Fernando Valero war, bevor er nach Bremerhaven kam, noch nie in der Oper. Er glaubte auch, dass das Musiktheater nichts für ihn sei. Doch dann nahm ihn 1990 eine Freundin mit in eine Vorstellung des Stadttheaters. „Ich war fasziniert. Der Gesang hat mir gefallen“, sagt er. „Seit 2000 habe ich sogar eine Dauerkarte.“

Fernando Valero war, bevor er nach Bremerhaven kam, noch nie in der Oper. Er glaubte auch, dass das Musiktheater nichts für ihn sei. Doch dann nahm ihn 1990 eine Freundin mit in eine Vorstellung des Stadttheaters. „Ich war fasziniert. Der Gesang hat mir gefallen“, sagt er. „Seit 2000 habe ich sogar eine Dauerkarte.“

Foto: Arnd Hartmann

Fernando Valero war, bevor er nach Bremerhaven kam, noch nie in der Oper. Er glaubte auch, dass das Musiktheater nichts für ihn sei. Doch dann nahm ihn 1990 eine Freundin mit in eine Vorstellung des Stadttheaters. „Ich war fasziniert. Der Gesang hat mir gefallen“, sagt er. „Seit 2000 habe ich sogar eine Dauerkarte.“

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Latino schätzt unaufdringliches, ehrliches Bremerhaven

Die kleine Stadt am Meer, wie Fernando Valero Bremerhaven in seiner Kinderbuchreihe nennt, bedeutet ihm viel. „Ich habe mein gesamtes zweites Leben hier verbracht“, sagt der 62-Jährige. „Es ist eine Stadt, die nicht so aufdringlich ist“, meint der Mann aus Ecuador, der mittlerweile seit 32 Jahren in der Seestadt lebt. „Es gibt so viele schöne Sachen hier“, findet er und zählt das Schifffahrtsmuseum, das Auswandererhaus, das Alfred-Wegener- sowie das Frauenhofer-Institut und den Hafen auf.

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Aufgewachsen ist Valero in einer großen Stadt am Meer, genauer gesagt in Guayaquil an der Pazifikküste von Ecuador. 2,5 Millionen Menschen leben heute dort, viele unterhalb der Armutsgrenze. Auch die Familie von Fernando Valero war arm, obwohl seine Eltern beide Arbeit hatten. „Ich bin ein Slumkind“, sagt er schlicht. „Mein Vater hat an einem Meeresarm ein Haus aus Bambus gebaut“, erzählt er. Die Mutter wollte sich mit dieser Situation nicht abfinden, zumindest für ihre Kinder schwebte ihr etwas Besseres vor. Deswegen investierte sie das Geld, das sie verdiente, in Bildung, schickte alle ihre fünf Kinder auf eine Privatschule. „Morgens waren wir mit den reichen Kindern zusammen, nachmittags spielten wir mit denen aus dem Slum“, erinnert sich Valero. So lernte er zwei Welten kennen. Seine Mutter schärfte ihm ein: „Du musst ein Ziel vor Augen haben“. Das hatte er: Auch er wollte raus aus dem Elendsviertel. Deshalb lernte er eifrig, so eifrig, dass er nach der Schule Medizin studieren konnte. Doch wollte er wirklich Arzt werden? Er konnte sich noch nicht entscheiden, begann gleichzeitig eine technische Ausbildung und eine zum Pastor.

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