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Rächer mit Gewissensbissen

Foto: Manja Herrmann

Erleben

Rächer mit Gewissensbissen

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Das italienische Dorfplatzidyll mit Kirchentreppe und Taverne, Serenadensänger und Gauklerbühne, es ist perdu. Geblieben sind die Leidenschaften der Menschen. Statt Kulissen stellt Martin Schüler bei seinem Regie-Einstand am Stadttheater Rachsucht aus verschmähter Liebe und Gewissensbisse auf die Bühne. Im Einakter-Doppel „Cavalleria rusticana“ von Pietro Mascagni und „Pagliacci“ von Ruggero Leoncavallo, das oft so reißerisch wirkt, gibt er den Blick in seelische Abgründe frei, die die Zuschauer schaudern lassen. Ein doppelter Psychothriller.

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Der Szenerie überrascht: Im großen kahlen Zimmer einer Seniorenresidenz sitzt eine ältere Frau im Rollstuhl neben ihrem Bett. Durch drei große Türen sehen wir einen Balkon, auf dem ein Glatzkopf hockt, und Meereswellen (Ausstattung: Gundula Martin) Die alte Dame schaltet das Radio ein: Krächzend tönt ein Tenor. Die Serenade weckt Erinnerungen, bringt die Hörerin aus der Fassung – zwei Pflegerinnen können die Weinende kaum bändigen. Der alte Herr draußen spuckt voll Verachtung nach ihr.

Exklusiv. Kritisch. Nah.

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