Die AWI-Wissenschaftler haben sich per Helikopter auf Eisschollen absetzen lassen, um Schneeproben (Foto) und Eiskerne zu sammeln. Sie werden auch auf den Eintrag von Mikroplastik untersucht.

Die AWI-Wissenschaftler haben sich per Helikopter auf Eisschollen absetzen lassen, um Schneeproben (Foto) und Eiskerne zu sammeln. Sie werden auch auf den Eintrag von Mikroplastik untersucht.

Foto: Foto AWI/Klara Köhler

Die AWI-Wissenschaftler haben sich per Helikopter auf Eisschollen absetzen lassen, um Schneeproben (Foto) und Eiskerne zu sammeln. Sie werden auch auf den Eintrag von Mikroplastik untersucht.

Heute

AWI-Forscher bringen Plastikproben mit

Traurig, aber wahr: Dass immer mehr Plastikmüll von Menschen in der Arktis landet, haben sie bereits nachgewiesen. Aber wie werden Plastikfasern und -krümelchen dorthin verfrachtet und welche Rolle spielt der Luftweg? Um das heraus zu finden, haben Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut bei der jüngsten „Polarstern“-Reise fleißig Proben gesammelt. Sonntag sollen sie in Bremerhaven eintreffen.

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Der Forschungseisbrecher kehrt aus der Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen zurück. Dort liegt der „Hausgarten“ des AWI, ein Tiefseeobservatorium mit mehr als 20 Stationen zwischen 250 und 5500 Metern. Dort wird der Einfluss von Umweltveränderungen auf die Tiefsee erforscht. Die Wissenschaftler machen dabei mit ihren Tiefsee-Geräten viele Foto- und Filmaufnahmen, ursprünglich, um die Meeresboden-Lebewesen kennenzulernen. Doch auf den Aufnahmen tauchte auch Plastikmüll auf und eine Auswertung dazu ergab einen 30-fachen Anstieg größerer Müllobjekte zwischen den Jahren 2004 und 2017. In der Tiefe liegen zum Beispiel Reste von Fischernetzen oder Plastiktüten. „Die Menge dieser Objekte entspricht – erschreckenderweise – dabei jener, die auch in einem ozeanischen Grabensystem vor Portugal’s Hauptstadt Lissabon vorgefunden wurde“, schildert Fahrtleiter Dr. Thomas Soltwedel in seinem Bericht von Bord. Die dramatische Entwicklung habe sie bewogen, ein spezielles Projekt aufzulegen, in dem der größere Zivilisationsmüll sowie Mikroplastik ermittelt wird: im Schnee auf der Eisscholle, im Meereis selbst, in der Wassersäule und am Meeresboden.

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