Die Crew der "Panda" beim Weihnachts-Barbecue im Club der Seemannsmission Cuxhaven.

Die Crew der "Panda" beim Weihnachts-Barbecue im Club der Seemannsmission Cuxhaven.

Foto: Jannik Sauer

Heute

Weihnachten: So feiern Seeleute fernab der Heimat

An Bord der „Annamaria D“ trägt der Weihnachtsmann Warnweste, Sicherheitsschuhe und Helm. Vollgepackt mit Geschenktüten stapft er die steilen Treppen hinab, runter in den Schiffsbauch. In der Crewmesse angekommen, wechselt Santa, der eigentlich Sarah Herzog heißt und 27 Jahre alt ist, von Helm auf Zipfelmütze und legt gemeinsam mit Lena Tamm (19) Geschenke unter eine mannshohe Plastiktanne. Die beiden jungen Frauen arbeiten bei der Seemannsmission Cuxhaven. „Wir möchten denen, die Weihnachten fernab der Heimat feiern müssen, eine Freude machen“, sagt Herzog. Für die Seeleute sind sie nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über die wichtigsten Bezugspersonen im Hafen.

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Der Frachter „Annamaria D“ war gerade auf dem Weg nach Schweden, als auf einmal die Bordelektronik streikte. Das defekte Schiff schleppte sich nach Cuxhaven, hier soll es wieder seetüchtig gemacht werden. Bis das Problem gefunden und behoben ist, kann es aber Wochen dauern. Die Crew, neun Philippiner und ein Ukrainer, sitzt solange fest. Keiner der Männer wird Weihnachten zu Hause verbringen können, auch ohne die Panne. Dieses Schicksal teilen sie mit Millionen Seeleuten weltweit.

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