Ein Weg in Farven. An beiden Seiten hat sich die Spätblühende Traubenkirsche breitgemacht. Der starkwüchsige Strauch lässt heimischen Gehölzen und Pflanzen keine Chance. Die Wegraine verarmen zusehends an Arten.

Ein Weg in Farven. An beiden Seiten hat sich die Spätblühende Traubenkirsche breitgemacht. Der starkwüchsige Strauch lässt heimischen Gehölzen und Pflanzen keine Chance. Die Wegraine verarmen zusehends an Arten.

Foto: Jakob Brandt

Ein Weg in Farven. An beiden Seiten hat sich die Spätblühende Traubenkirsche breitgemacht. Der starkwüchsige Strauch lässt heimischen Gehölzen und Pflanzen keine Chance. Die Wegraine verarmen zusehends an Arten.

Leben

Spätblühende Traubenkirsche macht alles platt

Etwas für den Naturschutz zu tun, dafür sind immer mehr Kommunen bereit. Oft aber mangelt es an geeigneten Flächen, tauglichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu schaffen. Eine Möglichkeit ist die naturnahe Gestaltung der Wegeseitenränder. In Farven hat man die Zeichen der Zeit erkannt. Dort werden die Seitenräume einzelner Wirtschaftswege seit ein paar Jahren nicht mehr gemäht. Rainfarn, Schafgarbe, Margerite und verschiedene Gräser machen sich dort breit, bieten Insekten Nahrung und Hase und Rebhuhn Schutz. Doch die Idylle trügt. Es gibt einen Gegenspieler, der alles zunichte machen kann - und macht. Es ist die Spätblühende Traubenkirsche. Der einst aus Nordamerika eingeführte Strauch breitet sich ungehemmt aus, nutzt jeden Raum, den er finden kann. Aus Naturschutzgründen nicht oder nur selten gemähte Wegraine droht die Traubenkirsche schnell zu besiedeln. Unter ihrem dichten Blätterdach wächst so gut wie nichts, heimische Gehölze und Pflanzen haben kaum eine Chance.

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Farvens Bürgermeister Ulrich Mehrkens ist ratlos. In seiner Gemeinde hat sich Prunus serotina, so der lateinische Name der Spätblühenden Traubenkirsche, extrem stark ausgebreitet. Anfang der 1970er-Jahre wurde der raschwüchsige Strauch aus Erosionsschutzgründen bei der Anlage neuer Hecken angepflanzt. Damals ahnte niemand, wen man sich da ins Land geholt hatte. Durch Vögel verbreitet, keimten die Samen schnell überall aus, besiedelten Wald und Flur.

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