Kira Walper und Victor Zevallos bei einem "Glamping Trip" im Sommer.

Kira Walper und Victor Zevallos aus Kalifornien bei einem „Glamping Trip“.

Foto: privat

Kira Walper und Victor Zevallos aus Kalifornien bei einem „Glamping Trip“.

Leute Grußbrücke

Ein abgebrochener Urlaub und Weihnachten mit der Familie

Auf eine liebgewonnene Tradition möchten wir auch in diesem Pandemie-Jahr nicht verzichten: die Grußbrücke. Alle Jahre wieder erscheint zum Fest der Liebe eine Sonderbeilage mit ihren Berichten in der NORDSEE-ZEITUNG – und auch auf NORDERLESEN könnt ihr sie entdecken. Regina Buan aus Texas berichtet von ihrem abenteuerlichen Rückflug aus Deutschland in die USA. Kira Walper aus Kalifornien will das Positive im Fokus behalten. Familie ist ihr das Wichtigste.

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Kapitel in diesem Artikel

Kalifornien: „Familie das Wichtigste“

„Wiehnachtsdloot“ von Godewind spielt im Hintergrund, die Kerzen scheinen und die Stube riecht nach Spekulatius und dem Tannenbaum. Wie sehr ich diese Zeit vermisst habe. Die Zeit der Besinnlichkeit, Familie, Kindheitserinnerungen und Liebe.

Victor und ich freuen uns sehr, dass wir dieses Weihnachtsfest mit der Familie in Langen (Geestland) verbringen können und er das erste Mal das „Walper Weihnachtsfest“ erlebt. Seit vier Jahren erzähle ich ihm von den Weihnachtstraditionen und all den wundervollen Geschichten und Erinnerungen, die durch meine Eltern entstanden sind und mir und meinem Bruder Christopher ermöglicht wurden. Wäre man doch mal wieder Kind!

Die Menschheit wird auf die Probe gestellt

Nun nähern wir uns dem Jahresende zu. 2020 war ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Wer hätte gedacht, dass dieses Jahr solch viele Überraschungen bereithält? Viele Menschen in diesem Jahr mussten entweder Leid ertragen, fanden zueinander oder fanden sich selbst. Die Menschheit wurde auf die Probe gestellt.

Seit Frühling 2019 leben wir in San Francisco, Kalifornien. Zuvor lebten wir in Seattle und davor in Miami. San Francisco ist anders. Das Leben und die Menschen hier sind voller Energie, Lebensfreude und Diversität. Ein wunderbarer Ort.

Als Kalifornien dann am 16. März den Lockdown einführte, dachten wir zunächst, dass dieser mit Sicherheit nach ein paar Wochen vorbeigehen und die Welt wieder in Ordnung sein würde. Doch wir lernten schnell, dass wir uns anpassen müssen und wir haben das Beste aus der Situation gemacht. Und wir lernten dadurch eine neue Welt und ein neues San Francisco kennen. Seit dem Lockdown arbeiten wir von zu Hause aus und dies wird auch bis Frühling oder Sommer 2021 so bleiben. Unsere Arbeitgeber unterstützen uns in jeder Angelegenheit und es ist schön zu wissen, dass wir uns die Zeit nehmen können, Weihnachten in Deutschland zu verbringen.

Ihre Familie und Freunde sind Kira Walper das Wichtigste.

Ihre Familie und Freunde sind Kira Walper das Wichtigste.

Foto: privat

Besuch aus Thüringen kommt gerade noch zurück nach Deutschland

Anfang des Jahres hatte uns unser Freund Rene aus Thüringen besucht. Er kam im Februar nach San Francisco und verbrachte drei wundervolle Wochen mit uns. Ich hatte eine Woche vor seiner Ankunft meinen Traumjob in einer großen Firma angefangen und Victor und ich haben jede freie Minute mit ihm verbracht. Wir sind nach Santa Cruz gefahren, zum Redwoods Nationalpark, Alcatraz und so vieles mehr. Am 16. März ging sein Flug zurück und er hatte großes Glück, denn sein Flug war zunächst der Letzte, der aus San Francisco nach Deutschland ging. Danach gab es erst einmal einen Stopp.

Seit eineinhalb Jahren habe ich meine Eltern und meinen Bruder Christopher nicht gesehen und dies brachte oft Traurigkeit mit sich. Meine Eltern hatten 2019 ihren Flug nach San Francisco für Juli 2020 gebucht. Dieser wurde dann im Juni storniert und mit der Zeit wurde es immer ungewisser, wann ich sie endlich wiedersehen kann – bis Victor und ich uns vor ein paar Wochen dazu entschieden haben, Weihnachten in Deutschland zu verbringen. Natürlich mit jeglichen Vorsichtsmaßnahmen, inklusive Quarantäne vor der Abreise, Covid-19-Tests vor der Abreise sowie nach der Ankunft und häuslicher Quarantäne in Deutschland, bis das negative Ergebnis kam.

Auch wenn es momentan keine Weihnachtsmärkte oder große Veranstaltungen gibt, ist Familie das Wichtigste – nicht nur in Zeiten wie diesen.
Kira Walper

Auch wenn es momentan keine Weihnachtsmärkte oder große Veranstaltungen gibt, ist Familie das Wichtigste – nicht nur in Zeiten wie diesen. Tägliche Telefonate ermöglichen es uns, uns einander näher zu sein und über die alltäglichen Dinge zu klönen. Was für manch anderen vielleicht eine Meditation am Morgen ist, ist für mich ein Telefonat mit Mama und Papa – Balsam für die Seele.

Wir schätzen uns sehr glücklich, dass unsere wichtigsten Personen im Leben gesund sind, Arbeit haben und die positiven Dinge im Leben nicht aus den Augen verlieren. Wir wünschen uns für jeden Menschen Gesundheit und Glückseligkeit. Wir hoffen, dass niemand die Hoffnung verliert, denn das Leben ist zu kurz, um nur Negativität zu sehen.

Eine Zeit, um Liebe schenken, kreativ und selbstlos zu sein

Eine wichtige Person in meinem Leben sagte mir vor ein paar Monaten: „Wenn Langeweile oder zu Hause bleiben mein größtes Problem ist in dieser Zeit, dann kann ich mich sehr glücklich schätzen und werde mich nicht beschweren.“ Dies werde ich nie vergessen. Auch wenn wir alle unsere Phasen haben, in denen es uns in dieser Pandemie manchmal schwerfällt, alles positiv zu sehen, halte ich mir stets vor Augen, wie gut wir es im Gegensatz zu vielen anderen Menschen auf Erden haben. Diese Zeit soll uns zeigen, dass wir einander mehr Liebe schenken, kreativ und selbstlos sein können.

Ich grüße meine Eltern Kerstin und Udo Walper, meinen Bruder Christopher und seine Julia, meine Tante Anne-Rose, meine längste und liebste Freundin Nadine Pargmann, meine Freunde Rene und Vogel, Nadine Buttgereit, Kati Sandersfeld (die sich gerade in Österreich herumtreibt), meine Cousine Isabell und Niklas Müller mit ihrer kleinen Maus Mathilda (die dieses Jahr im September auf die Welt kam), Onkel Ernie und Tante Monika, Nici und Family und meine gesamte Familie und Freunde in Deutschland.

Kira Walper und Victor Zevallos mit Katze Lucy
San Francisco, Kalifornien, USA

Texas: Eine Überraschungsfeier zum Geburtstag

Ihr Lieben, einen guten Morgen und frohe Weihnachten wünschen Euch Regina Buan und Sohn Derek aus Lancaster in Texas. Das Frühstück mit der Weihnachtsausgabe der NORDSEE-ZEITUNG ist auch in diesem Jahr gerettet. Ich bin wieder einmal mit meinem Bericht und Grüßen dabei. Es war ein turbulentes Jahr. Und ich meine nicht nur unsere Situation in den Staaten.

In meinen 43 Jahren in Amerika habe ich noch nie über Politik berichtet. Keine Angst, ich werde es auch in diesem Jahr nicht machen. Mit turbulent meine ich meinen Urlaub in Krempel vom 4. Februar bis 2. April. Der Hauptgrund war, meinen Brüdern und meiner Schwester Gaby beim Hausumzug behilflich zu sein, was sehr gut geklappt hatte. Es war viel Arbeit und eine anstrengende Arbeit, aber es waren auch Spaß und Freude dabei.


Regina Buan an einem stürmischen Tag in Bremerhaven. Ihr Aufenthalt in der alten Heimat war kürzer als geplant.

Regina Buan an einem stürmischen Tag in Bremerhaven. Ihr Aufenthalt in der alten Heimat war kürzer als geplant.

Foto: privat

Überraschungsfeier zum 70. Geburtstag

Gaby hatte sogar eine Überraschungsfeier zu meinen siebzigsten Geburtstag bei Hölschers am Dorumer Tief geplant. Die Überraschung war total gelungen. Nochmals ein dickes Dankeschön an Gaby, meine Brüder und Schwägerinnen, meinen Freundinnen und Nachbarn in Krempel... Danke, danke, danke! Und dann kam das Coronavirus. Ein Kurztrip nach Rothenburg ob der Tauber und Bayreuth: abgesagt. Rosenmontag in Köln: ebenfalls abgesagt. Hamsterkäufe waren jetzt an der Tagesordnung, Einkaufen mit Mund-Nasen-Schutz auch – alles kleine Probleme.

Aber dann musste ich meinen restlichen Urlaub absagen und ganz schnell einen Rückflug nach Dallas/Texas buchen. Drei Stunden hing ich am Telefon mit der Fluggesellschaft und habe krampfhaft nach einem Rückflug gesucht. Der gebuchte Rückflug wurde leider schon am nächsten Tag auf eine andere Route umgebucht. Das fing ja gut an und es war nur der Anfang. Mein Rückflug ging am 25. März (neun Tage früher als geplant) und führte von Bremen über Amsterdam, Atlanta und Dallas. In Amsterdam wurde ich aber umgebucht auf den letzten Flug nach New York City. Alles gut und schön. Das Flugzeug war nur ein Drittel voll und ich hatte eine ganze Sitzreihe für mich alleine.


Ein „holpriger“ Rückflug in die USA

Die Verpflegung auf dem sechsstündigen Flug nach New York war den neuen Verhältnissen angepasst und fiel daher recht dürftig aus. In New York gab es wegen des Coronavirus extra Gesundheitskontrollen und danach ging es dann durch die Passkontrolle und den Zoll. Und das alles dauerte und dauerte, dadurch war das Flugzeug nach Dallas/Texas ohne mich abgeflogen.

Nun hieß es um 21 Uhr bei der Fluggesellschaft einen neuen Flug buchen. Dieser war leider erst am nächsten Tag um 13 Uhr. Hungrig und müde musste ich nun ein Hotelzimmer für die Nacht finden. Ich kam mir vor wie „Kevin allein zu Haus“. Ich fand dann ein Hotel in der Nähe vom Kennedy Airport. Der Flug von New York nach Dallas verlief dann ohne weitere Aufregungen.

In Dallas musste ich dann 14 Tage zu Hause in Quarantäne. Mein Sohn Derek und meine Freundinnen haben mich während der Zeit mit Lebensmitteln versorgt. Leider werden die Corona-Infektionen auch bei uns immer schlimmer. Ich wünsche für uns alle, dass wir uns nicht anstecken und gesund bleiben.

Weihnachtsgrüße aus Texas

Wie üblich möchte ich allen Verwandten, Freundinnen und Bekannten ein geruhsames Weihnachtsfest, ein glückliches und gesundes neues Jahr wünschen: Gaby Buchholz, Wolfgang und Renata Buchholz, Peter und Renate Buchholz, Norbert und Elaine Buchholz, den Nichten und Neffen mit Ehepartnern Nicole, Andre, Marcel, Gerrite, Wiebke, Annika, Antje, Emily und Eric. Rudi und Ingrid Pötzinger, Jörg Pötzinger mit Julian und Jannik, Andre und Katrin Pötzinger mit Benedikt und Aurelia, Margit und Edi Schmidt, Uschi Otten, Dagmar Seebeck und Werner Leischel, Christa Beerbohm und Dieter Bruns, Texas-Rosi in Langen, Jutta und Helmuth Focke, Vera und Dieter Sabotka, Familie Helmut Söhl, Marianne und Friedrich Hinrichsen-Mohr, Helmut und Irmi Kramer, Marina und Bernd Loreit, allen Verwandten Buchholz, Boschan und Franke in Sievern, Hymendorf, Neuenwalde und Bremerhaven.

Mein Sohn Derek grüßt alle Tanten, Onkel und Cousins – a Merry Christmas and a Happy New Year.

Regina Buan (geb. Buchholz) mit Derek
1416 Heather Ridge Drive
Lancaster, Texas 75146 USA

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