Zentralklärwerk in Bad Bederkesa: Marcus Mende, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wesermünde, weiß um die neuartige Methode zur Feststellung von Coronaviren im Abwasser, doch ins Förderprogramm der EU hat es in Stadt und Landkreis keine Kommune geschafft.

Zentralklärwerk in Bad Bederkesa: Marcus Mende, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wesermünde, weiß um die neuartige Methode zur Feststellung von Coronaviren im Abwasser, doch ins Förderprogramm der EU hat es in Stadt und Landkreis keine Kommune geschafft.

Foto: Schoener

Zentralklärwerk in Bad Bederkesa: Marcus Mende, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wesermünde, weiß um die neuartige Methode zur Feststellung von Coronaviren im Abwasser, doch ins Förderprogramm der EU hat es in Stadt und Landkreis keine Kommune geschafft.

Heute

Bremen bei Projekt dabei: Corona-Virus im Abwasser nachweisen

Die systematische Überwachung des Abwassers gilt bei Wissenschaftlern als zuverlässiges Früh- und Entwarnsystem für die Pandemie. Ein neues Verfahren hilft, das Virus und seine Mutationen in dem nachzuweisen, was der Mensch ausscheidet und was dann in den Kläranlagen landet. Die Europäische Union hat ein Förderprogramm aufgelegt, an dem bundesweit 20 Städte teilnehmen. Auch wenn aus dem Landkreis Cuxhaven und der Bremerhaven niemand dabei ist, sorgt das Projekt auch hier für großes Interesse. Wie auch in Bremen. Die Hansewasser, Abwasserentsorger in der Hansestadt, unterstützt das Vorhaben mit Proben aus ihrer Kläranlage in Seehausen.

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Marcus Mende, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wesermünde.

Marcus Mende, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wesermünde.

Foto: Schoener

Marcus Mende, Geschäftsführer des Wasserverbandes mit Sitz in Bad Bederkesa – zuständig für die Stadt Geestland sowie die Gemeinden Loxstedt, Schiffdorf, Hagen und Beverstedt – hat sich schlaugemacht zur sogenannten RTPCR-Analysemethode. Und hält sie für eine gute Idee. „Das genetische Material des Virus ist bereits zu Beginn eines epidemischen Ausbruchs im Abwasser nachweisbar, und zwar noch bevor erste klinische Fälle bekannt werden“, sagt er. Steige die Ansteckungszahl an, nehme auch die Menge an genetischem Sars-CoV-2-Material im Abwasser zu. „Eine solche Untersuchung müsste durch ein externes Institut beauftragt werden“, sagt Mende. Aussagekräftige Inhalte seien für sein Verbreitungsgebiet – den ländlichen Raum – seiner Ansicht nach nicht zu erwarten. „Im Zuständigkeitsbereich des Wasserverbandes mit seinen 70 000 Einwohnern seien rund 66 Prozent der Haushalte ans Abwassernetz angeschlossen“, weiß der Geschäftsführer, „diese Anschlussquote ist einfach nicht hoch genug, um relevant zu sein.“ Als Besonderheit für den ländlichen Raum komme noch die Tatsache hinzu, dass im Bereich des Wasserverbandes 1.400 Grundstücke ihr Abwasser über Kleinkläranlagen entsorgen. „Um verlässliche Informationen zu bekommen, müsste man alle Kleinkläranlagen einzeln und regelmäßig nach dieser Methode untersuchen. „Das wäre zu zeitaufwendig, zu kleinteilig und zu kostspielig“, sagt Mende.

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