ie aktuellen Fallzahlen aus der Region

Foto: Colourbox

Während der Pandemie ist es wichtig, die Übersicht zu behalten und im Fall eines Verdachts oder gar einer Infektion zu wissen, wo es Hilfe gibt. Wir sind dein Ratgeber in der Krise.

Leben

Corona: Die aktuellen Fallzahlen aus der Region

In diesen Tagen kann jeder von uns urplötzlich in die Situation kommen, direkt mit Corona konfrontiert zu werden. Da ist besonders wichtig zu wissen, wie es weitergeht, an wen man sich wenden kann und wo es schnelle Hilfe gibt. Wir haben die wichtigsten Fakten für dich gesammelt.

Kreis-Icon-Nordstern

Kapitel in diesem Artikel

Aktuelle Fallzahlen

So haben sich die Fallzahlen entwickelt

Grafik: Gausmann/Schnibbe


Wer entscheidet, ob ein Test durchgeführt wird?

Wer getestet wird, entscheiden derzeit Gesundheitsämter, Kliniken und Hausärzte selbst. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI).

Coronafälle in Niedersachsen

Quelle: www.niedersachsen.de


So funktioniert die Corona-Tracing-App

Quellen: dpa, Tagesschau, Verbraucherzentrale


Wichtiges in 13 Sprachen

Die Grafik, „Häufige Symptome einer Corona-Infektion“ haben wir geändert. Die Zahlen geben die einzelnen Anzeichen in ihrer bisher beobachteten Häufigkeit wieder. Die Idee kam aus der Leserschaft. Warum die Änderung seiner Meinung nach wichtig ist, erklärt Prof. Dr. Manfred Anlauf, ehemaliger Chefarzt der Medizinischen Klinik II des Klinikums Bremerhaven Reinkenheide, Maike Wessolowski im Interview.

Herr Professor Anlauf, Sie schreiben uns, dass Sie als Mediziner die unter „Blickpunkt“ in der Nordsee-Zeitung seit Wochen gegebenen Hinweise zur Corona-Erkrankung wertvoll und einprägsam finden. Kritiker sagten uns, das ist doch eh immer das Gleiche… Wenn etwas für Laien so Kompliziertes, wie eine neue Krankheit auftritt, ist es gut, die wichtigsten Hinweise und Fakten einprägsam und sachlich darzustellen. Vor allem, welche Symptome die Erkrankten bislang zeigen. Die Wiederholung ist dabei notwendig, denn nach einem Mal können sich das nur wenige merken. Zudem variieren Sie ja unterschiedliche Elemente der Information und ergänzen zudem aktuelle Zahlen und ergänzen aktuelle Entwicklungen.

Sie haben uns den Hinweis gegeben, dass wir die Grafik mit den möglichen Symptomen, die mit einer Corona-Infektion einhergehen können, ändern sollten – warum? Ich finde es wichtig, dass die möglichen Anzeichen nach Ihrer bisher beobachteten Häufigkeit aufgeführt werden. Bauchweh oder Schnupfen kommen vor, aber andere Anzeichen treten weitaus häufiger auf. Den Verlust des Geruchs- und Geschmacksinns zum Beispiel wird, häufig erst auf Befragen bei circa 60 Prozent der Untersuchten genannt, Schnupfen in großen Statistiken nur bei circa vier Prozent. Sehr viele Menschen, besonders Jüngere, können oft ohne es zu wissen, an allergischem Schnupfen leiden. Sie sollten nicht unnötig beunruhigt werden.

Was raten Sie denn Menschen, die plötzlich im Sommer Schnupfen bekommen? Ich würde zum Beispiel in der Apotheke ein bewährtes Antiallergikum kaufen und schauen, ob es hilft. Schaden kann das zumindest nicht. Das gilt natürlich nicht, wenn ich eine mögliche Kontaktperson eines auf Corona positiv Getesteten bin oder aus dem Umfeld eines Verdachtfalls komme. Dann müssen auch seltene Symptome ernst genommen und weitere Untersuchungen vorgenommen werden.

Tipps, Fakten und schnelle Hilfe in 13 Sprachen

Grafik: Schnibbe und Gausmann


Auf Deutsch: Die wichtigsten Corona-Regeln im Überblick

Jeden Tag neue Zahlen, jeden Tag neue Einschränkungen. Und dazu immer die Frage: Bin ich infiziert? Die Antwort darauf kann knifflig sein - zu Hause bleiben sollte man aber sowieso.

Symptome: Viele, die sich mit dem Virus infizieren, bleiben ohne Symptome. Und auch da, wo die Krankheit ausbricht, verläuft sie in den meisten Fällen mild. Die zwei häufigsten Symptome sind Fieber und Husten. Hinzu kommen manchmal Beschwerden, die auch bei einer Grippe oder Erkältung auftreten - Glieder-, Kopf- und Halsschmerzen etwa, Müdigkeit oder Kurzatmigkeit. Schnupfen und Durchfall können ebenfalls auftreten, sind aber selten.

Verhalten: Wer bei sich Symptome bemerkt, muss vor allem zwei Dinge tun: Erstens zu Hause bleiben und Kontakt zu anderen Menschen meiden, so wie alle anderen auch - und zweitens das Gesundheitsamt vor Ort anrufen. Ist da kein Durchkommen, kann man sich alternativ, ebenfalls telefonisch, an den Hausarzt wenden. Auch die Rufnummer 116 117 hilft vielleicht weiter. Das gleiche sollten Menschen tun, die Kontakt zu nachweislich Infizierten hatten. Das gilt unabhängig davon, ob sie selbst Symptome haben.

Tests: Wer auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wird, entscheiden Ärzte und Kliniken. Wichtig dabei: Ohne Krankheitsanzeichen sollte laut Bundesministerium für Gesundheit nicht getestet werden - unter anderem um die Laborkapazitäten für Tests nicht übermäßig zu belasten.

Quarantäne und Co.: Ob jemand in Quarantäne muss, entscheidet das Gesundheitsamt. Die dringende Bitte, soziale Kontakte möglichst zu meiden, gilt aber für die gesamte Bevölkerung - ganz unabhängig davon, ob sie krank sind, Beschwerden haben, Kontakt zu Infizierten und Verdachtsfällen hatten oder zur Gruppe der Risikopatienten zählen. Eindämmen lässt sich die Pandemie nur durch weitgehende soziale Distanzierung.

Hotline für einsame Senioren wegen Corona

Vom Besuch bei Oma und Opa wird derzeit abgeraten - dafür ist jetzt wegen der Coronavirus-Krise eine Berliner Hotline für einsame Senioren bundesweit erreichbar. „Das Silbertelefon kann jetzt aus ganz Deutschland angerufen werden“, teilte Initiatorin Elke Schilling vom Verein Silbernetz am Mittwoch mit. Förderer hätten angesichts der besonderen Situation grünes Licht für die Ausweitung des Angebots gegeben. „Wir rechnen damit, dass die Corona-Isolation viel Gesprächsbedarf bedeutet.“

Damit sich das neue Coronavirus nicht so schnell verbreitet, sind die Menschen in Deutschland momentan aufgerufen, ihre sozialen Kontakte einzuschränken. Auch bei mobilen Älteren entstünden dadurch Isolation, die Angst vor Einsamkeit und auch neue Ängste, erklärte Schilling. Man wolle für die Senioren auch Brücken zu Angeboten von Nachbarschaftshilfe schlagen, hieß es.

Wer einfach mal reden wolle, könne die kostenfreie Telefonnummer 0800/4708090 wählen. Die Hotline ist den Angaben zufolge zwischen 8 und 22 Uhr erreichbar. Anrufer können anonym bleiben. Hinter dem Angebot stehen der Verein Silbernetz und der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg. Unter anderem ältere Menschen gelten als Risikogruppe für schwere Verläufe der neuen Lungenkrankheit Covid-19.


Kreis Icon Seepferdchen

Über die Autoren

nach Oben
Du schaust dir gerade an.
  • Autor kontaktieren