Windräder in der Abendsonne, davor ausgedehnte Maisfelder. Mehr erneuerbare Energie auf einen Blick geht kaum noch.

Windräder in der Abendsonne, davor ausgedehnte Maisfelder. Mehr erneuerbare Energie auf einen Blick geht kaum noch.

Foto: Energiequelle

Windräder in der Abendsonne, davor ausgedehnte Maisfelder. Mehr erneuerbare Energie auf einen Blick geht kaum noch.

Leben

Bringt neuer Windpark 30 Millionen Euro in die Region Zeven?

Verschiedene Unternehmen haben bei der Deutschen Windguard 2019 eine Studie in Auftrag gegeben, um die potentielle Wertschöpfung möglicher Windparks in der Samtgemeinde Zeven und der Region in allen Planungs- und Betriebsphasen zu erfassen. Eines der Unternehmen ist die Bremer Energiequelle, die zusammen mit dem Partner Energie 3000 die Errichtung von bis zu zwölf Windenergieanlagen im Vorranggebiet Wistedt/Brüttendorf plant.

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Das Ergebnis der Studie wurde Gemeindevertretern im März 2020 vorgestellt. Laut Sven Punke, Abteilungsleiter bei Energiequelle, verweist die Studie auf eine Summe von rund 30 Millionen Euro, die allein durch die Planung, den Bau und den Betrieb des Windparks Wistedt/Brüttendorf in die Gemeinde und die Region fließen würde. Errechnet wurde die Summe aus Pachtzahlungen, Gewerbesteuereinnahmen, freiwilligen Abgaben an örtliche Vereine, Gewinne der beteiligten Unternehmen und Beschäftigten sowie der Nutzung der gemeindlichen Infrastruktur.

Darüber hinaus sieht der neue Entwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), der zum 1. Januar 2021 gelten soll, laut Punke vor, dass Betreiber von Windenergieanlagen bis zu 0,2 Cent pro produzierte Kilowattstunde an die betroffenen Gemeinden abgeben dürfen. Das ergibt eine zusätzliche Summe von über 7 Millionen Euro. „Die genannten Beträge beziehen sich auf einen Zeitraum von 20 Jahren. Wenn das so kommt, wie das im Gesetzentwurf steht, würden wir das auch so machen“, sagte Punke im Gespräch mit NORD|ERLESEN.

Bürger und Gemeinde beteiligen

Die Energiequelle, die sich seit 1997als Unternehmen für die Energiewende einsetzt, möchte zeitnah in die konkrete Planung gehen. Wichtig ist Abteilungsleiter Punke dabei, Bürger und Gemeinde an dem Projekt zu beteiligen, transparent über die Planungen zu informieren, und über einen möglichen gemeinsamen Weg zu sprechen. Dafür werden in den nächsten Wochen weitere Treffen mit Politik und Interessenvertretern stattfinden, verrät der 49-Jährige.

Bezugnehmend auf die Sorge der vor Ort ansässigen Bürgerinitiative, verweist Punke auf den rechtskräftigen Regionalen Raumordnungsplan des Landkreises Rotenburg, der die Windvorrangfläche darstellt. Alle notwendigen Grundlagenuntersuchungen wurden abgeschlossen und ein Genehmigungsantrag könnte noch im Jahr 2020 eingereicht werden. In der Nachbargemeinde betreiben die beiden Unternehmen bereits seit Jahren erfolgreich den Windpark Hamersen, der im Einvernehmen mit der Gemeinde und den Anwohnern entwickelt wurde. Aktuelle Informationen zum geplanten Windpark, Naturschutzthemen und der Wertschöpfungsstudie sind auch im Internet zu finden.

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