Wer auch im Alter zu Hause wohnen bleiben möchte, muss altersgerecht umbauen.

Wer auch im Alter zu Hause wohnen bleiben möchte, muss altersgerecht umbauen.

Foto: dpa-tmn

Wer auch im Alter zu Hause wohnen bleiben möchte, muss altersgerecht umbauen.

Heute

Lebensabend im eigenen Zuhause

Was passiert, wenn plötzlich eine größere Sanierung oder ein altersgerechter Umbau nötig wird? Lösungen bieten alle Kreditinstitute durch individuelle Beratung. Die Allianz Versicherung richtet sich mit einem speziellen Darlehen direkt an über 60-Jährige.

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Experten raten grundsätzlich dazu, sich rechtzeitig damit zu beschäftigen, wie man im Alter leben möchte, und auch eine Absicherung für den Pflegefall zu treffen. Laut einer Studie des Umfrageinstituts Yougov im Auftrag der Allianz haben sich aber nur drei von vier Deutschen bereits ernsthaft darüber Gedanken gemacht, und nur ein Drittel der über 65-Jährigen hat eine finanzielle Absicherung für den Pflegefall. Zudem gaben 77 Prozent der älteren Immobilienbesitzer in der Umfrage an, dass ihre Immobilien nicht barrierefrei sind.

Ziel: Immobilienverkauf im Alter vermeiden

Darauf aufbauend hat die Allianz die Best-Ager-Finanzierung entwickelt. Dabei soll nach Angaben der Versicherung erreicht werden, dass Kunden ihre Immobilie – Haus oder Eigentumswohnung – im Alter nicht verkaufen müssen und sich trotzdem eine entsprechende Versorgung, einen Umbau oder einfach etwas Besonderes leisten können. „Die Finanzierung setzt dabei auf eine möglichst geringe monatliche Belastung“, erläutert Norbert Blank von der Allianz Generalvertretung NMS Blank. So kann ein Tilgungssatz von einem oder sogar null Prozent gewählt werden – oder später bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit auf Null gesetzt werden. So werden dann nur noch die Zinsen fällig.

„Es ist ein extrem flexibles Darlehen“, sagt auch Soenke Blank, wie sein Vater Norbert Geschäftsführer von NMS Blank. Er verweist zudem darauf, dass das Darlehen nicht zu Lebenszeiten zurückgezahlt werden muss: „Beim Tod können der hinterbliebene Darlehensnehmer oder die Erben das Darlehen ohne Vorfälligkeitsentschädigung zurückzahlen oder die Finanzierung wahlweise fortführen.“

Die weiteren Bedingungen

Doch es gibt auch Bedingungen, wie NMS-Blank-Kundenbetreuerin Miriam Oesch erläutert: „Die Immobilie sollte möglichst schuldenfrei sein“, sagt sie. Eine weitere Bedingung: Eine monatliche Mindestrente von 700 Euro müsse gegeben sein. Die mögliche Höhe des Darlehens richte sich nach dem Wert der Immobilie, sagt Miriam Oesch.

„Wir verlangen allerdings keinen Nachweis, was mit dem Geld passieren soll“, betont Norbert Blank. So müsse es beispielsweise nicht in einen altersgerechten Umbau investiert werden. „Man kann auch seinen Lebensstandard aufbessern, auf Weltreise gehen, den Enkeln einen Wunsch erfüllen oder einen Teil des Kapitals als Einmalbeitrag in eine Pflegerente fließen lassen“, meint Norbert Blank.

Auch Banken und Sparkassen in der Region haben Angebote für Senioren. Sie setzen allerdings nicht auf ein festes Produkt, sondern auf individuell angepasste Lösungen.

Langfristige Finanzierungsentscheidung

„Eine umfassende und auf die individuellen Kundenbedürfnisse ausgerichtete Beratung sehen wir als Grundvoraussetzung für eine langfristige Finanzierungsentscheidung. Im Vordergrund steht immer ein für den Kunden tragfähiges Finanzierungskonzept“, sagt ein Sprecher der Deutschen Bank. Er unterstreicht zudem, dass es keine feste Altersobergrenze für eine Kreditvergabe gebe. „Die Finanzierung von Renovierungen oder eines altersgerechten Umbaus einer Bestandsimmobilie ist grundsätzlich auch im Rentenalter möglich“, sagt er.

Die Volksbank Bremerhaven-Cuxland verweist darauf, dass sie eine Genossenschaftsbank ist. „Daher bieten wir unseren Kunden stets ganzheitliche Konzepte aus unserem Haus und von unseren Verbundpartnern an, die ganz gezielt auf die individuellen Kundenwünsche zugeschnitten sind“, erläutert Sprecherin Julia Przybilowski. Dazu gehörten beispielsweise Altersvorsorgeprodukte von der R+V Versicherung und auch Möglichkeiten der Bausparkasse Schwäbisch Hall im Bereich „Erhalten und Gestalten“ sowie die Möglichkeit von KfW-Förderung.

Auch die Weser-Elbe Sparkasse (Wespa) verweist auf Kombinationsmöglichkeiten: „Da die persönlichen Umstände der Kunden ganz unterschiedlich sein können, bedarf es in jedem Fall einer individuellen Beratung. Dabei können wir auf die vielfältigen Produkte unseres Hauses zurückgreifen und das für den Kunden passende Angebot heraussuchen“, berichtet Sprecherin Ninia Siebke. Die Wespa rate aber ebenfalls zur Vorsorge: „Bestenfalls können die Kunden ihren Lebensstandard dann auch im Alter sichern, und es kommt gar nicht erst zu finanziellen Engpässen, da sie bereits vorgesorgt und mit einer passenden Altersvorsorge die Rentenlücke geschlossen haben.“

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