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Blick auf den geräumten Baugrund zwischen Weserstraße und Heinrich-Kappelmann-Straße in Wulsdorf.

Blick auf den geräumten Baugrund zwischen Weserstraße und Heinrich-Kappelmann-Straße in Wulsdorf.

Foto: Arnd Hartmann

Heute

Sandwüste in Wulsdorfs Ortsmitte

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Im April gab Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) mit einem symbolischen Schlag mit dem Vorschlaghammer das Startzeichen für den Abriss der Häuser 74 bis 84 an der Weserstraße. Sie mussten für den Aufbau der neuen Ortsteilmitte weichen. Aber seitdem ist sichtbar nichts geschehen. Auf der eingezäunten und geräumten Fläche wachsen inzwischen Wildkräuter.

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Dass die Wulsdorfer sich in Geduld üben müssen, sind sie inzwischen gewohnt. Zu oft wurden seit 2012 für den Bereich zwischen Weser- und Heinrich-Kappelmann-Straße Versprechungen gemacht, Pläne erstellt und wieder verworfen. Und was ist jetzt? Es gibt immer noch keinen Vertrag mit einem Discounter, der als Magnet fungieren soll, um die inzwischen verwaiste Einkaufsmeile im Stadtsüden wieder zu beleben. Dabei hatte der Oberbürgermeister im April beim Start der Abrissarbeiten verkündet: „Aldi kommt zurück in die Ortsteilmitte und wird den Standort in Bohmsiel aufgeben.“ So sicher wie Grantz waren sich die Verantwortlichen bei Aldi offenbar nicht. Sie hatten zwar Interesse am Standort, waren aber nicht mit den Planungen des Investors, der F. Dieckell GmbH, einverstanden. Der möchte nämlich keinen Nullachtfünfzehn-Verbrauchermarkt auf das Filet-Grundstück setzen. Nach den Vorstellungen von Dieckell sollen über der Verkaufsfläche noch 65 Mietwohnungen entstehen.

Nachdem sich Aldi zunächst vom Projekt verabschiedet hatte, soll der Discounter nun wieder Interesse bekundet haben, ebenso wie Lidl. Nähere Informationen über den Stand der Verhandlungen sind allerdings nicht zu bekommen. Magistratssprecher Volker Heigenmooser meint lediglich: „Die Zuversicht ist groß, dass es in diesem Jahr noch zu einem positiven Abschluss kommen wird.“

Pläne frühestens Ende Dezember

Fertig ist aber offenbar der Architektenentwurf für das etwa 10 Millionen Euro teure kombinierte Einzelhandel-Wohnungsprojekt. Heigenmooser bestätigte auf Nachfrage, dass der Gestaltungsbeirat getagt hat und „zu guten Ergebnissen gekommen ist, die aber erst präsentiert werden sollen, wenn die anderen Fragen geklärt sind. OB und Investor gehen davon aus, dass dies in den nächsten zwei Wochen der Fall sein wird.“

In Schweigen zur Revitalisierung der Wulsdorfer Ortsteilmitte hüllt sich auch Bürgermeister Torsten Neuhoff (CDU), dem das Stadtplanungsamt unterstellt ist. „Frühestens in der dritten Dezember-Woche werden wir konkrete Pläne präsentieren können“, betonte er. Alles andere wäre Spekulation. Damit wird die Tagesordnung der Stadtteilkonferenz Wulsdorf am Montag, 9. Dezember, möglicherweise um einen Tagesordnungspunkt kürzer. Vorgesehen war nämlich, dass das Stadtplanungsamt über den neuesten Stand für das Stadtteilzentrum spricht.

Wann mit dem Umbau des Kreuzungsbereiches Weserstraße/Lindenallee begonnen wird, ist ebenso offen wie der Baustart für das Dieckell-Millionen-Projekt. Im April hatte es noch optimistisch geheißen: Anfang 2020 soll es losgehen. Veranschlagte Bauzeit: etwa 18 Monate.

Die Sandwüste wird inzwischen von der Natur zurückerobert.

Die Sandwüste wird inzwischen von der Natur zurückerobert.

Foto: Arnd Hartmann

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Jürgen Rabbel

Reporter

Jürgen Rabbel ist gebürtiger Bremerhavener und arbeitet als Reporter in der Lokalredaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Er betreut den Süden der Stadt und kümmert sich um Geschichtliches.

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