< Ältere Artikel

Klassenerhalt in letzter Sekunde

6. Juli 2020

Auch künftig wird es Werder schwer haben

Puh, das war knapp. Werder Bremen hat den zweiten Bundesliga-Abstieg in seiner Geschichte gerade noch so verhindert. Auch wenn es gut gegangen ist, wird es einige Zeit dauern, diese Spielzeit aufzuarbeiten. Misslungene Transfers, großes Verletzungspech, fehlendes Spielglück, flatternde Nerven. Die Gründe für den Absturz sind vielfältig. Darüber hinaus muss Werder sich aber grundsätzlich fragen, wo es in der Bundesliga steht. Noch vor einem Jahrzehnt war es eine Selbstverständlichkeit, dass in der Woche im Weserstadion das Flutlicht brennt, weil Europapokalspiele anstehen. In der Bundesliga gehörte Werder traditionell zu den Spitzenmannschaften. Dort sind inzwischen Bayern München und Borussia Dortmund unerreichbar. Aber auch dahinter hat sich viel getan. Von großen Geldgebern geförderte Clubs wie Leipzig, Hoffenheim, Leverkusen, Wolfsburg und neuerdings Hertha BSC nehmen wie selbstverständlich Top-Plätze ein. Dann sind da noch Vereine wie Mönchengladbach, Frankfurt und Freiburg, die dank sportlicher und wirtschaftlicher Konstanz an Werder vorbeigezogen sind. Und schon wird klar: Die Luft wird auch künftig dünn für die Bremer. Der Verein wird sich neu erfinden müssen in den kommenden Jahren. Tradition alleine ist kein Erfolgsfaktor, das musste schon der Hamburger SV schmerzlich erfahren.

Seestadt-Immobilien

6. Juli 2020

Nachhaltiger Planen

Die Stadt hat jahrelang Aufträge an Seestadt-Immobilien vergeben, ohne Geld dafür zu haben. Weil sie notwendig waren, so rechtfertigt das die Koalition. Weil die Neubauten gut ausgesehen haben in der politischen Aktivität, behaupten böse Zungen aus der Opposition. Fakt ist: Dass diese Politik der Koalition jetzt nicht um die Ohren fliegt und ein genehmigungsfähiger Haushalt überhaupt zustande kommen könnte, liegt allein am Schuldenschnitt des Landes Bremen. Glück gehabt, könnte man meinen. Allerdings: Nur zu hoffen, dass sich das finanzielle Dilemma irgendwie fügen wird, ist kein Haushaltskonzept. Schon in der Vergangenheit hat die Politik in Bremerhaven ein Loch mit dem nächsten gestopft. Daran ändert sich trotz des Schuldenschnitts nichts.

Maskenpflicht bleibt

6. Juli 2020

Ich fühle mich mit Maske sicherer

Viele Kunden sollen sich angeblich ohne Maske wohler fühlen – dieses Argument führen Händler an, um dafür zu werben, die Pflicht abzuschaffen. Bei mir ist es genau umgekehrt. Ich gehe gerne mit einer Bedeckung wieder einkaufen in den Geschäften vor Ort. Und das nicht trotz der Maskenpflicht, sondern gerade deswegen. Ich fühle mich sicherer, wenn ich weiß, dass diese Stoffbarriere da ist. Und fast alle Experten sehen sie als wichtiges Mittel gegen die Viren. Dieses Gefühl geht verloren, wenn wieder alle „oben ohne“ unterwegs sind. Für mich wäre das eher ein Grund, wieder zu Hause zu bleiben. Und das wäre sehr schade. Denn das Angebot des Einzelhandels in unserer Region ist trotz aller Negativmeldungen rund um Karstadt und Saturn ganz hervorragend.


< Ältere Artikel
nach Oben
Du schaust dir gerade an.
  • Autor kontaktieren