vor allem auch zu Orten der Begegnung. Soziale Kontakte werden den Menschen immer wichtiger“, sagt sie. „Der Blick geht künftig weg vom Handy, hin zum Gegenüber.“ Die coronabedingte Isolation mache dieses Bedürfnis bereits jetzt bei vielen Menschen überdeutlich.

Apropos Corona – können die Sterne auch hier eine Perspektive anzeigen? „Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis die Infektions-Zahlen zurückgehen. Ungefähr bis Ostern“, interpretiert Sandelmann-Krämmer das Geschehen am Firmament. Einigermaßen stabile Zahlen sieht sie erst für den kommenden Herbst. „Mit den Nachwirkungen werden wir aber noch bis zu eineinhalb Jahren zu tun haben. Die Folge-Wirkungen der Erkrankungen werden sehr vielschichtig sein und den Menschen ein großes Maß an bewusstem Umgang mit sich und ihrer Gesundheit abverlangen.“

Enorme Entwicklungschancen

Und die generellen Umwälzungen des gesellschaftlichen Wertesystems, die in 2021 ihren Auftakt nähmen, würden auch immer wieder zu gesellschaftlichen Auseinandersetzungen führen. „Einige haben Angst vor der Veränderung. Insbesondere diejenigen, für die der Materialismus und das Konsumieren ihre Werte ausmachen.“ Auf der anderen Seite stehe die wachsende Schar derer, deren Bewusstsein sich wandelt. Die ihre Verantwortung anerkennen gegenüber der Natur, der Umwelt, sich selbst und ihren Mitmenschen. „Insgesamt bietet das Jahr 2021 trotz aller Mühen und Geduld auch enorme Entwicklungschancen für alle, die es sich trauen, andere Wege auszuprobieren.“

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