Drei Generationen: Susanne Bell (2. von links) mit ihrer Tochter Priscilla und den beiden Enkelinnen Emma (links) und Alyssa (rechts).

Drei Generationen: Susanne Bell (2. von links) mit ihrer Tochter Priscilla und den beiden Enkelinnen Emma (links) und Alyssa (rechts).

Foto: privat

Drei Generationen: Susanne Bell (2. von links) mit ihrer Tochter Priscilla und den beiden Enkelinnen Emma (links) und Alyssa (rechts).

Leute Grußbrücke

Tornado, Trump und Thanksgiving

Auf eine liebgewonnene Tradition möchten wir auch in diesem Pandemie-Jahr nicht verzichten: die Grußbrücke. Alle Jahre wieder erscheint zum Fest der Liebe eine Sonderbeilage mit ihren Berichten in der NORDSEE-ZEITUNG – und auch auf NORDERLESEN könnt ihr sie entdecken. Anne-Rose und Mike Coyle senden Grüße und Wünsche aus Morehead City im US-Staat North Carolina. Susanne und Roy Bell berichten von ihrem turbulenten Jahr in Arkansas.

Kapitel in diesem Artikel

Arkansas: Beten, dass Trump gewinnt

Ja, wo soll ich anfangen? Dieses Jahr war ja wirklich für niemanden schön. So verrückt!!! Im Januar fing das Jahr ruhig an. Dann bekam ich einen Anruf, dass meine Mama plötzlich an den Nieren operiert werden sollte. Mama ist ja auch nicht mehr die Jüngste und sie war gesundheitlich sehr schwach. Da habe ich mich dann schnell entschlossen, nach Deutschland zu fliegen, um zu Hause mitzuhelfen und meine Mutti zu betreuen.

In der Woche vor dem Abflug sind dann beide Autos stehen geblieben und mussten neue Batterien bekommen. Dann überflutete unser Schlafzimmer. Wir hatten immer noch ein Wasserbett und Roy hatte gerade ein winziges Loch repariert – wie schon mehrere Male zuvor. Aber als meine Enkelkinder übernachteten und Emma mit ihrer kleinen Freundin aufs Bett sprang, riss es ganz durch. Oh mein Gott! Wir haben drei Stunden lang ständig Wasser abgesaugt und eine Woche lang Ventilatoren angehabt, um es zu trocknen. Wir mussten dann natürlich eine neue Matratze kaufen. Diese wurde erst geliefert, als ich wieder aus Deutschland zurückkehrte.

Sie schaffte es gerade noch rechtzeitig zurück

In Deutschland hat meine Mama die Operation gut überstanden. Es war wirklich schön, dass ich dort sein konnte – wenn auch nur für zwei Wochen. Ich hoffe, dass ich im kommenden Jahr noch einmal fliegen kann. Hoffentlich ist dann alles wieder halbwegs normal – wir hoffen es!

Ich kehrte dann Ende Januar zurück, als hier dann alles drunter und drüber ging mit dem Virus. Ich hatte es gerade noch zurückgeschafft, bevor die Flüge von Europa in die USA gesperrt wurden.

Ein Zement-Pferd verpasst tritt in den Rücken

Am 5. Februar war mein Geburtstag, und mein Mann wollte mich überraschen mit einem Zement-Pferd für die Veranda. Leider ist das etwas schiefgelaufen. Ich bekam einen Anruf bei der Arbeit: Es war Roy. Er sagte, er sei auf der Notfallstation im Krankenhaus. Er habe sich am Rücken verletzt und könne sich nicht bewegen. Er ist auch noch selbst zum Krankenhaus gefahren. Fragt mich nicht, wie! Er konnte sich nicht geradestrecken, sich nicht bewegen oder gehen. Er musste dann einen Rollator nutzen und gebückt gehen.

Es dauerte zwei oder drei Wochen, bis ein Arzt sagte, er könne ihm vielleicht helfen. Bei einer Rückenoperation spritzten sie eine Art Zement in den Rücken, das sich in den porösen und gebrochenen Wirbeln festsetzte. Ich hätte es nicht geglaubt, wenn ich es nicht gesehen hätte. Er ist tatsächlich nach der Operation aufrecht aus dem Krankenhaus gegangen. Es ist wirklich ein Wunder und wir sind Gott sehr dankbar dafür.

Nach Tornado: „Wir haben jetzt genug Holz für die nächsten drei Jahre“

Im März kam mit dem Regen und Wind auch noch ein Tornado direkt über unser Haus. Es war furchtbar. Roy, der Hund und ich saßen im Kleiderschrank – ich habe nur gebetet. Wir konnten den Tornado hören wie einen lauten Zug, und das ganze Haus bewegte sich. Es schien wie eine Ewigkeit, dauerte aber letztlich nur Minuten. Als es vorbei war, kamen wir aus dem Schrank raus. Den enormen Sog des Tornados konnte man noch an der Türklinke spüren: Man musste sie richtig kräftig aufziehen. Es war nachts und wir konnten nicht viel sehen. Mit Lampe schauten wir nach den Pferden. Unsere Heuscheune hatte das halbe Dach verloren.

Der Ausblick am nächsten Morgen war so erschütternd. So viele Bäume waren samt Wurzeln aus der Erde gerissen worden. So viele Schäden, aber unser Haus blieb verschont. Gott hat meine Gebete erhört. Als wir weiter in die Weiden gingen, sahen wir erst, wie viele Bäume entwurzelt waren. Ich habe geweint, es sah so schlimm aus. Unsere Nachbarn hatten so viele Bäume verloren, in der näheren Umgebung waren es 68. Unserem Nachbarn ist ein Baum aufs Haus gefallen und ins Schlafzimmer gebrochen. Sobald es hell wurde, kamen schon die ersten Helfer und alle haben angepackt. Mit vielen Motorsägen waren sie alle dabei und haben geholfen. Wir haben jetzt das Dach der Heuscheune erneuert. Aber wir haben auch viel Zaun verloren, den wir noch erneuert müssen. Auch unser Wohnhaus hat ein neues Dach bekommen, nach 25 Jahren war es sowieso Zeit dafür. Jemand hat für uns die umgekippten Bäume zersägt – wir haben jetzt genug Holz für die nächsten drei Jahre.

Sohn Patrick wird nach Afghanistan versetzt

Zu dieser Zeit wurden auch die Regeln wegen des Virus bei der Arbeit und überall so streng. Wir tragen nun schon acht Monate lang unsere Masken bei der Arbeit. Wir haben vieles abgesagt hier – wie auch wohl bei euch in Deutschland: kein Jahrmarkt, kein Feuerwerk, keine Schulabschlussfeiern, keine Geburtstage etc… Roy wurde in diesem Jahr auch 60 Jahre alt. Wow, kaum zu glauben! Wir müssen die Feier dann im nächsten Jahr nachholen.

Dann haben wir erfahren, dass Patrick, unser Sohn, für vier bis sechs Monate nach Afghanistan versetzt werden sollte. Wir sind Anfang Juni Hals über Kopf beide nach Florida geflogen, um unseren Sohn vor seiner Abreise zu sehen. Afghanistan ist immer noch sehr gefährlich und wir haben uns Sorgen gemacht. Wir hatten dann drei Tage mit Patrick vor dem traurigen Abschied. Aber wenigstens konnten wir ihn noch mal sehen und umarmen. Wir sind dann noch drei Tage bei Haley und unseren Enkelsöhnen Tristan und Cameron geblieben.

Tapfere Enkeltochter übersteht weitere OP

Es war kurz, aber schön. Sie wohnen bei Coco Beach Florida, nicht weit von Cape Canaveral. Und Patricks Basis heißt „Patrick’s Airforce Base“. Auch witzig, oder? Wir waren froh, dass wir sie überhaupt besuchen durften. Denn das Militär hat wegen des Virus nur weniges erlaubt.

Mitte Juni musste unsere Enkeltochter Alyssa zum dritten oder vierten Mal am Ohr operiert werden. Sie hatte in dem Ohr ihr Hörvermögen verloren. Es hatte sich wieder eine Zyste gebildet, hinter dem Trommelfell diesmal. Wegen Covid-19 durfte nur die Mama mit ihr nach Little Rock. Aber Alyssa war so tapfer! Sie hat schon so viel durchgemacht und sich niemals darüber beklagt – so ein tapferes kleines Mädchen.

Alyssa wird zur Basketball-Managerin

Ja, Alyssa ist jetzt auch schon ein Teenager geworden. Sie ist 13 und liebt die Schule, sie singt gerne, auch im Chor, sie spielt auch gerne Volleyball und Basketball. Aber sie in keinem Team, weil sie wegen ihrer Muskelschwäche einfach nicht so laufen kann wie die anderen Kinder. Sie geht aber gerne zu den Spielen und schaut zu. Sie kennt alle Regeln und die Namen aller Spieler. Weil Alyssa so ein treuer Fan ist und so gerne spielen würde, hat das Basketballteam sie zu einer Managerin gemacht. Oh Mann, sie war selig und hat sich sooooo gefreut.

Emma ist im Gegensatz zu Alyssa sportlich sehr aktiv. Sie ist jetzt sieben Jahre alt. Sie geht schon einige Jahre zum Gymnastiktraining und ist sehr gut. Sie spielt auch Basketball, Softball und Fußball. Die Eltern sind auch da immer mit dabei: Ihr Papa Patrick ist der Coach (Trainer).

„Die Leute lieben ihre Waffen hier“

Unsere Tochter Priscilla ist immer noch Lehrerin, unser Schwiegersohn Patrick arbeitet weiterhin in der Fabrik und ist nebenbei bei der freiwilligen Feuerwehr. Meine Tochter und ich helfen da auch mit und organisieren Veranstaltungen, um Geld für die Feuerwehr zu sammeln. Wir haben in diesem Jahr Verlosungen gehabt für ein Gewehr und fünf Pistolen. Das hat gut Geld gebracht – die Leute lieben ihre Waffen hier.

Unseren Enkelsohn Rashan sehen wir gar nicht oft. Darüber sind wir sehr enttäuscht, hoffentlich ändert sich das bald mal. Er ist jetzt schon 22 Jahre alt. Und unseren Urenkel sehe ich nur, wenn er bei WalMart einkaufen geht mit seiner Mama. Sehr, sehr traurig. Seit die beiden Elternteile getrennt sind, lassen sie den Kleinen nie vorbeikommen. Aber jetzt geht er in die Schule, wo Oma Priscilla Lehrerin ist. So kann sie ihn wenigstens am Tage sehen.

Bei drei Pferden und viel Land gibt es immer etwas zu tun

Unsere beiden Enkelsöhne in Florida wachsen auch so schnell. Cameron ist jetzt sieben und liebt Haie und Dinosaurier. Als wir in Florida waren, hat er jede Nacht bei Oma geschlafen und wir haben gekuschelt. Sie kommen beide gut mit in der Schule. Tristan ist jetzt zwölf Jahre alt, er wird im Februar 13. Er spielt fast nur Videospiele. Das kann er sehr, sehr gut – Cameron auch. Typisch Jungs! Patrick und Haley haben auch einen riesigen Hund, eine Deutsche Dogge. Sie heißt „Cinnemon“ (Zimt) und sorgt natürlich für viel Spaß.

Tja, Roy geht es so weit gut. Er muss sich oft ausruhen und hinsetzen wegen seines Rückens. Aber er schafft zu Hause noch viel. Wir haben ja auch noch die drei Pferde und viel Land – immer was zu tun hier. Ich bin immer noch bei WalMart, jetzt schon 30 Jahre lang! Im Oktober hatten Roy und ich auch unseren 38. Hochzeitstag. Man, die Zeit vergeht schnell, oder?


„Wir lieben unseren Präsidenten Trump“

Am 10. Oktober kehrte Patrick endlich wieder aus Afghanistan zurück. Die Nachbarn haben ein riesiges Schild mit der Aufschrift „Herzlich willkommen zu Hause“ für ihn aufgestellt. Haley und Patrick haben die Jungs überrascht und es gefilmt. Die haben sich natürlich riesig gefreut, das ihr Daddy wieder da war. Und der Hund war auch ganz außer sich.

Als letztes hatten wir hier noch die große Präsidentenwahl. Wir waren alle bis in die Nacht auf. Wir lieben unseren Präsidenten Trump. Ihr hättet mal die ganzen Umzüge und Bootsparaden sehen sollen für unseren Präsidenten. Die Leute haben ihre Flaggen für Trump und die amerikanische Flagge stolz an den Booten gehabt oder an den Autos. Trump hat mehr für „den kleinen Mann“ getan als alle anderen Präsidenten vor ihm. Die Mehrheit in Arkansas ist für Trump und wir waren alle geschockt, als die Wahlergebnisse reinkamen. Jetzt ist alles vor Gericht und es wird in einigen Staaten nochmal nachgezählt. Wir drücken die Daumen und beten, dass wir unseren Präsidenten Trump behalten.

Ein turbulentes Jahr geht zu Ende

Roys Mutter Ruby geht es so weit gut. Sie kann nicht mehr so viel mitmachen und kommt auch nicht mehr zur Kirche. Im Moment – mit diesem furchtbaren Virus – ist es ja auch besser, dass sie zu Hause bleibt. Roys Tante ist an Covid-19 gestorben. Wir haben auch einige Bekannte, die daran gestorben sind. Es ist schlimm! Wir beten, dass dieses Virus bald zum Ende kommt und wir alle wieder normal leben können.

So, nun habe ich wohl von allen berichtet. Es war ein turbulentes Jahr hier! Ich möchte nun allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest wünschen, vor allem meinen Eltern Hans-Dieter und Lisa Hülseberg und meiner Schwester Petra Hülseberg, sowie auch allen Verwandten, Bekannten und Hahnenknoopern.

Wir wünschen allen ein glückliches und vor allem gesundes neues Jahr 2021! Lasst mal von euch hören! Wir sind auf Facebook, auf „Parler“ und „MeWe“.

Susanne und Roy Bell
1026 CR 714

North-Carolina: Der Strandspaziergang gibt ihnen Kraft

Kreis-Icon-Nordstern

Wir schreiben heute den 24. November. Wir erfreuen uns an schönen Herbsttagen mit blauem Himmel, Sonnenschein und milden Temperaturen, die allerdings nachts purzeln gehen. Doch das gehört dazu. Gestern Nachmittag noch saßen wir am Strand, atmeten die frische Meeresluft ein und schöpften neue Kraft.

Am Donnerstag feiern wir Thanksgiving, unser Erntedankfest. Mike bereitet Puter zu mit allem Drum und Dran, ich mache eine Meeresfrucht-Lasagne. Zwei Freundinnen mit ihren drei Hunden werden hier weilen und mit uns schmausen. Unsere beiden Katzen, Kater Phinneas und die kleine Peeks, müssen vorher in Sicherheit gebracht werden, damit es keinen Streit zwischen den Tieren gibt. Mike wird mit aller Wahrscheinlichkeit das Thema Politik anschneiden, denn beide Freundinnen stehen auf Trump, wie er auch. Währenddessen setze ich meine Kopfhörer auf und lass mich von schöner Musik berieseln. Sie werden es bestimmt nicht bemerken!

Corona-Fälle halten sich in Grenzen

Obwohl Morehead City und Umgebung ein Ferienziel im Sommer ist, haben sich hier die Corona-Fälle in Grenzen gehalten. Eine öffentliche Maskenpflicht besteht Gott sei Dank nicht, nur in Geschäften, Museen, im Aquarium, beim Arztbesuch und dort, wo mehrere Menschen auf engerem Raum zusammentreffen. Die Schulen unterrichten fünf Tage pro Woche, allerdings müssen Schüler und Lehrer weiterhin Masken tragen. Auch wird der virtuelle Unterricht angeboten. Unsere Nachbarn haben sich mit drei weiteren Familien zusammengetan und eine pensionierte Lehrerin engagiert, die den Kindern vormittags im geschlossenen Partyraum eines hiesigen Catering-Service Unterricht erteilt.

Unsere Enkel Sophie (8) und Rowan (6) in Thousand Oaks, Kalifornien, werden seit August von ihrer Mama Kelly daheim unterrichtet. Kelly, eine frühere Grundschullehrerin, brauchte nur ihr Zertifikat erneuern lassen. Allerdings müssen sie und Sean alle Lernmaterialien aus eigener Tasche bezahlen. Die Kinder finden ihre Lehrerin toll und es klappt prima mit der Heimschule. Natürlich ist es klar, dass Sophie und Rowan diesen individuellen Unterricht genießen.

Anne-Rose Coyle mit Mann mit Mike.

Anne-Rose Coyle mit Mann mit Mike.

Foto: privat

Und plötzlich funktioniert Homeoffice doch

Das erste Land, was in Erdkunde erforscht wurde, war Russland. Sophies Frage: „Und was essen sie dort zum Nachtisch?“ Für die nächsten acht Wochen geht es jeden Donnerstag zur Zoo-Schule in Santa Barbara (90 Kilometer nördlich), um verschiedene Öko-Systeme zu erforschen. Außerdem besuchen sie weiterhin eine örtliche Pferdefarm und treffen sich oft mit ihren Freunden im Park. Sean arbeitet von zu Hause aus als Ausführender Produzent der Disney-Kinder-Animationsserie Puppy Dog Pals (Welpen-Freunde).

Weil sein Arbeitsweg zum Studio in Burbank sehr lang ist, hatte er vor Corona schon mal den Wunsch geäußert, vielleicht zwei oder drei Tage pro Woche Homeoffice zu machen. Doch das Studio hatte immer wieder Ausreden. Plötzlich steht dem nichts mehr im Wege. Die Kinder haben ein Schild für seine Bürotür erstellt: „Wenn diese Tür geschlossen ist, wird hier gearbeitet. Verhaltet euch leise!‘‘

Alte und neue Kontakte aus der Ferne

Anfang August steckte ein Schreiben aus der Heimat im Briefkasten. Christiane Schultheis aus Frankfurt, mit der ich vor über 30 Jahren bei der Degussa in New Jersey tätig war, fragte, ob ich mich noch an sie erinnern könnte. Na klar konnte ich das. Wir hatten uns nach unserer Übersiedelung nach Chicago im Frühjahr 1986 aus den Augen verloren. Durch Corona blieb ihr Zeit, alte Bilder zu durchstöbern. Sie googelte meinen Namen und wurde gleich mit unserer jetzigen Adresse belohnt. So einfach ist das!!

Im September bekam ich eine Mail von Ann-Kathrin Brocks, Projektredakteurin der NZ. Anhängend war ein Schreiben von Herrn Paul McColgan, der meinen Glückwunsch zum 125-jährigen Jubiläum der NZ in der Zeitung gelesen hatte und sich wunderte, ob unsere Familien vielleicht verwandt sind. Seine Mutter ist eine geborene Coyle aus Irland, woher auch Mikes Vorfahren stammen. Paul ist gebürtiger Schotte, der sich in eine Bremerhavener Deern verliebte und seit 35 Jahren unsere schöne Seestadt sein Zuhause nennt. Alle Spuren einer möglichen Verwandtschaft werden weiterhin verfolgt.

Fischfang für den guten Zweck – mit bitterem Beigeschmack

Seit 62 Jahren findet im Juni hier in Morehead City eines der größten und ältesten Sportanglerwettbewerbe statt: Big Rock Blue Marlin Tournament. In diesem Jahr belief sich die gesamte Gewinnsumme auf 3,4 Millionen US-Dollar. Die einzelnen Gewinne richten sich danach, wie viel von einer Bootscrew eingezahlt wurde. Für fünf Tage liefen die Boote ein und aus, und die erste Crew, die einen Marlin reinbringt, der mindestens 227 kg wiegt, erhält einen Preis von 550.000 US-Dollar.

Der Fang des größten Marlins wurde mit 1,1 Millionen US-Dollar belohnt. Zum ersten Mal war der frühere Basketball-Spieler Michael Jordan dabei. Er und seine Crew brachten einen Blue Marlin rein, der 200,6 Kilogramm wog. Ich schaue mir diesen Zirkus nicht gerne an. Die Marlins, die manchmal stundenlang um ihr Leben kämpfen, werden an ein hiesiges Seelabor gestiftet. Das einzig Positive an der ganzen Sache ist, dass viel Geld für gute Zwecke abfällt.

Sean, Kelly, Sophie und Rowan fahren in den Sierra-Nevada-Berge in Kalifornien, um die Mammut-Bäume zu bestaunen.

Sean, Kelly, Sophie und Rowan fahren in den Sierra-Nevada-Berge in Kalifornien, um die Mammut-Bäume zu bestaunen.

Foto: privat


Riesige Mammutbäume in Kalifornien

Im August düsten Sean, Kelly, Sophie und Rowan für ein langes Wochenende in die Sierra-Nevada-Berge in Kalifornien. Dort befinden sich die riesigen Mammutbäume, unter ihnen General Sherman, der größte Baum der Welt. Er erreicht eine Höhe von 83 Metern und einen Umfang von 11 Metern am unteren Stamm. Wie klein und unscheinbar man sich vorkommt. Wenn diese Riesen erzählen könnten!

Am 11. November feierte das Land ihre Kriegsveteranen. Da Mike Hubschrauberpilot in Vietnam war, wurde auch er geehrt: von Sophie und Rowan, die sich bei ihm für seine Tapferkeit bedankten, im Supermarkt bekam er einen Rabatt von elf Prozent, beim Schlachter bestellte er zwei Koteletts und bekam ein drittes dazu, in seinem kleinen Lieblingsrestaurant bekam er sein Essen umsonst, im Baumarkt kann er das ganze Jahr über eine Preisermäßigung genießen. Da sich in North Carolina viele Militärstützpunkte befinden, ist das aktive und sich im Ruhestand befindende Personal sehr angesehen.


Grüße an die Menschen in der alten Heimat

In diesem Jahr blieb unser Heim leider besucherlos. Kein gutes Gefühl. Wir hoffen, dass wir unsere Lieben in Kalifornien sehr bald wieder persönlich willkommen heißen dürfen. Wenn wir diesen Sonntag die erste Kerze am Adventsgesteck anzünden, schließen wir euch alle in unsere Wünsche und Hoffnungen mit ein: Bruder Erni Walper mit seiner Moni; Bruder Udo Walper mit seiner Käthy, die in diesem Jahr das Weihnachtsfest mit Christopher und Julia aus München und Kira und Victor aus San Francisco feiern können (wir drücken euch); Nichte Anita Gründemann mit Frank, Sascha, Svenja, Alex, dem Bartagam Rocky und der Hündin Bonnie; Nichte Nici Peters mit Marco, Jannik, Lasse und der kleinen Hündin Lady.

Ganz liebe Grüße an Tante Hilde Schalk und Familie in Bremerhaven. Grüße an Großfamilie Hanna Pelz; Familie Margrit Huber in Heppenheim; Familie Gerda Janssen; Familie Hansi und Sita Thoma; Familie Hannelore und Bernd Schiffer in Loxstedt; Klaus Hübner mit seiner Mary; Silvia und Bernd Pankrath; Kölle Lüttke in Bremerhaven; alle lieben Cousinen und Cousins mit Familien; meine treuen Klassenkameraden Petra Dörger und Familie; Gunda Lahme und Familie in Bremerhaven; Rita Link in Spaden; Gudrun Kern mit ihrem Günter in Bremerhaven; Wir grüßen von Herzen Ursel Müssigbrodt und Uwe Langejürgen; Josh Oez und Familie in Bremerhaven; Paul McColgan mit seiner Sabine in Bremerhaven; liebe Grüße an Kirsten Robertson in Bremerhaven und an liebe Freunde und Bekannte; die Mitarbeiter und Leser der NORDSEE-ZEITUNG.

Merry Christmas! Liebe, Frohsinn, und Gesundheit. Möge der Friede sich ausbreiten wie eine warme Decke, in die wir uns kuscheln können.

Anne-Rose Coyle, geb. Walper
mit Mike, Phinneas (Kater T) und Peeks,
Sean, Kelly, Sophie, Rowan und den Vierbeinern Finley und Winnie
1110 Blair Farm Pkwy
Morehead City
NC 28557 USA

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