Die Bürgerschaft diskutierte über den richtigen Weg beim Impfen gegen das Coronavirus.

Die Bürgerschaft diskutierte über den richtigen Weg beim Impfen gegen das Coronavirus.

Foto: Ingo Charton/Bürgerschaft

Die Bürgerschaft diskutierte über den richtigen Weg beim Impfen gegen das Coronavirus.

Heute

Land Bremen: Impfdebatte um Hausarztpraxen

Jeden Tag werden im Land Bremen rund 3000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. „Das ist zu wenig“, sagte Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) am Mittwoch in der Bürgerschaft. Die FDP hatte eine Aktuelle Stunde zum Thema Impfen beantragt. In der vierten Aprilwoche werde mehr Impfstoff erwartet, kündigte Bernhard an.

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Es gibt bislang viel zu wenig Impfstoff, und beim Impfen muss es deutlich schneller vorangehen, darin waren sich die Redner aller Fraktionen einig. Alle wollen auch die Hausärzte beim Impfen einbinden, jedoch unterschiedlich schnell. Der FDP-Bürgerschaftsabgeordnete Magnus Buhlert kritisierte, dass beim Bund-Länder-Impfgipfel am vergangenen Freitag über die genaue Impfdosen-Verteilung zwischen Impfzentren und Hausarztpraxen entschieden worden war: „Man muss schauen, wie man es vor Ort am besten hinbekommt, möglichst viele Menschen zu impfen. Zentrale Vorgaben nützen gar nichts.“ Damit unterstützte er die Position des rot-grün-roten Senats. Bernhard hätte es gerne gesehen, wenn vor der Einbindung der Hausärzte zunächst die zweite Priorisierungsgruppe mit vielen Vorerkrankten in den Impfzentren weitgehend durchgeimpft worden wäre - das habe sich aber auf Bundesebene nicht durchsetzen lassen. Obwohl viele Hausärzte beim Impfen gerne mitmachen wollten, habe sie auch kritische Mediziner gehört, die den Entscheidungsdruck fürchteten, welche ihrer Patienten die Impfungen zuerst bekommen sollten, sagte Bernhard. Daneben gebe es viele Ärzte, die für sich in Anspruch nehmen wollten, über die Impfreihenfolge zu entscheiden. Das gehe aber nicht, die Vorgaben der Ständigen Impfkommission müssten eingehalten werden, betonte Bernhard. Außerdem habe nicht jeder Patient eine enge Hausarztbindung - diese Menschen würde man über das Impfzentrum besser erreichen können. Viel Impfstoff gibt es für die Hausarztpraxen zunächst ohnehin nicht: Ab dem 6. April werde jeder Hausarzt pro Woche gerade mal 20 Impfdosen verimpfen können, weil vorher nicht mehr Impfstoff zu bekommen sei, machte Bernhard deutlich. In der vierten Aprilwoche werde das Kontingent der Impfdosen für Ärzte aber deutlich steigen. „Niemand hat gesagt, dass die Hausärzte nicht eingebunden werden sollen“, stellte Bernhard klar.

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