Lutz Bock, Vorsitzender des DGB in Bremerhaven, kritisiert, dass Minijobber in der Corona-Krise keine finanzielle Absicherung haben.

Lutz Bock, Vorsitzender des DGB in Bremerhaven, kritisiert, dass Minijobber in der Corona-Krise keine finanzielle Absicherung haben.

Foto: Lothar Scheschonka

Lutz Bock, Vorsitzender des DGB in Bremerhaven, kritisiert, dass Minijobber in der Corona-Krise keine finanzielle Absicherung haben.

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Minijobs: „Das ist in hohem Maße unwürdig“

Minijobber sind von der Corona-Krise ganz besonders betroffen, sagt Lutz Bock, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Bremerhaven. Der Grund: Im Gegensatz zu anderen Arbeitnehmern haben sie keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Und Bock beobachtet noch ein weiteres Problem: Manche Unternehmen setzen ihre Mitarbeiter vor die Tür, ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Kündigungsfristen einzuhalten. Die meisten Minijobber trauen sich offenbar nicht, gegen die illegalen Praktiken ihrer Arbeitgeber vorzugehen. Warum er findet, dass Minijobs besser heute als morgen in sozialversicherungspflichtige Stellen umgewandelt werden sollten, erzählt der Gewerkschafter im Interview mit Merlin Hinkelmann.

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Herr Bock, laut der Minijob-Zentrale hat die Corona-Krise zu einem erheblichen Rückgang bei den Minijobs geführt. Ende März waren im gewerblichen Bereich knapp 6,4 Millionen Beschäftigte mit 450-Euro-Jobs in Deutschland gemeldet. Das sind 220.000 weniger als im selben Monat des Vorjahres. Sind Minijobber die Verlierer der Krise? Aus meiner Sicht sind sie das. Wir haben zu Beginn der Corona-Krise sehr viele Anrufe von Minijobbern gehabt, die plötzlich ohne Job dastanden, nicht mehr weiterwussten. Darunter viele, die auf den Minijob dringend angewiesen sind, weil ihre Rente nicht zum Leben reicht. Diese Menschen trifft die Krise am härtesten. Sie bekommen kein Kurzarbeitergeld, haben keinen sozialen Schutz, nichts. Was ihnen bleibt, ist nur der Gang zum Jobcenter: Hartz-IV. Das ist in hohem Maße unwürdig.

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