Eine Gasleitung ist im Keller von einem Mehrfamilienhaus zu sehen.

Energiemarktexperten halten es für möglich, dass die Liefermengen von russischem Erdgas nach Deutschland allein schon wegen des neuen Quartals zum 1. April deutlich zurückgehen.

Foto: picture alliance/dpa

Energiemarktexperten halten es für möglich, dass die Liefermengen von russischem Erdgas nach Deutschland allein schon wegen des neuen Quartals zum 1. April deutlich zurückgehen.

Heute

Angst vor der Gas-Sperre im Cuxland

Wenn Putin ernst macht und kein Gas mehr nach Deutschland liefert, hätte das auch im Kreis Cuxhaven massive wirtschaftliche Folgen. Die von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ausgerufene Frühwarnstufe Gas sorgt im Cuxland bei den Unternehmern für Existenzangst.

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Die Lage ist ernst und ungewiss, fasst Thorsten Scheer, Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Cuxhaven die Stimmung in der Wirtschaft zusammen. „Die große Unbekannte ist, ob es ab dem ersten Oktober noch Gaslieferungen geben wird“, sagt Scheer. Denn aktuell sei klar, dass Deutschlands Gasvorräte wahrscheinlich noch bis zum 30. September ausreichen würden. „Kommt es tatsächlich zu einem Lieferstopp würde die Bundesregierung die Notfallstufe ausrufen und die Energieversorger dürften nur noch an systemrelevante Betriebe liefern“, beschreibt Scheer den schlechtesten Fall. Welche Betriebe als systemrelevant gelten, sei indes noch nicht in allen Einzelfällen klar. Scheer nennt ein Beispiel aus Cuxhaven, um zu verdeutlichen, wie kompliziert die Lage ist: „Wenn ein Schlepperunternehmen per se als nicht systemrelevant eingestuft wird, dann das Containerschiff mit den Lebensmitteln aber nicht nach Hamburg in den Hafen kommt, ist die kritische Infrastruktur doch betroffen“, so Scheer. „Der Gas-Lieferstopp schwebt wie ein unglaublich scharfes Damoklesschwert über uns. Wenn das so kommt, hätten wir hier Zustände in Bezug auf die Arbeitslosigkeit und die Grundversorgung, die wir so noch nicht kennen“, sagt Scheer.

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