Vandalismus und der Zahn der Zeit setzen den Skulpturen zu. Immer wieder muss mit großem Aufwand restauriert werden. Der größte Sanierungsfall der Anlage ist der Brunnen „Geburt der Venus“.

Vandalismus und der Zahn der Zeit setzen den Skulpturen zu. Immer wieder muss mit großem Aufwand restauriert werden. Der größte Sanierungsfall der Anlage ist der Brunnen „Geburt der Venus“.

Foto: Lothar Scheschonka

Vandalismus und der Zahn der Zeit setzen den Skulpturen zu. Immer wieder muss mit großem Aufwand restauriert werden. Der größte Sanierungsfall der Anlage ist der Brunnen „Geburt der Venus“.

Leben

75.000 Euro für die Sanierung von Thieles Garten

Von Susanne Schwan

Bremerhaven. Der Waldschrat rostet. Eine Tempelsäule droht einzustürzen. Die Wasserschlange züngelt nicht, die Haut der Nymphe trägt Schürfwunden: Bei Licht besehen, wimmelt es in der Idylle vor Verfall. „Nicht alles ist sichtbar, der Teufel steckt im Detail“, sagt Leroy Czichy. Der Co-Chef des Gartenbauamtes weiß: Thieles Garten ist ein Dauer-Sanierungsfall – Zerstörungswut, Witterung und der Zahn der Zeit kosten die Stadt jedes Jahr rund 25.000 Euro an Reparaturen. Jetzt jubeln die Freunde und Förderer: Es gibt 75.000 Euro extra, von denen 50.000 Euro aus Bundesmitteln kommen.

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Zwischen 5000 und 10.000 Euro müssten in die fachmännische, denkmalschutzgerechte Restaurierung einer einzelnen Skulptur gesteckt werden. Das haben Gutachter des Gartenbauamtes schon vor zwei Jahren berechnet. Die elf am schwersten beschädigten Plastiken der Bildhauerbrüder Gustav und Georg Thiele haben Amt und Förderverein auf die Prioritätenliste gesetzt. Insgesamt gibt es 16 skurrile, mythische und märchenhafte Werke in Thieles Garten. „Wir haben gut 100.000 Euro Fördermittel beantragt, aber nicht mit der vollen Summe gerechnet“, sagt Czichy. Dennoch ist der zuständige Gartenbaudezernent Dr. Ulf Eversberg (Grüne) gerade glücklich: „Von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bekommen wir jetzt 50.000 Euro aus dem Bundesbudget.“ Verbunden aber mit der Auflage, noch einmal 25.000 Euro aus anderen „Töpfen“ draufzulegen. Auch die sind gesichert: „Die Stadt hat 10.000 Euro aus Erhaltungsmitteln des Bauordnungsamtes bewilligt“, so der Stadtrat. „Dazu gibt die Landesdenkmalbehörde 5000 Euro, das Gartenbauamt kann 9500 Euro Restmittel zusammenkratzen und der Thiele-Förderverein bringt 500 Euro auf.“

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