In der vergangenen Saison gewannen die Fußballer des TSV Imsum (grüne Trikots) den SSB-Pokal. Ihren Titelhunger in dre Kreisiga zu stillen, wurde durch den vorzeitigen Saisonabbruch verhindert.

In der vergangenen Saison gewannen die Fußballer des TSV Imsum (grüne Trikots) den SSB-Pokal. Ihren Titelhunger in dre Kreisiga zu stillen, wurde durch den vorzeitigen Saisonabbruch verhindert.

Foto: Arnd Hartmann

In der vergangenen Saison gewannen die Fußballer des TSV Imsum (grüne Trikots) den SSB-Pokal. Ihren Titelhunger in dre Kreisiga zu stillen, wurde durch den vorzeitigen Saisonabbruch verhindert.

Heute

Quotientenregelung trifft die Imsumer Fußballer hart

Der Abbruch der Fußball-Saison 2019/2020 hat im Land Bremen viele Gewinner und einige Verlierer hervorgebracht. Auf der Sonnenseite stehen die Mannschaften im Tabellenkeller, die wegen der Aussetzung des Abstiegs den Klassenerhalt feiern durften. In die Röhre schauen dagegen Teams wie der TSV Imsum, der wegen der Quotientenregelung die Meisterschaft in der Kreisliga Bremerhaven abschreiben musste.

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„Das Sportlerherz blutet, der Frust ist bei uns auf jeden Fall da“, sagt Patrick Blondek mit Blick auf die Kreisliga-Tabelle. Als der Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie Anfang März eingestellt werden musste, standen die Imsumer mit 45 Zählern punktgleich mit Tabellenführer TSV Wulsdorf da, hatten aber das um 15 Treffer schlechtere Torverhältnis. Abwehrspieler Blondek ist jedoch sicher, dass die Imsumer den Spitzenreiter in den verbleibenden zwölf Spielen noch abgefangen hätten: „Wir sind das bessere Team, das kann ich so selbstbewusst sagen.“ Daran ändere auch das mit 2:3 verlorene Hinspiel in Wulsdorf nichts, bei dem man 75 Minuten in Unterzahl gespielt habe. „Wir hätten in der Rückrunde noch zu Hause gegen Wulsdorf und Galatasaray Bremerhaven gespielt. Und wir haben seit über zwei Jahren kein Heimspiel mehr verloren“, erklärt der 27-Jährige.

Das überschaubare Niveau der Kreisliga

Zwei Dinge stören Blondek daran, dass die Wulsdorfer nach dem Saisonabbruch zum Meister erklärt wurden. So hätte der Tabellenführer noch zweimal gegen Galatasaray, das sich ebenfalls noch Titelchancen ausrechnen durfte, spielen müssen. Wulsdorfs Heimspiel gegen „Gala“ war Ende September abgesagt worden und sollte erst am 10. April nachgeholt werden – dazu kam es wegen Corona nicht mehr. „Wulsdorf hatte nur einen starken Gegner in der Saison“, sagt der Imsumer mit Blick auf das überschaubare Niveau der Kreisliga, wo zweistellige Siege an der Tagesordnung sind.

Patrick Blondek (Mite) kann eine gefährliche Situation für den TSV Imsum klären. Der Abwehrspieler beklagt, dass sein Team um die Chance gebracht wurde, die Meisterschaft in der Kreisliga Bremerhaven zu gewinnen.

Patrick Blondek (Mite) kann eine gefährliche Situation für den TSV Imsum klären. Der Abwehrspieler beklagt, dass sein Team um die Chance gebracht wurde, die Meisterschaft in der Kreisliga Bremerhaven zu gewinnen.

Foto: Arnd Hartmann

Antrag aus Imsum

Darüber hinaus habe Wulsdorf zweimal gegen die eigene Reserve gespielt, aus diesen vereinsinternen Duellen holte das Team von Trainerin Nicole Klockmann sechs Punkte und 9:0 Tore. „Das ist schon ein Vorteil“, meint Blondek. Die Imsumer haben nur einmal gegen ihre „Zweite“ gekickt und sich dabei beim 5:3-Erfolg durchaus schwergetan.

Für Blondek wäre ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platz – sobald die Kontaktbeschränkungen das wieder erlauben – die fairere Lösung gewesen: „Wir haben das vorgeschlagen, aber die Wulsdorfer waren daran nicht so interessiert.“ Beim Verbandstag des Bremer Fußball-Verbandes (BFV) wurde ein dementsprechender Antrag aus Imsum mit 88,5 Prozent der Stimmen bei nur 3,9 Prozent Zustimmung abgelehnt.

Dass die Wulsdorfer jetzt in die Bezirksliga Bremen aufsteigen werden, gönnt Blondek dem Rivalen. „Wir wollen gar nicht aufsteigen, weil das für uns ein zu großer Aufwand für ein nur leicht besseres Niveau wäre“, betont der Abwehrspieler. Doch nach drei Pokalsiegen in den vergangenen fünf Jahren sei man in Imsum einfach heiß auf Titel: „Wir wollten unbedingt Meister werden.“

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