Renate Stone  steht auf dem auf dem Gelände des Cheekwood-Herrenhauses neben einer roten Glasskulptur des Künstlers Dale Chihuly.

Der Glaskünstler Dale Chihuly hat einen Hang zu ungewöhnlichen Farbkombinationen, Formen und Größen. Von seinen Werken ist Renate Stone begeistert.

Foto: privat

Der Glaskünstler Dale Chihuly hat einen Hang zu ungewöhnlichen Farbkombinationen, Formen und Größen. Von seinen Werken ist Renate Stone begeistert.

Leute Grußbrücke

Sie trotzen Covid mit Kunst und der Ruhe am Strand

Auf eine liebgewonnene Tradition möchten wir auch in diesem Pandemie-Jahr nicht verzichten: die Grußbrücke. Alle Jahre wieder erscheint zum Fest der Liebe eine Sonderbeilage mit ihren Berichten in der NORDSEE-ZEITUNG – und auch auf NORDERLESEN könnt ihr sie entdecken. Brigitte und Michael Pennington aus Virginia fanden Zerstreuung am Strand. Renate Stone aus Tennessee konnte trotz Covid beeindruckende Glaskunst genießen.

Kapitel in diesem Artikel

Tennessee: Ein Jahr, dass man nicht so schnell vergisst

Kreis-Icon-Nordstern

Dieses Jahr 2020 werden wir nicht so schnell vergessen. Im Februar wurde Nashville (Tennessee) von einem Tornado heimgesucht: 24 Menschen starben und es gab viel Verwüstung. Am Ostersonntag ging ein Tornado durch drei Südstaaten, einschließlich Tennessee: 37 Tote. Wir sind dankbar, dass das Schlimmste an uns vorbeigegangen ist. Wir haben nur minimalen Schaden erlitten (Äste überall auf dem Grundstück). Unsere jüngste Tochter hat Brustkrebs. Nach ihrer Operation muss sie nun doch noch weiterhin Bestrahlungen haben.

In mehreren Staaten (Kalifornien, Oregon usw.) wüteten wochenlang die verheerenden Waldbrände, in anderen Staaten Überschwemmungen, die viel Schaden angerichtet haben. Polizeibrutalität (besonders gegen Dunkelhäutige), Massenschießereien, Proteste. Gut, dass das Jahr bald vorbei ist. Und zwischen allem verbreitete sich Covid-19.


Der „Alptraum Trump“ ist fast vorbei

Sonst sind George und ich in mehrere Staaten gefahren, um unsere Kinder zu besuchen. Abgesagt. Normalerweise fliege ich jedes Jahr nach Deutschland. Abgesagt. Andere geplante Kurzreisen, auch Club-Treffen und Veranstaltungen – alles abgesagt oder bis auf weiteres verschoben.

Der irrsinnig lange Trump/Biden-Wahlkampf ist vorbei! Zum Glück mit einem positiven Ergebnis! (Dieser Bericht für die Grußbrücke habe ich schon Ende November eingereicht. Zu diesem Zeitpunkt, zwei Wochen nach der Wahl, hat Trump noch nicht zugegeben, der Verlierer zu sein. Mit seiner Arroganz konnte er die Niederlage nicht verkraften! Er versicherte seinen Anhängern immer wieder, er habe gewonnen.)

Der „Alptraum Trump“ ist nun fast vorbei. Aber mit einer ordentlichen Übergabe der Regierung ist nicht zu rechnen. Wer weiß, welche irrsinnigen Entscheidungen er in den letzten Wochen seiner Amtszeit noch fällen wird. Und wenn Biden am 20. Januar die Präsidentschaft übernimmt, werden die Republikaner ihm wohl viele Steine in den Weg legen, um seine Arbeit zu erschweren! Man hofft auf eine gute Zukunft. Aber alles braucht seine Zeit!

Glaskunst von Dale Chihuly war einen Besuch Wert

Im November hatte ich die Gelegenheit, in Nashville auf dem riesigen Gelände des Cheekwood-Herrenhauses die phänomenalen Glasskulpturen des berühmten Künstlers Dale Chihuly zu sehen. Er wurde in 1941 in Tacoma im Staate Washington geboren und befasste sich schon als junger Mann mit Glas. In Europa war er fasziniert von den Buntglasfenstern in den Kathedralen. Das weckte sein Interesse für die Glasbläserei. Er lernte von den alten europäischen Meistern und entdeckte seinen Hang zu ungewöhnlichen Farbkombinationen, Formen und Größen in geblasenem Glas. Seine Skulpturen sind in 26 Ländern zu besichtigen. Seit einem Autounfall in 1976 ist er auf seinem linken Auge blind und trägt eine schwarze Augenbinde. Danach arbeitete er hauptsächlich mit einem Team zusammen an seinen Werken.

Das enorme Cheekwood-Gut ist ideal für Chihulys Skulpturen. Das Haus steht auf einem Hügel; das terrassenförmige Gelände führt runter zu einem kleinen See, vorbei an Springbrunnen, exotischen Pflanzen und Bäumen, lauschigen Ecken und einem japanischen Garten mit einer Pagode. So können seine Skulpturen richtig zur Geltung kommen. Abends, wenn die Dunkelheit einbricht, wird alles erleuchtet. Es war wirklich einen Besuch wert. (Corona-Vorsichtsmaßnahmen wurden beachtet!)

Zu Weihnachten sind die Gedanken in Deutschland

Wie gerne wäre ich im Sommer wieder in Deutschland gewesen! Aber Covid-19 hat das nicht erlaubt! Nun bin ich schon 57 Jahre in Amerika, aber zu Weihnachten weilen meine Gedanken doch wieder in der Heimat. Darum möchte ich nun auf diesem Wege meiner Familie, Freunden, Bekannten und der Belegschaft der NORDSEE-ZEITUNG ein wunderschönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr, aber vor allem Gesundheit wünschen. Mein größter Wunsch ist natürlich, dass sehr bald ein wirkungsvoller Impfstoff entdeckt wird, so dass Covid-19 vom Erdboden verschwindet und alle wieder „normal“ leben können!

Meine Wünsche zum Fest gehen an Gisela Sintek, Marlen Döbber, Egon Sintek und Marlies Kömp, Reinhard Sittel, Ralf Luckau, Sabine Brockmann und Maren, Sven Döbber und Claudia Mölm, Oliver und Nicole Döbber mit Tabea und Timo, Edeltraud Rexin, Marcus Döbber, Karin Hicks, Eva und Heinz Biermann und Familie, Dr. Gabi Köthe, Eva Gäckel, Iris Heiting-Giessmann und Familie, Walter Wendler und Familie, Gisela Norwood, Ingrid Brede, Karin und Helmut Hemberger, Marlene und Felix Sommerlik, Annelies Schwarz, Traute Reck, Rita und Gerd Tiborski, Hannelore Londe und an alle andern, die sich an mich erinnern.

Renate Stone (geb. Sintek) und George Stone
106 Wilkins Drive
Tullahoma, Tennessee 37388 USA

Virginia: Alles anders als geplant

In diesem Jahr wurde alles anders als geplant: Unsere Deutschland-Reise wurde abgesagt, unsere Reise nach Sandals Royal Bahamas verschoben, Navarra Beach, Florida, auf nächstes Jahr verlegt.

In Geschäften wurde uns gesagt, in welche Richtung man gehen muss – und Einkaufen geht natürlich nur mit Maske. Toilettenpapier wurde auf eine Packung rationiert. Viele Regale waren leer. Ältere Menschen durften eine Stunde früher einkaufen als alle anderen.

Mal einen Moment vergessen, dass Covid-19 existiert: Brigitte und Michael Pennington am Strand.

Mal einen Moment vergessen, dass Covid-19 existiert: Brigitte und Michael Pennington am Strand.

Foto: privat

Die Medien berichteten nur, was wir wissen sollten… die freie Presse gibt es nicht mehr.
Brigitte Pennington

Kleine Unternehmen waren monatelang geschlossen und viele gingen bankrott, aber große Firmen machten enorme Geschäfte. In vielen Staaten wurde einem vorgeschrieben, was man darf. Man sollte sich von allem abkanzeln, aber die Demonstranten in großen Städten machten, was sie wollten, verbreiteten Chaos. Wo waren unsere Politiker und die Presse? Die Medien berichteten nur, was wir wissen sollten… die freie Presse gibt es nicht mehr.

Glücklicherweise wohnen wir in einer Gegend, wo man sich entspannen kann. Man kann Golf spielen, schwimmen, Fahrrad fahren und lange Spaziergänge machen. Im Oktober fuhren wir zum ersten Mal an den Strand: Myrtle Beach, South Carolina. Alle Menschen waren so freundlich, glücklich und entspannt. Man vergaß, dass Covid existiert.


Viele Pläne fürs kommende Jahr

An Thanksgiving flogen wir nach Destin, Florida, und feierten mit der Familie. Weihnachten verbringen wir mit unseren Kindern zu Hause. Für das nächste Jahr haben wir viele Pläne und hoffen, dass alles klappt.

Unsere Weihnachtswünsche gehen dieses Jahr an Schwester Inge Falkenberg sowie Schwager Horst in Drangstedt, Neffe Christian und Bianca Falkenberg, unsere Freunde Richard und Helga Wybranietz, Heike und Ulli Bieber in Bad Bederkesa, Schwester Ulla Orr und Schwager Bob in Florida, alle Verwandten und Bekannte: ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr!

Brigitte und Michael Pennington
13331 Blue Heron Loop
Chesterfield, VA 23838, USA

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