In Loxstedt werden Lärmschutzwände gebaut, wie hier am Bahnübergang Hohewurthstraße.

In Loxstedt werden Lärmschutzwände gebaut, wie hier am Bahnübergang Hohewurthstraße.

Foto: Bohn

In Loxstedt werden Lärmschutzwände gebaut, wie hier am Bahnübergang Hohewurthstraße.

Heute

Lärmschutz ist fast fertig

Die Arbeiten an der Bahnstrecke Bremerhaven–Bremen sind weit gediehen. Hier arbeitet die DB Netz an Lärmschutzwänden und Gleisen. An diesem Wochenende sollen die Lärmschutzwände in Loxstedt in Fahrtrichtung Bremerhaven fertiggestellt werden. Dann wechseln die Arbeiten auf das gegenüberliegende Gleis.

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„Trotz der widrigen Wetterverhältnisse ist aktuell der Bauablauf nicht gefährdet“, sagt eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Ende April sollen alle Arbeiten abgeschlossen, die Bahnstrecke wieder frei sein. An drei Stellen in der Ortschaft Loxstedt sind die Lärmschutzwände im Rahmen des freiwilligen Bundesprogrammes „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ errichtet worden: Am Wedenberg, an der Hohewurthstraße und am ehemaligen Bahnübergang im Ortsteil Hohewurth.

Die Lärmschutzwände werden mit fünf bis sechs Meter langen Stahlrohren mit einem Durchmesser von 51 Zentimetern im Boden verankert. In diese Rohre werden Stahlpfosten einbetoniert. Zwischen diesen Betonpfosten werden Stahlsockelelemente bis zur Oberkante Schiene eingebaut. Darauf kommen die eigentlichen Lärmschutzelemente aus Aluminium.

Materialanlieferung von der Straße aus

Für die Arbeiten wurden bis zu fünf sogenannte Zweiwegebagger eingesetzt – also Bagger, die sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene fahren können. Die Anlieferung der Materialien erfolgt von der Straße aus über die eingerichteten Baustellen. „Wir haben die Arbeiten so optimiert, dass sich Teilarbeiten überlappen“, sagt die Bahnsprecherin. Die Arbeiten – Einbau der Gründungen und Stahlpfosten und das Einheben der Elemente – fänden teilweise gleichzeitig statt.

Ohne Einschränkungen im Schienenverkehr geht das aber nicht. Insbesondere an den Wochenenden wird zwischen Lübberstedt und Bremerhaven eines der beiden Gleise gesperrt. Über das andere läuft der gesamte Zugverkehr – neben den Zügen des Personenverkehrs von Nordwestbahn und DB Regio auch noch der gesamte Güterverkehr von und nach Bremerhaven. Die Strecke ist immerhin die „Lebensader“ des Seehafens, der ein bedeutender Eisenbahnhafen ist. Mehr als die Hälfte des Containerumschlags und 80 bis 85 Prozent der Autos werden nach Angaben der Hafengesellschaft Bremenports per Bahn befördert.

Schwierigkeit: Zwischen Stubben und Wulsdorf ist nur ein eingleisiger Zugebetrieb möglich

Eine knifflige Aufgabe für die Deutsche Bahn – denn auf der Strecke Stubben–Wulsdorf gibt es keine Weichen mehr, die den Übergang von einem zum anderen Gleis ermöglichen würden. Somit kann hier der Zugbetrieb auf der gesamten Strecke nur eingleisig erfolgen. Das hat Auswirkungen auf die Fahrpläne. Teilweise ersetzen Busse die Personenzüge. „Die Fahrpläne für die Güterzüge werden bei Bauarbeiten individuell von den Disponenten auf den Stellwerken angepasst“, erläutert die Bahnsprecherin. Eine fordernde Aufgabe, bei der nicht immer alles reibungslos läuft, was sich dann in Verspätungen bei den Personenzügen bemerkbar macht – sehr zum Verdruss der Fahrgäste, die an den Bahnhöfen warten.

Die Einschränkungen werden den Bahnpendlern auch vorerst weiter erhalten bleiben. Zwar sollen an diesem Wochenende die Arbeiten an drei der vier Lärmschutzwände beendet werden. Aber auf der gegenüberliegenden Seite wird in Loxstedt ebenfalls noch eine zwei Kilometer lange Lärmschutzwand gebaut. Auch hiefür muss wieder teilweise ein Gleis gesperrt werden. Pendler sollten sich immer vorher informieren, auf welchem Gleis ihr Zug fährt.

Gleise werden ersetzt

Doch mit der Fertigstellung der Lärmschutzwände sind die Arbeiten an der Strecke noch nicht beendet. Denn zwischen Oldenbüttel und Bremerhaven-Lehe werden nach Angaben von DB Netz rund 8,5 Kilometer Gleise erneuert. „Derzeit laufen Vorarbeiten. Die eigentlichen Gleisbauarbeiten finden erst ab dem 8. April statt“, sagt die Bahnsprecherin.

Die Bauarbeiten sind umfangreich.

Die Bauarbeiten sind umfangreich.

Foto: Bohn

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