Trotz Coronavirus dichtes Gedränge am Frankfurter Flughafen noch am 21. März: Steffen Schindler hat den Moment auf diesem Foto festgehalten. Da diskutierte Deutschland schon intensiv über Ausgangssperren.

Trotz Coronavirus dichtes Gedränge am Frankfurter Flughafen noch am 21. März: Steffen Schindler hat den Moment auf diesem Foto festgehalten. Da diskutierte Deutschland schon intensiv über Ausgangssperren.

Foto: Steffen Schindler

Heute

Keine Schutzmaßnahmen am Flughafen: „Ich war entsetzt“

Es ist der 21. März 2020. Als Steffen Schindler am Frankfurter Flughafen seinen Fuß auf deutschen Boden setzt, hat er das Gefühl, ein Entwicklungsland zu betreten. Dabei hat er mit Südafrika gerade eines verlassen. Aus seiner Sicht eine verkehrte Welt in Zeiten von Corona: keine Schutzmaßnahmen am Frankfurter Flughafen, stattdessen dichtes Gedränge überall. Offenbar kein Einzelfall. Inzwischen betonen alle deutschen Flughäfen, umfangreiche Schutzmaßnahmen umzusetzen, so auch der Bremer Airport. Ein Rückblick auf mögliche Versäumnisse in der Krise.

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Als Steffen Schindler das Flughafengebäude verlässt, braucht er einen Moment, um sich zu sammeln. So geschockt ist er von dem, was er erlebt hat: ein proppevoller Flieger, beim Landeanflug auf Frankfurt keinerlei Informationen zum Coronavirus, keine Lautsprecheransagen zu Schutzmaßnahmen, keine Abstandsmarkierungen, keine Handschuhe beim Bodenpersonal, dafür Menschentrauben bei den Passkontrollen. Die Flughafen-Mitarbeiterin habe Hunderte von Pässen ohne Handschuhe angefasst und weitergereicht. „Ich habe versucht zu warten, bis sich die Schlange abgebaut hat“, sagt Schindler, ein ehemaliger Verlagsgeschäftsführer aus dem hessischen Marburg. „Doch das war nicht möglich, denn dann kam der nächste Flieger, und das ganze Thema ging von vorne los.“ Was bleibt, ist Kopfschütteln und die Gewissheit, dass er da jetzt durch muss. „Ich war echt entsetzt“, sagt der 52-Jährige, der in den Wintermonaten in Kapstadt aus Liebe zum Wassersport seine zweite Heimat gefunden hat.

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