Niklas Andersen wird auch in Bremerhaven die Trikotnummer 48 tragen. Der Stürmer ist der zweite Neuzugang der Fischtown Pinguins.

Niklas Andersen wird auch in Bremerhaven die Trikotnummer 48 tragen. Der Stürmer ist der zweite Neuzugang der Fischtown Pinguins.

Foto: imago images/Ritzau Scanpix

Niklas Andersen wird auch in Bremerhaven die Trikotnummer 48 tragen. Der Stürmer ist der zweite Neuzugang der Fischtown Pinguins.

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Fischtown Pinguins verpflichten Niklas Andersen

Niklas Andersen wird in den kommenden beiden Jahren für die Fischtown Pinguins in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) stürmen. Der 22-jährige Däne gilt als großes Talent.

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Aus seinen Wechselabsichten hat Niklas Andersen kein Geheimnis gemacht. Schon Anfang des Jahres verkündete der Stürmer des dänischen Erstligisten Esbjerg Energy, dass es ihn in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) ziehen wird. Seit gestern ist die Katze aus dem Sack: Die Fischtown Pinguins haben sich die Dienste des 22-jährigen Toptalents gesichert. Andersen hat einen Zweijahresvertrag in Bremerhaven unterschrieben.

Zweijahresvertrag in Bremerhaven

„Das ist eine großartige Gelegenheit für mich und ich musste nicht lange nachdenken, als ich das Angebot der Pinguins erhalten habe. Der Wechsel in die DEL ist ein großer Karrieresprung für mich“, freut sich der Däne, der in dieser Saison den Sprung in die A-Nationalmannschaft geschafft hat. In Bremerhaven wird der Angreifer auf einen weiteren „Wikinger“ treffen – Verteidiger Anders Krogsgaard, mit dem Andersen drei Jahre lang in Esbjerg zusammengespielt hat und der zu seinen engsten Freunden zählt, wird in der kommenden Saison ebenfalls das Pinguins-Trikot tragen.

Die Qualitäten des Neuzugangs

„Niklas ist ein sehr dynamischer Spieler, der eine sehr gute Grundausbildung genossen hat. Zudem hat er einen hohen Eishockey-IQ und kann das Spiel lesen. Wir hoffen natürlich, dass er aufgrund seines jungen Alters noch einige Entwicklungssprünge machen kann“, beschreibt Thomas Popiesch die Qualitäten des Neuzugangs. Der Pinguins-Trainer hat über die Jahre gute Erfahrungen mit Spielern gemacht, die aus der dänischen Metalligaen nach Bremerhaven gewechselt sind: „Das ist einfach eine sehr schnelle und technisch starke Liga. Für Niklas wird es jetzt darauf ankommen, dass er sich schnell an das körperbetontere Spiel in der DEL gewöhnt.“

Bislang beste Saison

Andersen bringt die Erfahrung aus 226 Erstliga-Einsätzen in seiner Heimat mit. Die Pinguins haben sich schon länger mit dem Stürmer beschäftigt, Teammanager Alfred Prey und Geschäftsführer Hauke Hasselbring nahmen den Neuzugang mehrfach persönlich unter die Lupe. Dabei ist den Pinguins-Machern nicht entgangen, dass Andersen jedes Jahr eine Schippe drauflegen konnte. Die abgelaufene Spielzeit, die wegen der Corona-Pandemie ebenso wie die DEL-Saison abgebrochen werden musste, war die bislang beste in Andersens Karriere. In 44 Spielen brachte er es auf stolze 37 Punkte – 14 Tore und 23 Assists. Damit war der 22-jährige Topscorer seines Teams.

Bereits in den USA gespielt

Bremerhaven ist nicht die erste Auslandsstation für Andersen. Im Juniorenalter absolvierte der 1,80 Meter große Flügelstürmer eine Saison bei den Spokane Chiefs in der Western Hockey League (WHL). Das spricht nach Popieschs Meinung für den Jungprofi. „Gerade in Skandinavien wechseln viele Spieler erst mit 30 ins Ausland. Die haben es dann schwer. Niklas hat sich in Nordamerika ein Jahr lang durchgebissen, auch wenn er dort sicher eine andere Rolle hatte als in seiner Heimat“, erklärt der Pinguins-Coach. Andersen selbst trauert seinem Abenteuer in Übersee sogar ein bisschen hinterher. „Ich hätte wahrscheinlich länger bleiben sollen, aber ich habe mich damals für die Sicherheit in Esbjerg entschieden. Inzwischen fühle ich mich aber bereit, es noch einmal im Ausland zu versuchen“, verrät der Neu-Pinguin der Zeitung „Jydske Vestkysten“.

Weiter verbessern

Mit der Verpflichtung der ersten Neuzugänge Krogsgaard und Andersen sieht Popiesch die Kaderplanungen der Pinguins auf einem guten Weg. Aufgrund seines hohen Tempos ist Andersen prädestiniert dafür, den Abgang eines Spielers wie Justin Feser, der sich dem ERC Ingolstadt angeschlossen hat, aufzufangen. „Wir haben mit Justin Feser einen sehr schnellen Spieler verloren, mit Brock Hooton ist uns Erfahrung abhandengekommen und auch der Verlust von Mark Zengerle schmerzt. Wir werden das sicher nicht eins zu eins ersetzen können. Trotzdem ist es auch in diesem Jahr wieder unser Ziel, uns noch weiter zu verbessern“, betont Popiesch, der dabei auf Kontinuität setzt: „Wir konnten einen großen Stamm an Spielern halten. Das ist ein Grundgerüst, auf dem wir aufbauen können.“

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