Veranstalter fordern Klarheit wegen Verbot bis Ende August

Die Veranstaltungsbranche fordert von der Politik Klarheit zum weiteren Vorgehen bei Konzerten und anderen Veranstaltungen. Hintergrund ist die Vereinbarung von Bund und Ländern, dass wegen der Corona-Krise alle Großveranstaltungen bis Ende August untersagt bleiben sollen.

Veranstalter bitten um klare Vorgaben

Bisher sei nur in Ausnahmefällen klar, was seitens der Bundesländer als Großveranstaltung betrachtet werde, kritisierte der geschäftsführende Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungsbesucher (BDKV), Jens Michow. Man bitte alle Landesregierungen nachdrücklich um klare Vorgaben. „Nur so wird es möglich sein, weitere Schäden auf Seiten aller Veranstaltungsbeteiligten zu vermeiden.“ Nach BDKV-Angaben wurden alle großen Sommerfestivals und auch viele andere Veranstaltungen bereits abgesagt.

Mehr als verschobene 155.000 Live-Veranstaltungen in Deutschland und Europa

Derzeit würden mehr als 155.000 Live-Veranstaltungen in Deutschland und Europa verschoben, hieß es am Samstag auf Nachfrage bei Europas führendem Ticket- und Live-Entertainment-Unternehmen Eventim. Bei einer sechsmonatigen Dauer der Maßnahmen sei nach aktuellen Berechnungen von Umsatzeinbußen von mehr als fünf Milliarden Euro für die Veranstaltungswirtschaft auszugehen, teilte ein Sprecher mit. (dpa)


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Erstellt:
19. April 2020, 12:30 Uhr
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