Im Ruheforst Lauenbrück gibt es auch einen Andachtsplatz mit Sitzgelegenheiten und Holzkreuz.

Im Ruheforst Lauenbrück gibt es auch einen Andachtsplatz mit Sitzgelegenheiten und Holzkreuz.

Foto: Harder-von Fintel

Im Ruheforst Lauenbrück gibt es auch einen Andachtsplatz mit Sitzgelegenheiten und Holzkreuz.

Leben

Letzte Ruhe unter Bäumen

Menschen suchen Erholung in der Natur, besonders in Wäldern tanken sie bei Spaziergängen Kraft. Am Ende des Lebens zurück zu den Wurzeln, das ist im neuen Ruheforst Lauenbrück im Landkreis Rotenburg machbar. Hier besteht die Möglichkeit, sich am Fuße eines Baumes beerdigen zu lassen. Wer möchte, kann sich zu Lebzeiten bereits seinen Lieblingsbaum aussuchen und eine Beziehung zum späteren Bestattungsort aufbauen. Hört sich vielleicht merkwürdig an, wird aber gerne gemacht. Die Grabpflege auf dem Waldfriedhof entfällt, diese übernimmt später die Natur. Ob es auch das ist, was immer mehr Menschen gefällt?

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Axel Hartge ist Forstoberinspektor und gleichzeitig auch Ansprechpartner im Ruheforst Lauenbrück.

Axel Hartge ist Forstoberinspektor und gleichzeitig auch Ansprechpartner im Ruheforst Lauenbrück.

Foto: Harder-von Fintel

Die Frühlingssonne scheint und wirft Licht und Schatten auf den Waldboden. Axel Hartge kennt sich aus in dem riesigen Waldstück nahe der B75 zwischen Rehr und Lauenbrück. Rund drei Hektar umfasst die Fläche des Ruheforstes am Ufer der Wümme. Große und kleine Bäume diverser Arten, dünne und mächtige Exemplare, und frisch angepflanzte – die Auswahl an Ruhebiotopen ist groß. Forstoberinspektor Hartge kennt nahezu jeden Baum und schwärmt von dem Areal, das der Familie von Bothmer gehört und gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Betreiber) und der Samtgemeinde Fintel (Träger) als Waldfriedhof umfunktioniert wurde. Die Jagd- und Forstwirtschaft ruht hier, lediglich Gefahrenquellen werden entfernt. „Heute Morgen habe ich schon einen Zitronenfalter gesehen, es blüht der erste Huflattich und bald folgt das Buchengrün – dann ist es richtig herrlich hier“, freut sich Axel Hartge und zeigt auf kleine, gelbe Pflanzen, die am Wegesrand blühen und sich in Richtung Sonne strecken. „Ein typischer Frühlingsbote.“ Besonders jetzt in der Coronazeit ist hier genügend Raum zum Abschalten. Beim Gang durch das raschelnde Laub gerät das Virus in Vergessenheit, weit weg scheint es von dieser schönen Natur zu sein, als könne es hier nicht eindringen. Ein idealer Ort, um einem verstorbenen, geliebten Menschen nahe zu sein und die Gedanken an die gemeinsame Zeit schweifen zu lassen. Trost finden Trauernde unter den schützenden Bäumen, das hat Axel Hartge schon oft von ihnen gehört.

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