Merkel: „Grenzkontrollen nicht bis ultimo fortsetzen“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Corona-Krise Hoffnung auf eine schrittweise Öffnung der Grenzen zu den Nachbarländern gemacht. Veränderungen bei den Grenzkontrollen müssten immer in Kooperation mit den Nachbarn gemacht werden, sagte Merkel am Dienstag.

Zweistufiger Prozess

Dabei werde es häufig einen zweistufigen Prozess geben. Ihr sei wichtig, dass die Kontrollen nicht „bis ultimo“ fortgesetzt würden, wurde Merkel zitiert. Wenn es das Infektionsgeschehen hergebe, habe man eine klare Perspektive zur Wiederherstellung der Schengen-Systems offener Binnengrenzen in der EU, sagte Merkel demnach.

Grenzen zu Frankreich ab Mitte Juni wieder öffnen

Das Allernotwendigste sei die Öffnung der Grenzübergänge insgesamt. Es werde an vielen Stellen aber ein zweistufiger Prozess sein. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte angekündigt, die Grenzen zu Mitte Juni zu öffnen, wenn es die Lage hergebe.

Keine Kontrolle in die Niederlande

Ähnliches gelte für Österreich und für die Schweiz, sagte die Kanzlerin. Zu den Niederlanden und Belgien habe es nie Grenzkontrollen gegeben, dies werde auch so bleiben. Polen und Tschechien hätten von sich aus Grenzkontrollen eingeführt.

Schritte zur Öffnung

Bei Dänemark und Luxemburg werde es wahrscheinlich in Absprache mit den Ministerpräsidenten und der dänischen Regierung noch einen weiteren Schritt gehen können. Konkreter wurde Merkel hier nicht. (dpa)


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Erstellt:
12. Mai 2020, 19:25 Uhr
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