Wer möchte da nicht zugreifen? Aline von Kapff malte die „Gemüseverkäuferin“ 1887/88. Wie es an ihrem Stand roch, müssen sich die Besucher der Kunsthalle vorstellen.

Wer möchte da nicht zugreifen? Aline von Kapff malte die „Gemüseverkäuferin“ 1887/88. Wie es an ihrem Stand roch, müssen sich die Besucher der Kunsthalle vorstellen.

Foto: Blindow/Kunsthalle

Wer möchte da nicht zugreifen? Aline von Kapff malte die „Gemüseverkäuferin“ 1887/88. Wie es an ihrem Stand roch, müssen sich die Besucher der Kunsthalle vorstellen.

Erleben

In Bremen lässt sich mit den Augen riechen

Angela Merkel kennt ihn. Donald Trump auch. Ebenso Emmanuel Macron und Boris Johnson: den Geruch der Macht. Wer als Normalsterblicher wissen möchte, wie es so riecht in den Schaltzentralen von Politik und Wirtschaft, der bekommt davon an einem ungewöhnlichen Ort einen Eindruck: im Museum Weserburg. Der Künstler Luca Vitone hat dort eine Duftmischung versprüht, die an „Behördenflure, staubige Aktenordner und monumentale Architektur“ erinnern soll. Durch zwei Löcher in der Wand strömt sie herein. Ehrlich gesagt, angenehm riecht es hier nicht. Doch das bleibt die Ausnahme bei dem Projekt „Smell it“, zu dem sich in Bremen mehrere Häuser zusammengetan haben.

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Welcher Geruch steigt einem in die Nase, wenn man die heiligen Hallen der Kunst betritt? Leider in den meisten Fällen gar keiner. Es riecht in den meisten Häusern – an der Schau beteiligen sich bis September neben der Weserburg die Kunsthalle, das Paula-Modersohn-Becker-Museum, das Zentrum für Künstlerpublikationen und das Kek-Kindermuseum – höchstens nach gebohnerten Fluren. Dass ein Ausstellungsreigen, der sich dem „Geruch in der Kunst“ verschrieben hat, so aseptisch daherkommt, verwundert ein wenig. Dagegen riecht der frisch gedruckte Katalog ein bisschen abgestanden, fast so, als ob man ein Bauernhausmuseum betreten würde, ein bisschen nach Holz, Muff und Spinnweben.

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