Junge Nutzer sitzen umringt von den Kräften, die auf dem Leher Pausenhof für Programm sorgen (von links): Nora Wieczorek und Miriam Gieseking (Quartiersmeisterei), Manfred Maas (AFZ-Umweltwächter), Bildungsbuddy Elisa Kriege, Cafer Isin (Quartiersmeisterei), Anwohner Wolf Truhart, Fanar Hamo (AFZ-Umweltwächter) und Bildungsbuddy Memet Özkisi.

Junge Nutzer sitzen umringt von den Kräften, die auf dem Leher Pausenhof für Programm sorgen (von links): Nora Wieczorek und Miriam Gieseking (Quartiersmeisterei), Manfred Maas (AFZ-Umweltwächter), Bildungsbuddy Elisa Kriege, Cafer Isin (Quartiersmeisterei), Anwohner Wolf Truhart, Fanar Hamo (AFZ-Umweltwächter) und Bildungsbuddy Memet Özkisi.

Foto: Heske

Junge Nutzer sitzen umringt von den Kräften, die auf dem Leher Pausenhof für Programm sorgen (von links): Nora Wieczorek und Miriam Gieseking (Quartiersmeisterei), Manfred Maas (AFZ-Umweltwächter), Bildungsbuddy Elisa Kriege, Cafer Isin (Quartiersmeisterei), Anwohner Wolf Truhart, Fanar Hamo (AFZ-Umweltwächter) und Bildungsbuddy Memet Özkisi.

Heute

Leher Pausenhof: Potenziale und Personalfragen

Er war ein beachtetes Projekt, in dem Ehrenamtliche im Goethequartier Spielangebote für Kinder vieler Nationen schufen: der Leher Pausenhof. Doch nach dem Rückzug des Bürgervereins Lehe blieb er verwaist. Jetzt ist die Quartiersmeisterei Lehe in die Bresche gesprungen – und sucht Kooperationspartner. Quartiersmeisterin Miriam Gieseking hofft außerdem, dass die Stadt den Platz umgestaltet.

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„Hier ist ehrenamtlich viel geleistet worden, aber eine professionelle Begleitung ist wichtig“, ist Gieseking überzeugt. Die von ihm angeschafften Spielgeräte hat der Bürgerverein der vom Arbeitsförderungszentrum (AFZ) betriebenen Quartiersmeisterei zur Nutzung übergeben.

Regelmäßig mit eigenen Kräften vor Ort

„Wir machen regelmäßig Bastel-, Mal- und Spielangebote“, sagt Nora Wieczorek, bei der Quartiersmeisterei zuständig für den Pausenhof. Eigentlich soll ihre Aufgabe in der Koordination und Begleitung der Angebote bestehen. Doch weil es an Kooperationspartnern fehlt, ist die Quartiersmeisterei seit Ende des Corona-Lockdowns dienstags und donnerstags von 13 bis 16 Uhr mit eigenen Kräften vor Ort. „Langfristig ist es aber nicht zu leisten, dass wir das selbst pädagogisch betreuen“, gibt Gieseking zu bedenken.

Unsachgemäße Abfallentsorgung verhindern

Einige Helfer gibt es: Elisa Kriege und Memet Özkisi aus dem Bildungsbuddy-Projekt von Hochschule, Städtischer Wohnungsgesellschaft und Schule am Ernst-Reuter-Platz leisten ebenso Unterstützung wie die AFZ-Umweltwächter. Deren Hauptaufgabe besteht darin, unsachgemäße Abfallentsorgung im Quartier zu verhindern. „Auf dem Pausenhof sensibilisieren sie Kinder für das Thema Müll und helfen bei Übersetzungstätigkeiten“, sagt Gieseking. Allerdings laufen die Stellen der über ein Landesprogramm finanzierten Umweltwächter Ende Oktober aus. „Das wird schwer zu ersetzen sein.“

Musikalische Rhythmusübungen

Bereits seit Jahren helfend auf dem Platz tätig ist der 80-jährige Wolf Truhart, Mitbegründer des Mehrgenerationenhauses Goethestraße 43. Er malt mit den Kindern, macht musikalische Rhythmusübungen. „Die Kinder lernen hier, fair miteinander zu spielen“, beschreibt er, warum er das Projekt so bedeutsam findet.

Donnerstags hält Jutta Witthinrich mit dem Geschichtenrad der Stadtbibliothek am Pausenhof. Einen Schmiedeworkshop für Jugendliche ab 14 Jahren bietet die Kunstpädagogin Hilke Leu am Wochenende 24. und 25. Oktober an (Anmeldung: bei der Quartiersmeisterei unter Tel. 0471/9839983). „Wir wollen das Angebot auf dem Platz gern ausbauen und auch Erwachsene ansprechen“, sagt Gieseking.

Neugestaltung des Platzes

Neben weiteren Kooperationspartnern hofft sie auch auf eine Neugestaltung des Platzes im Rahmen des von der Stadt aufgesetzten integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts Lehe und Mitte-Nord. Der Pausenhof wirkt mit wenig Grün und vielen versiegelten Flächen wenig einladend. „Der Platz erfüllt im Moment nicht die Kriterien für ein attraktives Zentrum des Quartiers“, findet Gieseking. Ihr Wunsch wäre ein zentraler Ort der Begegnung, an dem sich jeder einbringen kann. „Wenn alle an einem Strang ziehen, hat der Platz das Potenzial dazu“, meint sie.

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