Horst Barmführ, Marianne Barmführ, Hartmut Fricke und Irmtraut Stüber (von links) vom Heimatverein Sellstedt freuen sich schon auf die neue Naturbühne, die derzeit im Außenbereich entsteht.

Horst Barmführ, Marianne Barmführ, Hartmut Fricke und Irmtraut Stüber (von links) vom Heimatverein Sellstedt freuen sich schon auf die neue Naturbühne, die derzeit im Außenbereich entsteht.

Foto: Bohn

Horst Barmführ, Marianne Barmführ, Hartmut Fricke und Irmtraut Stüber (von links) vom Heimatverein Sellstedt freuen sich schon auf die neue Naturbühne, die derzeit im Außenbereich entsteht.

Heute

Backtag in Sellstedt: Heimatverein mit Außer-Haus-Verkauf

Backtag in Sellstedt – diese drei Worte sorgten regelmäßig für volles Haus beim Heimatverein. Doch dann kam Corona. So gibt es die beliebte Veranstaltung seit März 2020 vorerst nicht mehr. Und das bleibt zumindest auch dieses Jahr so. Doch die Liebhaber der Waren aus dem Steinbackofen müssen trotzdem nicht verzichten, denn es gibt einen Außer-Haus-Verkauf nach rechtzeitiger Anmeldung.

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„Uns ist die derzeitige Pandemie-Situation zu gefährlich“, bedauert Hartmut Fricke, erster Vorsitzender des Heimatvereins Sellstedt. Schließlich sei es nicht möglich, das Gelände einzuzäunen und die Einhaltung der 3G-Regel zu kontrollieren. Immerhin seien jetzt alle Beteiligten beim Verein durchgeimpft – anders als zu Anfang der Pandemie. „Wir haben damals sofort die Veranstaltungen gestoppt“, berichtet Fricke. Schließlich seien viele der freiwilligen Helfer über 80 Jahre alt und somit besonders gefährdet. „Wenn da was passiert wäre, hätten wir uns das nie verziehen“, meint die dritte Vorsitzende Marianne Barmführ.

Leicht ist es den Beteiligten nicht gefallen, denn der Backtag sorgt regelmäßig für Andrang. Über den ganzen Tag gesehen seien es immer deutlich mehr 100 Fans von selbst gebackenem Brot und Butterkuchen gewesen, die Hokemeyers Hus besucht hätten, sagt Irmtraut Stüber, zweite Vorsitzende des Heimatvereins. Sie kämen aus der ganzen Region. „Ich hatte sogar schon eine Anfrage aus Bremerhaven, ob auch Besucher aus der Seestadt kommen könnten. ,Klar‘, habe ich gesagt. Schließlich freuen wir uns über jeden, der kommt“, erzählt Irmtraut Stüber und lächelt.

Leere Plätze und ein kalter Steinbackofen

Doch seit vergangenem Jahr sind die Plätze leer, auf denen die Besucher das frische Backwerk verzehrt haben. Und auch der holzbefeuerte Steinbackofen blieb kalt. Das sei ein komisches Gefühl gewesen, meinen die drei Vorsitzenden. Deshalb sei die Idee mit dem Außer-Haus-Verkauf aufgekommen – zumal sich der Verein damit noch einmal in Erinnerung bringen könne. „Aber es ist natürlich ausdrücklich kein Backtag“, betont Hartmut Fricke.

Am kommenden Sonntag endet mit dem Außer-Haus-Verkauf auch schon die Backsaison für dieses Jahr. „Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr wieder unsere Backtage veranstalten können“, meint der erste Vorsitzende. Doch nun stünden erst einmal die typischen Veranstaltungen in der kalten Jahreszeit an – wenn sie denn stattfinden können. „Wir stimmen unseren Terminplan aber demnächst erst einmal mit den anderen Vereinen in Sellstedt ab“, kündigt Hartmut Fricke an.

Bei Adventsmarkt soll neue Naturbühne gezeigt werden

Neben Musikveranstaltungen und der Irischen Nacht hoffen die Sellstedter vor allem, dass ein besonderer Termin klappt: der diesjährige Adventsmarkt. Denn hier sollen nicht nur die schönen neuen Pagodenzelte zum Einsatz kommen, die von allen Sellstedter Vereinen aus den Überschüssen der vergangenen Jahren mitbezahlt wurden. Dann will der Heimatverein auch eine weitere Neuheit präsentieren, für die sie ebenfalls Zuschüsse aus dem Topf bekommen haben: die Naturbühne. „Daran haben wir in der jüngsten Zeit intensiv gearbeitet“, erzählt der erste Vorsitzende.

Zu sehen ist die Bühne schon – ein gepflasterter Hügel mit Granitsteintreppe und abgegrenzt mit Feldsteinen. Zurzeit entsteht gerade das Holzgeländer, eine Art Balustrade. Nur ein Dach wird es nicht geben. „Das wäre aufgrund der hohen Holzpreise für uns unbezahlbar“, bedauert Hartmut Fricke. Im Regen müssen die Künstler trotzdem nicht stehen, denn auch hier können die Pagodenzelte zum Einsatz kommen.

Die Corona-Zeit hat der Heimatverein gut überstanden. Die Mitgliederzahl ist bei 160 konstant geblieben. Und untätig waren die Mitglieder auch nicht: „Wir haben die Zeit genutzt und – unter Wahrung der Corona-Regeln – unsere Außenanlagen in Schuss gehalten“, sagt Irmtraut Stüber.

Auch einige Gruppen konnten unter strengen Auflagen die Räume nutzen. „Zum Beispiel ist hier der Chor untergekommen“, freut sich Marianne Barmführ. Trotzdem hofft nicht nur das Vorstandstrio darauf, dass es im nächsten Jahr wieder besser wird.

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