Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin, hat sich ebenfalls öffentlich zu einer Studie geäußert. Mit Folgen.

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin, hat sich ebenfalls öffentlich zu einer Studie geäußert. Mit Folgen.

Foto: Christophe Gateau/dpa

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Wenn Forscher öffentlich über Studien diskutieren

Bislang galten Forscher in der Regel als eher zurückgenommene, sachliche Zeitgenossen. Meinungsverschiedenheiten wurden meist in Fachjournalen oder auf Konferenzen ausgetragen. Doch in der Corona-Krise ändert sich das. Debatten finden in aller Öffentlichkeit statt. Zwei der bekanntesten Forscher, die Virologen Christian Drosten und Alexander Kekulé, beharken sich gerade intensiv. Das könnte die Wahrnehmung von Wissenschaft verändern.

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Der Experte für Wissenschaftskommunikation Sven Engesser von der TU Dresden beobachtet, dass Rivalitäten zwischen Forschern nicht mehr intern geklärt, sondern nach außen getragen werden. „Das liegt auch daran, dass alle Beteiligten sehr exponiert sind und unter Druck stehen.“ Wissenschaftliche Ergebnisse hätten in der Corona-Krise viel mehr Relevanz als früher. „Es passiert Grundlagenforschern selten, dass eine unveröffentlichte Studie politische Entscheidungen beeinflusst.“

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