Das Dekor macht die Vielfalt. Die eckige Version der Mokka-Tassen des Zevener Porzellans.

Das Dekor macht die Vielfalt. Die eckige Version der Mokka-Tassen des Zevener Porzellans.

Foto: privat

Leben

Porzellan-Raritäten aus Zeven

Wo heute im Altbau des St.-Viti-Gymnasiums die steinerne Treppe hinauf zum Lehrerzimmer im ersten Stock führt, mag vor 97 Jahren der Muffelofen der Werra-Porzellanfabrik in Zeven gestanden haben. In diesen Ofen stellten Arbeiter das bemalte und glasierte Geschirr, um die Dekoration bei niedrigen Temperaturen aufzuschmelzen. Wer heute Zevener Porzellan im Schrank hat, der besitzt eine Rarität. Denn der Muffelofen und die beiden Brennöfen waren nur wenig länger als vier Jahre in Betrieb.

Kreis-Icon-Nordstern
Die Geschichte des Zevener Porzellans beginnt vor ziemlich genau 98 Jahren. Im April 1922 verkauft der Kreis Zeven das Grundstück der Kartoffelflockenfabrik an der Bahnhofstraße samt Gebäuden an die Werra-Porzellanfabrik mit Sitz in Bremen. Die Anteilseigner der Aktiengesellschaft billigen den Kaufvertrag im Mai. Der Kreis Zeven bekommt für das Areal am Bahnhof 1,5 Millionen Reichsmark.

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