Das BLG Autoterminalin Bremerhaven aus der Luft.

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Foto: Wolfhard Scheer

Das BLG Autoterminalin Bremerhaven aus der Luft.

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„Der weltweite Umschlag dürfte um elf Prozent schrumpfen“

Der internationale Handel ist vom Coronavirus stark betroffen. Das macht sich auch in den Häfen bemerkbar. Prof. Dr. Burkhard Lemper, Leiter des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL), geht im Interview mit NORD|ERLESEN jedoch davon aus, dass die Umschlagverluste in den kommenden Jahren kompensiert werden können.

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Die Corona-Pandemie hat sich wegen fehlender Transportgüter auch auf die Schifffahrt ausgewirkt. Kann man hier die Auswirkungen schon abschätzen? Gerade im Containerverkehr stellen wir schon erhebliche Auswirkungen auf den Umschlag fest. Zuerst in China und dann auch in Europa und dem Rest der Welt. Mehr als zehn Prozent der Containerflotte ist derzeit stillgelegt, liegen im Hafen oder auf Reede – etwa eine Kapazität von 2,4 Millionen Standardcontainern (TEU). Das ist zwar prozentual etwa so viel wie im Krisenjahr 2009, von den absoluten Zahlen her aber deutlich mehr. Insgesamt stellen wir im Frühjahr bei den Hafenumschlagzahlen einen deutlichen Rückgang fest – stärker als im Jahr 2009. Wir rechnen weltweit mit einem Rückgang des Containerumschlags von zumindest zehn bis elf Prozent auf das gesamte Jahr. Es hängt natürlich jetzt auch davon ab, wie schnell die Erholung der Wirtschaft nach dem Lockdown vorangeht. China hat nach eigenen Angaben die Produktion wieder auf fast 100 Prozent hochgefahren. Hier bei uns erwartet man aber einen Rückgang bei der Wirtschaft um 7,4 Prozent, für Deutschland zumindest deutlich über sechs Prozent. Auch das wird sich allein aufgrund der gesunkenen Importnachfrage auf den Umschlag auswirken. Zehn bis zwölf Prozent weltweit dürften also nicht zu hoch gegriffen sein. Und diese Entwicklung dürfte im kommenden Jahr auch noch nicht wieder vollständig aufgeholt werden. In der Branche rechnet man 2021 global mit etwa neun Prozent Zuwachs.

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