Wenn am Freitag die 58. Saison der Fußball-Bundesliga beginnt, schaut auch Ottmar Hitzfeld (71) interessiert zu – zwölf Jahre nach seinem Abschied als Vereinstrainer und sechs Jahre nach Beginn des Ruhestands.

Wenn am Freitag die 58. Saison der Fußball-Bundesliga beginnt, schaut auch Ottmar Hitzfeld (71) interessiert zu – zwölf Jahre nach seinem Abschied als Vereinstrainer und sechs Jahre nach Beginn des Ruhestands.

Foto: Ghement/EPA/dpa

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Hitzfeld: Dem FC Bayern wird nichts geschenkt

Wenn am Freitag die 58. Saison der Fußball-Bundesliga beginnt, schaut auch Ottmar Hitzfeld (71) interessiert zu – zwölf Jahre nach seinem Abschied als Vereinstrainer und sechs Jahre nach Beginn des Ruhestands mit ein wenig Abstand zu seinem früheren beruflichen Mittelpunkt daheim am Fernseher. Im Interview mit Michael Novak blickt der mit sieben deutschen Meisterschaften zweiterfolgreichste Bundesliga-Trainer nach Udo Lattek (8) voraus auf die neue Spielzeit. Er schätzt ein, ob Favorit Bayern München Konkurrenz fürchten muss und bewertet Vereine mit kleineren Budgets. Hitzfeld beurteilt auch Folgen der Corona-Pandemie für den Fußball und schildert, wie er mit diesen ungewöhnlichen Zeiten selbst umgeht.

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Herr Hitzfeld, zum Einstieg eine Quizfrage: Wann gab es einen ähnlich späten Bundesliga-Saisonstart wie jetzt? Stichwort: Olympische Spiele. 1972, aber ohne Tipp hätte ich mich nicht erinnert. In Deutschland lag der Fokus auf den Olympischen Spielen in München. Die Bundesliga begann erst danach. Die Teilnahme an Olympischen Spielen war ein Traum, ein Geschenk! Für mich sowieso, weil ich erst ein Jahr in der obersten Schweizer Liga spielte, Torschützenkönig war und als Nachzügler für den Kader nominiert wurde, zu dem meist Bundesliga-Spieler gehörten wie Uli Hoeneß. Er war 1972 schon Europameister geworden und – in Anführungszeichen – Olympia-Amateur. So der Status, um mit Mannschaften aus dem Ostblock mithalten zu können, die ihre A-Teams aufboten.

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