Vier Zelte stehen in einer Schneelandschaft. Bäume im Hintergrund, die Zelte und der Boden ist mit Schnee bedeckt.

Rund zehn Zelte im bosnischen Flüchtlingslager Vucjak sind beim ersten Schneefall zusammengebrochen.

Foto: Lena Reiner

Rund zehn Zelte im bosnischen Flüchtlingslager Vucjak sind beim ersten Schneefall zusammengebrochen.

Heute

Wintereinbruch in Flüchtlingslager: Das „Spiel“ wird ernst

Tausende Menschen hoffen an der bosnisch-kroatischen Grenze, einen Weg in die Europäische Union zu finden. Das Leiden der Flüchtlinge auf der verstopften Balkan-Route findet fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Kaum jemand wendet den Blick dorthin. Die EU beschäftigt sich mit sich selbst und der ungelösten Flüchtlingsfrage im Innern. Und da stören die zitternden Menschen im Schnee von Bosnien, denn dort ist längst der Winter eingekehrt und beißt sich mit schneidender Kälte durch die dünnen Zeltwände. Unser Reporter Niklas Golitschek hat das Lager besucht.

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Der Winter ist da, die Lösung fehlt. Mindestens 300 Menschen warten nach einer vorsichtigen Schätzung des internationalen Roten Kreuzes im bosnischen Flüchtlingslager Vucjak auf einen warmen Platz zum Schlafen. Am Dienstag hat es den ersten größeren Schneefall im Westen des Landes gegeben. Mindestens zehn Zelte sind in der Nacht unter der Last zusammengefallen, sagt Rotes-Kreuz-Sprecher Hannu-Pekka Laiho. Das Gelände auf einer ehemaligen Müllhalde ist nach wie vor ohne Strom, fließendes Wasser, Heizung oder angemessene sanitäre Anlagen – die provisorischen Duschen mit Wasser aus unbeheizten Tanks liegen nach wie vor im Freien. Toiletten gibt es keine. Menschen zünden Lagerfeuer in den Zelten an, um wenigstens etwas Wärme zu bekommen. Geheizt wird mit allem, was verfügbar ist: Holz aus dem umliegenden Wald, Papier, Plastik. Eben dieser Geruch prägt auch den Alltag des Lagers. Manche kochen und backen behelfsmäßig über dem Lagerfeuer, zudem gibt das lokale Rote Kreuz Essen und andere Hilfsgüter, überwiegend von der Lokalbevölkerung gespendet, aus.

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