Die Brüder Friederici: Vincent rechts, noch im Eisbären-Trikot, links Leon, der jetzt von den Panthers Schwenningen zu den Eisbären Bremerhaven.

Die Brüder Friederici: Vincent rechts, noch im Eisbären-Trikot, links Leon, der jetzt von den Panthers Schwenningen zu den Eisbären Bremerhaven.

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Die Brüder Friederici: Vincent rechts, noch im Eisbären-Trikot, links Leon, der jetzt von den Panthers Schwenningen zu den Eisbären Bremerhaven.

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Scharfschütze Leon Friederici folgt dem Rat seines Bruders

Um an Informationen über die Eisbären Bremerhaven zu kommen, musste Leon Friederici (25) nicht in die Ferne schweifen. Sein jüngerer Bruder Vincent, der in der vergangenen Saison zum Kader des Basketball-Zweitligisten zählte, übernahm gerne die Rolle des Tippgebers. „Er hat mir viel Positives berichtet über die professionellen Strukturen in Bremerhaven. Dadurch hatte ich einen sehr guten Einblick“, erzählt Leon Friederici, der innerhalb der ProA von den Panthers Schwenningen zum Team von Trainer Michael Mai wechselt.

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Dass sich die Friedericis in Bremerhaven nicht begegnen werden, findet der 25-Jährige schade. Vincent Friederici, der als eines der größten Spielmacher-Talente in Deutschland gilt, ist zum Mitteldeutschen BC weitergezogen und wird parallel beim Drittligisten BSW Sixers Spielpraxis sammeln. „Vince hat jetzt noch zwei, drei Doppellizenz-Jahre vor sich, die soll er ruhig ausnutzen. Aber es bleibt natürlich ein Traum, dass wir irgendwann mal in einem Team zusammenspielen“, sagt der Ältere über seinen 19-jährigen Bruder.

Warum nicht in Bremerhaven? Immerhin hat Leon Friederici einen Zweijahresvertrag mit Klausel für eine dritte Saison unterschrieben. „Ich bin jemand, der nach der Saison gerne abwartet und seine Optionen prüft. Als das Angebot von den Eisbären kam, hat das direkt gepasst. Da musste ich nicht lange drüber nachdenken. Ich mag schnellen Basketball, wie die Eisbären ihn letztes Jahr ja auch gespielt haben.“

In Schwenningen ist man über den Verlust des Shooting Guards, der mit den Panthers aus der ProB in die ProA aufgestiegen ist, jedenfalls nicht glücklich. „Es ist schade, denn Leon war mein Plan A für diese Position“, wird Panthers-Coach Alen Velic im „Südkurier“ zitiert.

Einziger Deutscher mit mehr als 30 Punkten in der ProA

Umso glücklicher ist Velics Kollege Mai, dass er einen ausgewiesenen Scorer nach Bremerhaven lotsen konnte. „Leon ist ein perfektes Beispiel für die Arbeitsethik, auf der wir unser Programm in Zukunft aufbauen wollen. Sein unglaublicher Zug zum Korb machte ihn in der vergangenen Saison zum einzigen Deutschen, der in einem Spiel mehr als 30 Punkte in der ProA erzielt hat. Ich habe ihn in diesem Sommer arbeiten sehen – jetzt ist er sogar noch besser“, hält der Eisbären-Trainer große Stücke auf den gebürtigen Berliner.

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Die Werte von Leon Friederici lassen jedenfalls einiges erwarten. „Das war bislang meine stärkste Saison im Profi-Bereich“, sagt der Neuzugang. Für die Panthers stand er im Schnitt knapp 22 Minuten auf dem Parkett und legte dabei 9,9 Punkte, 2,1 Rebounds und 1,4 Assists pro Spiel auf. Bemerkenswert ist auch die Dreierquote von 41 Prozent. „Ich werde versuchen, das zu toppen“, kündigt der Distanzwerfer an, der auch als harter Verteidiger gilt.

Die bisherigen Personalplanungen von Coach und Sportdirektor Mai wecken bei dem bislang vierten Neuzugang die Lust auf die kommende Saison. „Was bisher verpflichtet wurde, deutet darauf hin, dass das eine gute Mannschaft werden wird. Ich denke, die Fans können sich auf viele Siege freuen. Aber das kennen sie aus dem letzten Jahr ja schon“, erklärt Leon Friederici selbstbewusst. Und es wird weiter Schlag auf Schlag gehen. Noch in dieser Woche sollen zwei weitere Personalien verkündet werden – darunter mindestens ein Importspieler.

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