Die Wissenschaftler Morven Muilwijk und Kirstin Schulz (hinten) bewegen sich über die Scholle und ziehen einen sogenannten Pulka hinter sich her. Die Expeditionsteilnehmer, die jetzt in der Arktis sind, erleben das Schmelzen der Scholle hautnah mit.

Die Wissenschaftler Morven Muilwijk und Kirstin Schulz (hinten) bewegen sich über die Scholle und ziehen einen sogenannten Pulka hinter sich her. Die Expeditionsteilnehmer, die jetzt in der Arktis sind, erleben das Schmelzen der Scholle hautnah mit.

Foto: Lianna Nixon/Alfred-Wegener-Institut

Die Wissenschaftler Morven Muilwijk und Kirstin Schulz (hinten) bewegen sich über die Scholle und ziehen einen sogenannten Pulka hinter sich her. Die Expeditionsteilnehmer, die jetzt in der Arktis sind, erleben das Schmelzen der Scholle hautnah mit.

Heute AWI

Kinderstube der „MOSAiC“-Scholle lokalisiert

Die Neusibirischen Inseln sind der Entstehungsort der „MOSAiC“-Scholle: Im Dezember 2018 hat sich vor der Inselgruppe, die die Ostsibirische See und die Laptewsee nördlich von Sibirien voneinander trennt, das Meereis gebildet, mit dem das Forschungsschiff „Polarstern“ durch die Arktis treibt. Sedimente, kleine Steinchen und Muscheln, die in das Meereis eingebaut wurden, kommen jetzt, wo es um die „Polarstern“ herum schmilzt, überall zum Vorschein. Dr. Thomas Krumpen nennt es „Muscheleis mit Steinchen“.

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Er ist Meereisphysiker am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und Erstautor einer wissenschaftlichen Studie, die heute in der Fachzeitschrift „The Cryosphere“ veröffentlicht wird. Das „schmutzige Eis“, sagen er und seine Kollegen, sei ein immer seltener werdendes Phänomen, da heutzutage der größte Teil schmilzt, bevor es überhaupt in die zentrale Arktis gelangen kann. Die „MOSAiC“-Scholle hatte bereits rund 1200 Seemeilen im Zickzackkurs zurückgelegt, als die „Polarstern“ am 4. Oktober 2019 bei 85 °Nord und 137 °Ost festmachte und die Drift durchs Nordpolarmeer begann.

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